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Königs Wusterhausen Stadt will Niederlehmer Wasserturm kaufen
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06:16 27.11.2018
Der Wasserturm an der Autobahn A10 ist ein Wahrzeichen Niederlehmes. Er wurde 1902 errichtet, ist 27 Meter hoch. Quelle: Frank Pawlowski
Niederlehme

Der Niederlehmer Wasserturm an der Autobahn A 10 soll ein öffentliches Gebäude werden. Die Stadt Königs Wusterhausen will den Turm kaufen. Ein Café, ein kultureller Veranstaltungsort und die Anmietung von Räumen für private Zwecke sind denkbare Nutzungsmöglichkeiten. Der Heimatverein hat dazu bereits ein Konzept vorgelegt. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Entscheidung im Stadtrat

Im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sind Mittel für den Kauf vorgesehen. Der Stadtrat entscheidet am 3. Dezember darüber. Der Turmherr soll zum Verkauf bereit sein. Die Zustimmung des zuständigen Landesbetriebes zu einer öffentlichen Nutzung steht allerdings noch aus. Erst wenn die vorliegt, kann der Kauf über die Bühne gehen.

Kritik an Ortsvorsteherin

Im Niederlehmer Ortsbeirat sind die Pläne der Stadt auf Zustimmung gestoßen. Doch Ortsvorsteherin Ina Engel (SPD) spricht sich nun als Stadtverordnete gegen den Kauf aus. Das brachte ihr scharfe Kritik von der Freien unabhängigen Wählergemeinschaft, FWKW, ein. Engel

Ortsbeiratsmitglied Katharina Ennullat (FWKW). Sie ist die Ehefrau von Bürgermeister Swen Ennullat. Quelle: Privat

missachte damit das einstimmige Votum des Ortsbeirates, so Ortsbeiratsmitglied Katharina Ennullat (FWKW). „Ich bin fassungslos. Der Ankauf ist eine einmalige Chance, den Turm allen Einwohnern und Gästen zugänglich zu machen. Diese sollten wir unbedingt ergreifen“, sagte sie.

Niederlehmer Attraktion

Der Wasserturm könne zu einer besonderen Attraktion in Niederlehme werden. Sie forderte Ina Engelauf, sich doch noch zum Kauf zu bekennen. Engel will sich bei der Haushaltsabstimmung in der SVV der Stimme enthalten. Dennoch zeichnet sich eine Mehrheit für den Haushalt ab. Der Hauptausschuss gab zuletzt eine einstimmige Beschlussempfehlung ab.

Bedenken wegen hoher Folgekosten

Ina Engel sieht daher in der öffentlichen Kritik an ihr Anzeichen des bevorstehenden Wahlkampfes. „Als Ortsvorsteherin bin ich für den Erwerb des Turms, doch als Stadtverordnete habe ich wegen der finanziellen Verpflichtungen, die auf die Stadt zukommen, große Bedenken“,

Ortsvorsteherin Ina Engel (SPD). Quelle: Frank Pawlowski

sagte sie. Die Sanierung des Gebäudes würde Millionen kosten. Das könne sie angesichts der vielen anderen Aufgaben in der Stadt nicht mittragen. Sie kündigte für die SVV am kommenden Montag eine Erklärung dazu an.

Ortsbeirat ist irritiert

Der stellvertretende Ortsvorsteher Michael Böhm findet den Hinweis auf die Folgekosten berechtigt, das sei aber kein Grund, gegen den Kauf des Wasserturms zu sein. „Es wird noch viele Probleme geben, doch wenn wir von Anfang an blockieren, werden wir sie nicht lösen können.“ Es habe ihn irritiert, dass die Ortsvorsteherin in der SVV die Position des Ortsbeirates nicht mehr vertreten habe.

Eigentümer bekam keine Baugenehmigung

Ein Privatmann aus Berlin erwarb den Wasserturm vor einigen Jahren. Der Familienvater wollte dort wohnen. Doch er bekam keine Baugenehmigung, nachdem der Landesbetrieb für Straßenwesen ein Veto eingelegt hatte. Autofahrer auf der Autobahn könnten vom Licht im Turm abgelenkt werde, so die Begründung. Den Turm ließ 1902 der Besitzer des Kalksandsteinwerks, Robert Guthmann, errichten.

Von Frank Pawlowski

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