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Königs Wusterhausen Kreis stellt Verfahren gegen Perlick ein
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Kreis stellt Verfahren gegen Perlick ein
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06:28 21.07.2018
Jörn Perlick Quelle: Rolf Arnold
Königs Wusterhausen

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat das Disziplinarverfahren gegen Königs Wusterhausens Kämmerer und Beigeordneten Jörn Perlick (CDU) eingestellt. Das bestätigte Landrat Stephan Loge (SPD) auf MAZ-Anfrage. Gegen Perlick wurde wegen angeblicher rassistischer Äußerungen über Flüchtlinge ermittelt, die er 2015 in einer Dienstberatung gemacht haben soll.

Kein Hinweis auf Dienstvergehen

Mangels Beweisen waren die Ermittlungen bereits vor einigen Wochen beendet worden. Der Verdacht eines Dienstvergehens habe sich nicht bestätigt, hieß es. Perlick hatte den Vorwurf stets vehement bestritten. Den Rathaus-Mitarbeiter, der ihn beschuldigte, hat er wegen Verleumdung angezeigt.

Anzeige des Bürgermeisters

Der Mitarbeiter hatte sich Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) nach dessen Amtsantritt im Oktober 2017 offenbart. Ennullat veranlasste daraufhin das Disziplinarverfahren gegen seinen damaligen Stellvertreter Perlick und erstatte Strafanzeige gegen ihn. Die Staatsanwaltschaft sah keinen Anlass für Ermittlungen.

Politischer Streit

Der Fall sorgte für politischen Streit. Stadtpolitiker von CDU, SPD und Linken warfen Ennullat eine Vorverurteilung vor, weil er sich frühzeitig öffentlich von Perlick distanziert hatte. Vertreter von FDP und FWKW fanden das hingegen richtig. Im Januar 2018 beantragte Ennullat die Abwahl Perlicks, weil das Vertrauensverhältnis zurüttet sei. In der Stadtverordnetenversammlung gab es dafür aber keine Mehrheit.

Zusammenarbeit ausgeschlossen

Eine weitere Zusammenarbeit schloss Ennullat aus. Im Bürgermeister-Wahlkampf waren beide Kontrahenten. Die Kämmerer-Stelle wurde ausgeschrieben. Perlick selbst ist seit Monaten erkrankt. Ob er noch einmal in den Dienst zurückkehrt, ist ungewiss. Seine achtjährige Wahlzeit als Beigeordneter des Bürgermeisters endet im Januar 2019. Er war 2011 auf Vorschlag des damaligen Bürgermeisters Lutz Franzke (SPD) gewählt worden.

Axel Böhm wird neuer Kämmerer

Wie die Königs Wusterhausener Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, wird die Stelle des Kämmerers mit Axel Böhm neu besetzt. Das wurde in der Stadtverordnetenversammlung im nicht öffentlichen Teil auf Vorschlag des Bürgermeisters beschlossen.

Führungsriege jetzt komplett

Der Niederlehmer Axel Böhm wird seinen Dienst voraussichtlich zum 1. September antreten, damit er sich einarbeiten könne. Die Stelle sei zum 12. Januar 2019 frei, teilte die Stadt mit. Böhm ist derzeit Prüfer beim Bundesrechnungshof. Er habe sich aufgrund seiner Qualifikation und Berufserfahrung als der am besten geeignete Bewerber gegen zehn weitere Interessenten durchgesetzt, teilte das Rathaus mit. Außerdem habe er einen regionalen Bezug und sei der Stadt eng verbunden. Die Verwaltungsspitze um den Bürgermeister sei dann wieder komplett.

Von Frank Pawlowski

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