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Königs Wusterhausen Rentnerin beklagt Lücke in der Stadtlinie
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Rentnerin beklagt Lücke in der Stadtlinie
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15:47 25.11.2019
Gisela Freydank, 76, aus Königs Wusterhausen setzt sich für eine Verlängerung der Stadtlinie 739 bis zum Kirchplatz ein. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Die Schritte fallen ihr schwer. Sie muss langsam gehen. Doch trotz ihrer Parkinson-Erkrankung ist die 76 Jahre alte Gisela Freydank ausgesprochen mobil. Fast täglich ist sie in Königs Wusterhausen unterwegs. Ein Auto hat sie nicht. Sie ist auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Doch der hat für sie eine folgenreiche Lücke.

Endstation Bahnhof

Die Rentnerin wohnt im Schulweg. Wenn sie mit dem Bus in die Stadt will, muss sie nur ein paar Meter bis zum Kirchplatz laufen. Doch der Rückweg gestaltet sich deutlich schwieriger. Denn die Busse der Stadtlinie 739 enden am Bahnhof. Von dort ist es für Gisela Freydank ein langer und anstrengender Fußweg nach Hause. Sie könnte den Bus einer anderen Linie nehmen, die den Kirchplatz anfährt. Das empfindet sie als sehr umständlich. Und eigentlich auch unnötig.

Ein Bus der Stadtlinie am Bahnhof Königs Wusterhausen. Quelle: Frank Pawlowski

Denn der Stadtbus müsste ja einfach nur zurück bis zum Kirchplatz fahren, findet sie. Deshalb wünscht sie sich von der Busgesellschaft RVS, die Lücke in der Stadtlinie zu schließen und die Endstation vom Bahnhof dorthin zu verlegen. „Das wäre eine große Erleichterung, auch für die anderen Bewohner auf dem Funkerberg.“

Verzicht auf Treffen

Eine Konsequenz hat Gisela Freydank schon gezogen. Zu den wöchentlichen Treffen ihrer Selbsthilfegruppe am Fontaneplatz im Neubaugebiet geht sie nicht mehr, weil sie schlecht wieder nach Hause kommt. „Das ist mir zu beschwerlich“, sagt sie. Ihre Arzttermine in der Eichenallee kann sie aber nicht sausen lassen. Hier hat sie einen weiteren Verbesserungsvorschlag. Mit einer Bushaltesstelle in der Eichenallee wäre das Ärztehaus für viele Patienten besser erreichbar, ebenso die Innenstadt für die Busfahrgäste.

Absage der RVS

Lutz Strohschein von der Regionalen Verkehrsgesellschaft RVS kennt die Diskussion um die Königs Wusterhausener Stadtlinie. Einem Lückenschluss erteilt er wieder eine Absage. „Das ist nicht wirklich sinnvoll änderbar“, sagt er. So würde der 20-Minuten-Takt der Stadtlinie nicht mehr zu halten sein. Vom Bahnhof zum Kirchplatz brauche der Bus rund sechs zusätzliche Minuten. An den Einsatz weiterer Busse ist derzeit wegen des Mangels an Fahrern nicht zu denken.

Strohschein verweist darauf, dass deshalb der Umstieg auf die Linie 735 möglich sei, deren Busse von und nach Wildau am Kirchplatz halten. Allerdings sie nur einmal in der Stunde, es gibt also eine Wartezeit. „Das war aber nie anders“, sagt Strohschein.

Eine Überlegung wert

Eine Bushaltestelle auf der Eichenallee kann sich der RVS-Sprecher hingegen vorstellen. „Dieser Wunsch ist bisher noch nicht geäußert worden. Das ist eine Überlegung wert.“ Die Errichtung einer Haltestelle obliege aber der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen, ebenso seien Absprachen mit dem Straßenverkehrsamt Dahme-Spreewald zu führen.

Hoffnung für den Funkerberg

Neue Hoffnung gibt es für eine Busanbindung des Funkerberg. Der Landkreis Dahme-Spreewald baut dort gerade ein früheres Tagungshotel um, die Schule des Zweiten Bildungsweges, die Volkshochschule und die Musikschule sollen 2021 oder 2022 dort einziehen. Laut Strohschein gibt es Überlegungen, den neuen Bildungscampus ans ÖPNV-Netz anzuschließen. Eine Buslinie soll vorbei am Campus einmal über den Funkerberg führen. Spruchreif ist das aber noch nicht.

Von Frank Pawlowski

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