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Königs Wusterhausen Science-Slam feiert Premiere
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01:15 12.08.2018
Madlen Ziege (4. v. l.) und Daniel Meza Arredondo (3. v. r.) teilen sich den Siegerpokal. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Nach dreimal Berg-Slam zu den Bergfunk-Kulturtagen in Königs Wusterhausen war es für die Veranstalter an der Zeit, mal etwas Neues zu probieren. Deshalb gab es am Mittwochabend den ersten Science-Slam. Caro Fuhrig, Patrick Walter und Benjamin Weichert luden sich „Schlauberger“ ein. Diese hatten zehn Minuten Zeit, ihre wissenschaftlichen Themen an denen sie gerade arbeiten, so umzusetzen, dass die Zuhörer nicht nur verstehen, worum es geht. Es sollte auch noch witzig an den „Pöbel“ gebracht werden.

„Hallo, willkommen!“, begrüßte Caro Fuhrig, die gemeinsam mit Patrick Walter die Moderation übernommen hatte, die rund 180 Besucher im Maschinensaal des Sendehauses 1 und versprach einen witzigen Abend, bei dem man auch gleich noch etwas lernen könne.

Frau Rotkohl überzeugt mit Spontan-Text

Doch bevor die Slamer um die Gunst der Zuhörer werben konnten, eroberte erst einmal die Slam-Impro-Band Frau Rotkohl die Bühne, sozusagen zum Warmmachen. Obwohl nach eigener Aussage nicht musikalisch, sorgten die drei Musiker gleich für Stimmung. Sie berichteten, dass sie nur vier Lieder mitgebracht hätten, aber fünf singen sollten. Also seien sie auf Hilfe angewiesen und baten um fünf Wörter sowie einen Liedtitel. „Hitzewelle“ sollte das Lied heißen und die Begriffe Rundfunkstadt, Baumwollschlüpfer, Kühlschrankmotor, Nussecke und Fußpilz enthalten, so der Wunsch der Besucher. Kein Problem für sie Spontan-Texter. Ihr Lied brachte ihnen viel Applaus vom Publikum ein.

Den Anfang beim Science-Slam machte Michael Büker. Der Astroteilchenphysiker war aus Dresden angereist, um mit den Besuchern eine Reise durch die unendlichen vielen Galaxien zu unternehmen, zu erklären, dass die auch schon mal Zeug schicken, das dann untersucht wird oder wie das mit den schwarzen Löchern ist.

Wissenschaft im Schnelldurchlauf

In einer rasanten Sprechgeschwindigkeit erklärte der Mexikaner Daniel Meza Arredondo, wie er neue Solarzellen testet und dass die so ein bisschen wie eine Lasagne seien mit ihren verschiedenen Schichten.

Softwarearchitekt Robert Brunner bewies anhand eines Kusses, dass das Zusammenspiel aller Komponenten essenziell ist. Wadim Wormsbecher war auf der Suche nach einer Formel, die alle Dualitäten der Physik erklärt.

Rainer Suckow bewies anhand eines Experimentes, dass ohne Resonanz gar nichts geht und Madlene Ziege stellt die Frage „Warum lügen Fische?“ in den Raum.

Das Publikum vergab Punkte und am Ende teilten sich Madlen Ziege und Daniel Meza den ersten Platz.

„Was hier läuft zu den Kulturtagen ist toll und heute war wieder ein sehr unterhaltsamer Abend“, sagte Lydia Schneider aus Wildau.

Von Gerlinde Irmscher

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