Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Müll einfach am Waldfriedhof abgeladen
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Müll einfach am Waldfriedhof abgeladen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 01.06.2019
Der Müllhaufen liegt am Weg vor dem Waldfriedhof in Zernsdorf. Quelle: Frank Pawlowski
Zernsdorf

Zwischen den beiden Eingängen des Waldfriedhofs in Zernsdorf führt ein schmaler Weg am Friedhofszaun entlang. Bäume stehen am Rand, es ist eine grüne Oase. Von einer Seite ist die Durchfahrt mit dem Auto verboten. Auf der anderen Seite gibt es eine Parkplatz für Friedhofsbesucher. Etwa auf der Mitte des Weges hat jemand einfach seinen Müll ins Gebüsch geworfen. Der Abfall liegt dort schon wochenlang herum.

Beim Gassi gehen entdeckt

Pappkartons, eine große Plane, Stoffbeutel, zwei rote Plastikbehälter eines Rasenmähers, ein Schlauch und schwarzer Stoff sind zu sehen, außerdem noch Kleinkram. Die Kartons sind vom Regen aufgeweicht. In den Sachen scheint herumgewühlt worden zu sein, vermutet eine Anwohnerin. Sie will namentlich nicht genannt werden, aus Angst vor dem Umweltsünder. Die Frau hat den Müllhaufen vormittags beim Gassi gehen entdeckt. Das war schon am 18. April. Sie bemerkte auch eine große Benzinspur auf dem Weg. Der stechende Geruch ist immer noch da. „Ich habe deshalb sofort die Polizei alarmiert“, erzählt sie.

Von dieser Stelle auf dem Weg geht noch ein starker Benzingeruch aus. Quelle: Frank Pawlowski

Am selben Tag dokumentierten Polizisten den Tatort. Doch seither hat sich nichts mehr getan. Die Zernsdorferin erkundigte sich einige Wochen später im Königs Wusterhausener Ordnungsamt. Als sie auch von dort nichts mehr hörte, wandte sie sich jetzt an die MAZ. Sie kann nicht verstehen, dass in dem Fall niemand aktiv wird. Besonders sorgt sie sich um die Benzinverschmutzung. „Wer weiß, wie viel im Boden versickert ist“, sagt sie. „Und wenn hier jemand eine Kippe rein wirft, brennt es vielleicht, das könnte gefährlich werden für die benachbarten Häuser.“

Eine Spur zum Täter?

Zur Lösung des Falls hat sie sogar ihren Teil beigetragen. So liegt die vermutliche Tatzeit zwischen sieben und zehn Uhr vormittags. Denn als ihr Mann morgens mit dem Hund unterwegs war, lag der Müll noch nicht da. Vor allem aber fand sie auf einem hingeworfenen Hermes-Paket eine Berliner Adresse. Das könnte ein Hinweis auf den Täter sein. Die Zernsdorferin glaubt, dass er in der Gegend ein Wochenendgrundstück haben könnte.

Dieser auffällige Stoffbeutel liegt mit im Gebüsch. Quelle: Frank Pawlowski

Ein Polizeisprecher teilte auf MAZ-Anfrage mit, dass ein Strafverfahren wegen des Verdachts der umweltgefährdenden Abfallentsorgung eingeleitet wurde, die Kriminalpolizei ermittelt. Das Ordnungsamt der Stadt sei verständigt worden. Die Königs Wusterhausener Stadtverwaltung verweist wiederum auf die polizeilichen Ermittlungen und auf die zuständige Forstbehörde, die nun federführend sei. Dort war am Dienstag für eine Stellungnahme niemand mehr erreichbar.

Kein Einzelfall

Ein Einzelfall scheint die illegale Müllentsorgung am Waldfriedhof nicht zu sein. „Es liegt öfter Mal Müll am Weg herum. Das ist nicht das erste Mal“, sagte eine Spaziergängerin, die am Dienstag mit ihrem Hund an dem Abfallhaufen vorbeikam.

Von Frank Pawlowski

Aus Sicherheitsgründen wurde die Kita „Klein und Groß“ vorerst geschlossen. Die bauliche Zustand wird überprüft. Viele Eltern müssen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren.

28.05.2019

Mitarbeiter eines Rettungsdienstes riefen am Montag um 17 Uhr die Polizei, da sie bei einem Einsatz in Königs Wusterhausen von einem 66-jährigen Mann massiv bedroht wurden. Der Mann musste fixiert werden, da er die Beamten mit seinen Fäusten angriff.

28.05.2019

Der neue Königs Wusterhausener Stadtrat wird größer und bunter. Trotzdem soll die Zusammenarbeit besser werden. Das haben sich jedenfalls die künftigen Stadtpolitiker vorgenommen.

30.05.2019