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Königs Wusterhausen Zernsdorfer fordern Gehweg für Schulkinder
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17:34 29.10.2019
Schulweg ohne Gehweg: Von der Mittelstraße führt die Alte Trift direkt zur Schule. Kinder müssen sich die Straße mit den Autos teilen. Quelle: Frank Pawlowski
Zernsdorf

In der Straße Alte Trift, in der sich die Grundschule Zernsdorf befindet, fehlt größtenteils ein Gehweg. Im Zernsdorfer Ortsbeirat ist das schon vor einer Weile besprochen worden. Der Vater eines Schulkindes brachte das Thema auf. „Das ist wirklich eine Gefahrenquelle für die Kinder; da sollte was gemacht werden“, sagt Ortsvorsteherin Karin Schwitalla der MAZ. Die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule, Ivonne Schütze, ist ebenfalls besorgt: „Das ist gefährlich.“ Allerdings sorgten dafür auch Eltern selbst, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schule fahren. Oft seien sie schnell unterwegs.

Die Straße Zum langen Berg führt ebenfalls zur Grundschule in der Alten Trift. Hier gibt es nur Trampelpfade neben der Fahrbahn. Quelle: Frank Pawlowski

Im Königs Wusterhausener Stadtrat stellte die AfD-Fraktion nun den Antrag, einen provisorischen Gehweg auf der Alten Trift zwischen Platanenallee und Mittelstraße zu errichten. Dafür solle unter anderem ein Grünstreifen neben der Straße begehbar gemacht werden. Als andere Variante wird vorgeschlagen, die Alte Trift in Richtung Platanenallee zur Einbahnstraße zu machen. So könne ein Teil der Fahrbahn als Gehweg abgetrennt werden.

Grünstreifen als Gehweg nutzen

AfD-Stadtverordneter Jens Schulz, der auch Mitglied im Zernsdorfer Ortsbeirat ist, warb in der SVV für den Vorschlag, zwischen Mittelstraße und Grundschule einen Grünstreifen neben der Straße freizumachen, auf dem die Kinder gehen können. Ein Gehweg fehle seit 40 Jahren. Laut Schulz wäre der Weg 1,60 Meter breit und rund 300 Meter lang. Bäume müssten nicht gefällt werden. Das lasse sich kostengünstig und schnell umsetzen. In zwei Ausschüssen gab es zuvor jedoch keine Empfehlung dafür.

Planung für neuen Gehweg

Die Stadtverwaltung hatte erklärt, dass im Haushalt für das Jahr 2020 bereits Planungskosten für einen Gehweg in der Alten Trift eingestellt werden sollen. Darauf verwies in der SVV die zuständige Fachbereichsleiterin Michaela Wiezorek. Den provisorischen Grünstreifen hält sie für keine sichere Lösung. Allerdings verstehe sie das Anliegen. Sie versprach, dass die Verwaltung prüfen werde, wie die Sicherheit für die Kinder verbessert werden kann. „An möglichen Gefahrenstellen handeln wir sofort, so ist es auch für alle anderen Schulstandorte vereinbart“, sagte sie. Eine schnelle Lösung für Zernsdorf werde es aber nicht geben.

Die SVV Königs Wusterhausen diskutierte am 28. Oktober 2019 über den Gehweg-Antrag für Zernsdorf, der am Ende zurückgezogen wurde. Quelle: Frank Pawlowski

Stadtverordnete äußerten ebenfalls Verständnis für die Forderung aus Zernsdorf. „Ich hoffe, dass nicht erst was passiert“, sagte FWKW-Fraktionschef Thomas Stiller. Er sprach sich für eine temporäre Lösung bis zum beabsichtigten Neubau aus. Stadtverordneter Stefan Lummitzsch nannte den Antrag begründet. Priska Wollein (UBL/UFL) brachte eine Parkmöglichkeit für Eltern unweit der Schule ins Gespräch, um den Verkehr in der Alten Trift zu reduzieren. Sie hält eine Übergangslösung ebenfalls für notwendig. „Bis zum tatsächlichen Neubau werden zwei bis fünf Jahre vergehen. Das ist zu lange“, sagte sie. Kämmerer Axel Böhm hält es für möglich, dass die Alte Trift schon im Jahr 2021 ausgebaut wird. Den Wunsch nach einer schnellen Lösung verstehe er, daher sei die Idee gut, die Situation zu entschärfen.

Beifall für Wortmeldung

Beifall aus dem Publikum gab es für die Wortmeldung des CDU-Stadtverordneten Martin Meinert. „Der Grünstreifen wäre ein machbarer Weg, das sollte man sich vor Ort noch einmal anschauen. Wir sollten eine praktikable Lösung finden“, sagte er.

AfD zieht Antrag zurück

Zur Abstimmung über den AfD-Antrag kam es in der SVV aber nicht mehr. Die Fraktion zog den Antrag zurück, will ihn nun noch einmal in den zuständigen Fachausschuss einbringen. Das hatte zuvor Stadtverordneter Rainer Fricke (Wir für KW/BVO) vorgeschlagen. Der Verwaltung solle damit die Möglichkeit gegeben werden, um doch noch nach einer kurzfristigen Alternative zu suchen, sagte er.

Von Frank Pawlowski

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