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Königs Wusterhausen Wasserturm mit Oberteil aus Glas
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01:17 23.11.2018
So könnte der Wasserturm am Bahnhof Königs Wusterhausen einmal aussehen. Er soll auch einen Anbau bekommen.
So könnte der Wasserturm am Bahnhof Königs Wusterhausen einmal aussehen. Er soll auch einen Anbau bekommen. Quelle: Stadt Königs Wusterhausen
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Königs Wusterhausen

 Der jahrzentelange Dornröschenschlaf des Wasserturms am Königs Wusterhausener Bahnhof scheint sich dem Ende zu nähern. Jedenfalls werden die Pläne für den Umbau konkreter. Der Eigentümer hat laut Stadtverwaltung die städtebaulichen Vorgaben akzeptiert und bereitet derzeit den Bauantrag vor.

Die Pläne für den Umbau des 113 Jahre alten Wasserturms am Königs Wusterhausener Bahnhof werden konkreter. Entwürfe zeigen, wie er aussehen könnte. Er bekommt ein gläsernes Oberteil und einen Anbau.

Das Konzept sieht vor, dass der Turm ein gläsernes Oberteil und einen zwei- bis dreigeschossigen Anbau bekommt. Im Erdgeschoss sind gastronomische Einrichtungen und Verkaufsflächen vorgesehen, in den oberen Etagen Büros. Auch ein Beherbergungsbetrieb ist denkbar. Noch ungewiss ist, wie der ehemalige Wasserbehälter genutzt wird.

SVV-Beschluss im Dezember

Der Stadtrat soll im Dezember das städtebauliche Konzept beschließen. Auf dieser Grundlage können Fördermittel für den Umbau beantragt werden. Die Zustimmung gilt als sicher. In den Gremien gab es großen Zuspruch für das Konzept. Der Stadtentwicklungsausschuss empfahl der SVV einstimmig, es zu beschließen. „Das Konzept ist städtebaulich und optisch sehr ansprechend“, sagte Ausschussvorsitzender Tobias Schröter (SPD) der MAZ.

Weiterer Baustein im Bahnhofsumfeld

Die Sanierung des Turm sein ein weiterer Baustein bei der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes. „Wir sind noch lange nicht fertig“, sagte Schröter. Besonders die Parkmöglichkeiten für Autos seien noch nicht geklärt. Schröter kündigte dazu eine Sondersitzung des Ausschusses an. „Das ist nicht nur ein Problem für Pendler.“ Die Stadtverwaltung hat zum Parken in der Innenstadt eine Studie beauftragt, deren Ergebnisse im Ausschuss ausführlich besprochen werden sollen.

Zustimmung im Ortsbeirat

Im Königs Wusterhausener Ortsbeirat stoßen die Wasserturm-Pläne ebenfalls auf Wohlwollen. „Wir finden das toll. Selbst wenn die Pläne nicht komplett umsetzbar sind, passt das künftige Erscheinungsbild gut zum Bahnhof und zum Umfeld“, sagte Ortsvorsteherin Elke Voigt. Sie hofft nun auf eine zügige Umsetzung.

So sieht der Wasserturm heute aus. Quelle: Frank Pawlowski

Das Gelände rund um den Wasserturm soll völlig umgestaltet werden. Die Stadt baut entlang der Bahnlinie ein zweigeschossiges Fahrradparkhaus, das mit dem Turm ein stimmiges Ensemble bilden soll. Der Baustart ist für Mai 2019 vorgesehen, die Fertigstellung für Ende 2019. Es wird rund 600, überwiegend kostenfreie Stellplätze geben. 70 kostenpflichtige, abschließbare Fahrrad-Parkplätze soll es geben, außerdem ist die Ansiedlung einer Service-Station geplant. Das Land Brandenburg fördert den Bau mit knapp 1,9 Millionen Euro, die Stadt steuert knapp 750 000 Euro bei.

Pläne gab es schon zu DDR-Zeiten

Der Wasserturm sollte schon einmal zu DDR-Zeiten saniert werden. Ein Café und eine Aussichtsplattform sollten entstehen. Doch aus den Plänen wurde nichts. Der 18 Meter hohe Turm wurde im Jahr 1905 erbaut. Einst wurden hier Lokomotiven mit Wasser befüllt. Seit den 1950er Jahren ist er außer Betrieb. Wann die Umbauarbeiten am Turm beginnen, ist noch nicht absehbar.

In den zurückliegenden Jahren wurde das Bahnhofsumfeld neu gestaltet, unter anderem wurde ein neuer Fußgängertunnel gebaut. Der Straßentunnel in der Storkower Straße soll ebenfalls noch neu gebaut werden. Die Stadt bemüht sich seit vielen Jahren darum.

Von Frank Pawlowski