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Königs Wusterhausen Firma von Union-Berlin-Boss siedelt sich im Hafen an
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18:45 03.02.2020
Röfa-Gesellschafter und Union-Boss Dirk Zingler vor einem Lkw seiner Firma. Quelle: Daimler Ag
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Königs Wusterhausen

Der Hafen Königs Wusterhausen meldet eine neue, große Gewerbeansiedlung. Die Logistik-Firma Röfa – die Logistiker hat ein 2,5 Hektar großes Grundstück gekauft und will dort einen zentralen Logistikstandort entwickeln. Einen entsprechenden Vertrag hat der geschäftsführende Gesellschafter der Firma, Dirk Zingler, bereits unterschrieben. Zingler ist kein Unbekannter: Er ist seit 2004 Vereinsboss des Fußball-Bundesligisten Union Berlin.

Seine ebenfalls in Berlin ansässige Firma Röfa hat sich allerdings auf deutlich gewichtigere Dinge als Fußbälle spezialisiert. Der Logistiker hat den Transport von Baustoffen zu seinem Geschäft gemacht. Nach eigenen Angaben fahren rund 250 Lkw der Firma durchs Land und transportieren Beton, Stahl und Schüttgüter auf Großbaustellen. Unter anderem versorgte das Unternehmen den Neubau der ICE-Trasse KölnFrankfurt mit Baustoffen und lieferte dafür insgesamt knapp eine Million Kubikmeter Beton.

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Eines der letzten freien Grundstücke mit Gleiszugang gesichert

Der Umschlag dieser Baustoffe soll künftig auf dem neuen Gelände der Firma in Königs Wusterhausen passieren. Röfa sicherte sich dafür eines der letzten freien Gewerbegrundstücke im Hafen mit Gleis- und Wasserzugang in der ersten Reihe des Hafens – weil der Betontransport auch mit Bahn und Binnenschifffahrt abgewickelt werden soll. „Der ökologische Standpunkt spielt für uns eine große Rolle. Wir versuchen deshalb, den Transport von Massengütern soweit es geht auf Schiff und Schiene zu verlegen“, sagt Prokurist Frank Miethke.

Das Hafengelände in Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski

Für Dirk Zingler, ist die Ansiedlung in Königs Wusterhausen dabei eine Art Heimkehr. Zingler ist in Königs Wusterhausen geboren und aufgewachsen. Die Firma Röfa startete er allerdings in der Hauptstadt – mit der Einrichtung eines Betonwerks im Jahr 1991. Seither hat der Logistiker ein ganzes Netz von Standorten für die Abwicklung von Beton-, Zement-, Kies-, Sand- und anderen Baustofftransporten aufgebaut. Königs Wusterhausen soll künftig ein weiterer dieser Standorte werden.

Lutra-Chef Fiedler begrüßt den Verkauf

Auch für die Hafengesellschaft Lutra ist das eine erfreuliche Nachricht. Der Hafen bemüht sich nach dem Aus der Kohletransporte aus der Lausitz nach Berlin vor gut drei Jahren darum, den wirtschaftlichen Verlust zu kompensieren und sich als Gewerbe- und Logistikstandort neu zu erfinden. Lutra-Geschäftsführer Michael Fiedler begrüßte die Röfa-Ansiedlung entsprechend. Sie zeige, „dass unser Leistungsportfolio sehr attraktiv ist“, so Fiedler. Mit dem Verkauf des Grundstücks sei „nach der Beendigung des Kohleumschlags die Umstellung auf andere Schwerpunkte weitestgehend gemeistert“.

Laut einer Mitteilung der Stadt Königs Wusterhausen hat Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) die Verhandlungen persönlich auf den Weg gebracht und über Monate hinweg intensiv begleitet. „Es zeigt, dass der Hafen auf einem sehr guten Weg ist“, wird Ennullat in der Mitteilung zitiert. „Ich denke, dass dieser Schritt auch eine Strahlkraft für andere Firmen haben kann.“

Laut Internetseite des Hafens Königs Wusterhausen haben sich aktuell 15 Unternehmen am Hafen angesiedelt. Zwölf Gewerbeflächen sind noch zu verkaufen. Davon haben allerdings nur noch drei eine Gleis- und Kaianbindung. Der Hafen ist als Industriestandort ausgewiesen. Deshalb ist dort auch der Betrieb von Gewerbe möglich, dass einen höheren Emissionsausstoß hat.

Von Oliver Fischer

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