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Königs Wusterhausen Wieder Zoff um Bauvorhaben
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08:29 21.08.2018
Um diese Einmündung an der Berliner Straße geht es. Die Zufahrt rechts führt zum ehemaligen Commundo-Hotel. Die Stadt möchte, dass der Kreis die unübersichtliche Kreuzung ausbaut. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Die Stadt Königs Wusterhausen will dem Umbau des früheren Commundo-Tagungshotels auf dem Funkerberg durch den Landkreis nicht ohne weiteres zustimmen. Bedingung ist, dass der Landkreis die Zufahrt an der Berliner Straße ebenfalls umbaut und eine Bushaltestelle errichtet wird. Der Kreis will in dem Gebäude seine Schule des Zweiten Bildungsweges, ZBW, unterbringen.

Blick von der Commundo-Zufahrt aut die Berliner Straße. Quelle: Frank Pawlowski

 

Die Stadt rechne mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen, teilte eine Sprecherin auf MAZ-Anfrage mit. Die spitzwinklige Einmündungsbereich an der Berliner Straße sei für Lieferfahrzeuge, Busse und LKW nur eingeschränkt befahrbar. „Insofern stellt die Ausfahrt dieser Fahrzeuge eine Gefahrenquelle dar und muss zum gegenwärtigen Zeitpunkt untersagt werden“, so die Stadtsprecherin.

Die Einfahrt zum Commundo-Gelände. Quelle: Frank Pawlowski

 

Die Stadt selbst sei „aufgrund anderer dringend anstehender Probleme“ derzeit nicht in der Lage, den Kreuzungsbereich selbst umzubauen. Sie würde die Kosten aber zur Hälfte tragen, wenn der Kreis den Umbau „im Interesse der geplanten Nutzung“ übernehmen würde. Die Nachnutzung des Commundo-Hotels werde ausdrücklich begrüßt. „Es ist erfreulich, dass in die Mauern wieder Leben einziehen wird.“

Der verwilderte Zugang zum Tagungshotel. Das Gebäude steht einigen jahren leer, es wurde von der Telekom genutzt. Quelle: Frank Pawlowski

Die Zustimmung zum Bauvorhaben sei unter der Bedingung in Aussicht gestellt worden, dass die ÖPNV-Anbindung mit einer Haltestelle gesichert und eine Vereinbarung getroffen wird, dass der Kreis den Kreuzungsumbau bis 2021 durchführe.

Seitenflügel des Gebäudes, davor ist ein großer Parkplatz. Quelle: Frank Pawlowski

 

Landrat Stephan Loge (SPD) sagte der MAZ, das Bauordnungsamt bearbeite derzeit noch die Stellungnahmen zum geplanten Hotel-Umbau. Zu den Forderungen der Stadt Königs Wusterhausen sagte er: „Ich werde den Kreistag darüber informieren, was uns abverlangt wird.“ Laut Loge befinden sich die Berliner Straße sowie die Zufahrt zum Commundo-Gelände im Eigentum der Stadt Königs Wusterhausen. Sie sei damit für den Kreuzungsumbau zuständig. Zur ÖPNV-Anbindung sagte er, sie werde möglich sein. Allerdings sei der Bau der Haltestelle grundsätzlich Sache der Kommune.

Das ehemalige Commundo-Tagungshotel. Quelle: Frank Pawlowski

Die Schule des Zweiten Bildungsweges befindet sich jetzt in der Herder-Oberschule in der Weinertstraße in Königs Wusterhausen. Der Mietvertrag endet im Juli 2019, nachdem die Stadt Eigenbedarf angemeldet hatte. Sie braucht die Räume für die neue Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, die mit dem Zusammenschluss von Herder-Oberschule und Bredow-Oberschule entstehen soll.

Das Gebäude-Ensemble ist groß und verzweigt. Quelle: Frank Pawlowski

 

Bereits beim geplanten Jobcenter-Neubau durch den Landkreis in der Max-Werners-Straße hatte die Stadt ihre Veto eingelegt. Ihre Zustimmung knüpft sie an die Bedingung, dass d ein Parkhaus gebaut wird. Der Kreis lehnt das bisher ab. Er will für die 52 Stellflächen, die er im Zuge des Neubaus errichten müsste, der Stadt eine Ablöse zahlen.

Von Frank Pawlowski

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