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Königs Wusterhausen Hilferuf für Solar-Dächer hat gewirkt
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19:40 25.10.2019
Die Photovoltaik-Anlagen vom dem Dach des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Königs Wusterhausen enden wohl doch nicht als Sondermüll. Quelle: Uwe Peschel
Königs Wusterhausen

Uwe Peschel ist erleichtert. Seine „Babys“ landen nun wohl doch nicht auf dem Müll. Der Hilferuf des Ex-Lehrers in der MAZ für die Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Königs Wusterhausen hat gewirkt.

Interessenten meldeten sich

„Es haben sich mehrere Interessenten gemeldet, die sie übernehmen wollen“, berichtet er. Darunter ist ein Verein aus Bayern, der laut Peschel ein bundesweit renommierter Akteur des Projekts „Sonne in der Schule“ ist. Aber auch aus der Stadt Königs Wusterhausen und aus Bestensee gebe es Anfragen. Bei Peschel erkundigten sich außerdem weitere Kreispolitiker. Die SPD-Abgeordnete Tina Fischer hatte zu den Solaranlagen zuvor bereits eine Anfrage an den Landrat gerichtet.

Das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski

Das Schulgebäude des Gymnasiums soll aufgestockt werden. Die Solardächer müssen deshalb weichen. Der Landkreis als Schulträger sieht sich nicht als Eigentümer der Anlagen. Da sie aber nicht mehr funktionstüchtig seien, sollen sie entsorgt werden, teilte der Kreis mit. Doch das will Uwe Peschel unbedingt verhindern. Er hat vor 20 Jahren die Schüler-Initiative zum Aufbau der ersten Photovoltaik-Anlage auf dem Schuldach unterstützt und half bei der Gründung der Schülerfirma Energie-Team. Sie errichtete später weitere Anlagen, verkaufte gewinnbringend den Solarstrom.

Anlagen als Ersatzteilspender

Peschel war Aufsichtsratsvorsitzender der Aktiengesellschaft, er sieht noch heute in der Funktion, weil die Schülerfirma offiziell nicht aufgelöst worden sei. Vor einigen Jahren verließ der Lehrer das Gymnasium. Gemeinsam mit ehemaligen Schülern setzt er sich für deren Erbe ein. Er berichtet, dass die Anlagen nun unter anderem als Ersatzteilspender dienen sollen. Der Solarverein aus Bayern will sie dafür nutzen. „Das Energie-Team lebt somit in anderen Projekten weiter“, sagt Uwe Peschel. „Das fühlt sich auch für die vielen Schüler gut an, die in all den Jahren mitgewirkt haben.“ Vor allem die mögliche Übernahme von Teilen der ausrangierten Solartechnik durch Schulen würde ihn daher freuen. „Das ist ein Transfer, der Sinn macht.“ Denn die nachhaltige Energiegewinnung durch das Solarprojekt sei stets auch eine Bildungsaufgabe gewesen.

Inzwischen keimt in Uwe Peschel sogar die Hoffnung auf, dass auch das Gymnasium selbst nach dem Umbau wieder zum Energieproduzenten wird. „Es wäre möglich, neue Solaranlagen anzuschaffen“, sagt er. Zunächst will er sich aber weiter für die Rettung der alten Technik einsetzen. Konkrete Ansprachen zum Abbau gibt es nämlich noch nicht.

Von Frank Pawlowski

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