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Königs Wusterhausen Die Kunst des Baumschnitts
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17:50 17.02.2019
Wie macht man einen Obstbaumschnitt? - diese Frage interessierte viele Leute. Deswegen war die VHS Veranstaltung mit der Baumschule Puchert aus Zeesen bestens besucht am Sonnabend. Quelle: Andrea Müller
Zeesen

Rund 30 Frauen und Männer aus der Gegend um Königs Wusterhausen nahmen am Sonnabend an einem Kurs der Volkshochschule (VHS) Dahme-Spreewald zum Obstbaumschnitt teil. Die Volkshochschule arbeitet bei diesem Thema schon über Jahre mit der Baumschule Puchert zusammen, wo der Schnellkurs in der Kunst des Obstbaumschnitts stattfand.

Betagter Apfelbaum

Stefan Puchert hatte wie immer einen schönen alten Baum für diesen Kurs in seinem Garten ausgesucht und alle wichtigen Werkzeuge – von der Baumschere bis hin zum Fuchsschwanz – bereit gelegt. Der Apfelbaum hat bereits seine 80 bis 90 Jahre auf dem Buckel. „Den habe ich nicht selbst gepflanzt“, scherzte er mit den Kursbesuchern. Interessant war seine Geschichte zu den Früchten des Obstbaumes. Als er gepflanzt wurde, seien seine Früchte Kaiser-Wilhelm-Äpfel genannt worden. Später sei der Kaiser weggefallen. Nach der Wende füge man dem Wilhelm beliebig immer mal wieder andere Beinamen zu.

Zeit und Geduld notwendig

Zunächst ging Puchert auf die Problematik Flechten ein. „Hier genügt schon oft eine Bürste, um sie zu beseitigen“, erklärte er. Dann begann er direkt mit den Ausführungen zum Baumschnitt. Dafür müsse man sich Zeit nehmen; Geduld haben, den Baum zunächst genau zu betrachten. Nur so sei zu erkennen, wo Schere und Säge angesetzt werden sollten. Möglichst sollte beim Schnitt die Rinde nicht einreißen. Leichter gesagt als getan. Denn auch bei ihm riss die Rinde leicht. Stefan Puchert begradigte diese Wunde aber anschließend mit dem Fuchsschwanz.

Werkzeug erläutert

Der Baum-Fachmann ging auch ein auf den Wasserhaushalt, auf ein- und mehrjährige Triebe und erklärte, warum man nicht nur die einjährigen Äste schneiden dürfe. „Wenn man die Einjährigen abschneidet jedes Jahr, woher sollen dann die Zwei- und Dreijährigen kommen?“, fragte er. Bei jeder seiner Handlungen am Apfel-Senior erläuterte er auch das Werkzeug, das man am besten nutzen sollte. Einige Gäste stöhnten, denn sie kannten die Preise. „Mit den Gartenwerkzeugen ist es wie mit den Sommersachen. Die kauft man am besten im Winter“, scherzte Puchert.

In luftiger Höhe

Schließlich schwang sich Puchert auch die Leiter hinauf in die Krone des Baumes. Dort zeigte er, wo sich Zweige nach unten neigen oder anderen starken Ästen das Licht rauben. Beherzt ging er mit der Säge ins Holz. „Man muss das Licht nach unten bringen“, sagte er dabei, ohne auf den schwankenden Grund unter seinen Füßen zu achten. So erziele man, dass die Früchte nicht nur oben im Baum wachsen, sondern auch dort, wo man ran kommt.

Apfelzweige für die Vase

Während der rund vierstündigen Ausbildung lernten die Besucher jede Menge, „Ich gehe nachher gleich in den eigenen Garten“, kündigte Marion Albert aus Bestensee an. Andere zückten schon vor Ort die Gartenschere, um sich Apfelzweige für die Vase daheim mitzunehmen.

Von Andrea Müller

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