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Königs Wusterhausen Brücken-Termin wackelt nicht
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00:20 28.07.2018
Die kaputte Brücke für Fußgänger und Radfahrer liegt seit November 2016 im KWer Hafen. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Die kaputte Radwegbrücke zwischen dem Königs Wusterhausener Ortsteil Niederlehme und der Stadt Wildau liegt weiter unberührt im Hafen. Im Wildauer Stadtrat sorgte das zuletzt wieder für Gesprächsstoff. Auch MAZ-Leser schütteln den Kopf.

Auftrag noch nicht vergeben

Wildaus amtierender Bürgermeister Marc Anders hatte in der SVV Anfang Juli darüber informiert, dass die Auftragsvergabe bevorstehe. Doch passiert ist seither immer noch nichts. Federführend bei dem Vorhaben ist die Stadtverwaltung in Königs Wusterhausen. Die teilte am Montag auf MAZ-Anfrage mit: „Wir sind mit der Vergabe zwar eine Woche im Verzug, der geplante Termin für die Fertigstellung der Brücke im Dezember wird dennoch zu halten sein.“

Der Abbau der Dahme-Brücke vor gut anderthalb Jahren. Quelle: Gerlinde Irmscher

BER schneller fertig?

Marc Anders hatte die Verzögerungen mit dem „komplexen Vergabeverfahren“ begründet. „Das ging nicht schneller.“ Zuvor hatte ein Besucher sich nach der Brücke erkundigt und seinem Unmut Luft gemacht. Er erinnerte daran, dass der Wiederaufbau schon einmal für Ende 2017 angekündigt worden war. „Der BER-Flughafen eröffnet vielleicht eher als die Brücke“, sagte er spöttisch.

Stadtpolitiker sind verärgert

Auch Wildaus Stadtpolitiker reagierten ungehalten. SVV-Vorsitzende Angela Homuth (SPD) erklärte zum sich hinziehenden Verfahren: „Wir sind genauso verärgert darüber. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns auf die Stadt Königs Wusterhausen verlassen.“

Wildaus SVV-Vorsitzende Angela Homuth (SPD). Quelle: Privat

Beschlüsse sind ein Jahr alt

Die Beschlüsse zur Brückensanierung waren schon im vorigen Sommer in den beiden Stadträten gefasst worden. MAZ-Leser Bernd Schust aus Wildau schrieb jetzt der Lokalredaktion. „Das ist ein Schildbürgerstreich“, findet er. Es sei unverantwortlich, dass Radfahrer und Fußgänger immer noch viel befahrene L30 benutzen müssen, die parallel zu dem Radweg verläuft. „Muss das Kind erst in den Brunnen fallen, bis etwas getan wird?“, fragt er.

Vor einigen Tagen habe er sich die Brücke im Hafen angeschaut. „Da war seit langem kein Arbeiter, das Unkraut drumherum ist nicht mal umgetreten.“ Er verweist ebenfalls darauf, dass die Brücke längst wieder stehen sollte.

Erst Sperrung, dann Abbau

Die Holzbrücke war im September 2016 wegen Einsturzgefahr gesperrt und im November abgebaut worden. Tragende Brückenteile waren verfault. Es wurde ein Neubau erwogen, doch nach einem Expertengutachten entschied man sich für eine Zwischenvariante. Demnach wird der untere Teil durch eine Stahlkonstruktion ersetzt, das Holzdach bleibt erhalten.

Gesamtkosten von rund 600.000 Euro fallen an. Diese Sanierung soll von der Planung bis zum Wiederaufbau binnen sechs Monaten möglich sein.

Von Frank Pawlowski

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