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Königs Wusterhausen Schulneubau in der Ringstraße
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Schulneubau in der Ringstraße
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19:34 11.07.2018
Hier soll die neue Grundschule gebaut werden. Die Turnhalle (l.) wird integriert, der Jugendclub wird abgerissen. Er bekommt in der Lindenstraße ein neues Domizil. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Die neue Grundschule im Königs Wusterhausener Ortsteil Senzig wird doch nicht am Bullenberg an der Chausseestraße gebaut. Der Stadtrat hat seinen früheren Standortbeschluss aufgehoben und die Ringestraße 28 als neuen Standort bestimmt. Die Stadtverordneten folgten damit einem Vorschlag von Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW), der zuvor im Ortsbeirat und in fünf Fachausschüssen noch abgelehnt worden war.

Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) hat sich mit seinem Vorschlag doch noch durchgesetzt. Quelle: Frank Pawlowski

Ennullat hielt den alten Beschuss für nicht umsetzbar. Der Landkreis bestätigte seine Bedenken jüngst. Allerdings fiel das Votum für die Ringstraße mit acht zu sechs Stimmen knapp aus, es gab sechs Enthaltungen. Zuvor war ein Antrag der Fraktion SPD/WfKW abgelehnt worden, andere Standorte für den Neubau zu prüfen, unter anderem in der Birkenallee, der Werftstraße und an der Seebrücke.

Die Grundschule in der Lindenstraße ist zu klein geworden. Quelle: Frank Pawlowski

Nach Rathausangaben könnte die neue Schule im Februar 2022 in Betrieb genommen werden. Baustart soll im April 2020 sein. Zuvor gibt es noch eine einjährige Umweltprüfung. Die Stadtverwaltung geht ab dem Schuljahr 2021/22 von einer dauerhaften Zweizügigkeit aus. Es wird dann zwölf Klassen mit je 15 bis 18 Kindern geben, zwei Klassen mehr als jetzt.

Anwohner der Ringstraße protestieren

Anwohner der Ringstraße hatten in der SVV protestiert. Die Lage im Wohngebietes sei ungeeignet, vor allem wegen des erwarteten hohen Verkehrsaufkommens. Außerdem würden Rettungswege versperrt. Es wurden auch Bedenken wegen des Naturschutzes geäußert. Vize-Bürgermeister René Klaus (FDP) entkräftete das teilweise, unter anderem mit dem Verweis auf Stellungnahmen der Feuerwehr. Die Natureingriffe gebe es, aber sie seien geringer als am Bullenberg.

Senziger Eltern und Kinder demonstrierten im Juni vor dem Rathaus KW für die Aufstellung neuer Schulcontainer. Quelle: Frank Pawlowski

Der CDU-Stadtverband kritisierte, dass die Stadtverwaltung keine Zugeständnisse gemacht habe. „Mit dieser kompromisslosen Haltung werden die Nachteile der Ringstraße billigend in Kauf genommen“, erklärte CDU-Chef Mario Kühl. Der Bullenberg sei die bessere Alternative. Der Fraktionschef von SPD/WfKW, Ludwig Scheetz (SPD), sagte am Mittwoch: „Wir sind weiter überzeugt, dass die Ringstraße kein geeigneter Standort ist.“

Weg frei für schnellen Neubau

Bürgermeister Swen Ennullat nannte hingegen die Entscheidung „dringend notwendig“. „Damit ist der Weg frei für die schnellstmögliche Errichtung einer modernen zweizügigen Grundschule am Standort Ringstraße sowie die Schaffung eines generationsübergreifenden Zentrums des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens auf dem Gelände und den Gebäuden der alten Schule. Daran werden wir ab jetzt mit aller Kraft arbeiten", teilte er am Mittwoch mit.

Der Container mit vier Klassenräumen neben der Grundschule wird als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Neubaus reichen, so das Rathaus. Quelle: Frank Pawlowski

In der SVV legte die Stadtverwaltung dar, wie sie die aktuellen Platzprobleme der Grundschule in der Lindenstraße lösen will. Eine der beiden neuen ersten Klassen hat noch keinen Raum. Eltern fordern die Aufstellung zusätzlicher Container, doch die werden laut der zuständigen Fachbereichsleiterin Ria von Schötter nicht benötigt. „Wir haben ausreichend Platz. Es ist nicht ideal, aber es geht“, sagte sie.

Vorhandene Container werden 2021 umgesetzt

Die Container mit vier Klassenzimmern neben der Senziger Schule sollen nach Ablauf des Pachtvertrages im Jahr 2021 an einen anderen Ort in Schulnähe umgesetzt werden.

Von Frank Pawlowski

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