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Königs Wusterhausen Bei der Ampel-Frage sind die Wernsdorfer uneins
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Bei der Ampel-Frage sind die Wernsdorfer uneins
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17:29 24.10.2019
Die Kreuzung Dorfstraße, Niederlehmer Chaussee in Wernsdorf mit der Ampel, die seit vielen Jahren ausgeschaltet ist. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Die große Kreuzung in Wernsdorf an einem Vormittag in der Woche. Auf der Dorfstraße fließt der Verkehr. Es sind nicht viele Autos unterwegs und zu dieser Zeit keine Fußgänger. Ein Autofahrer will links in die Niederlehmer Chaussee abbiegen. Er muss ein bisschen warten, hinter ihm bildet sich eine kleine Warteschlange. Doch sie löst sich rasch wieder auf. Es gibt zwar eine Ampel, aber die ist schon vor vielen Jahren abgeschaltet worden.

Antrag der FWKW-Fraktion

Das soll nun geändert werden. Jedenfalls will das die FWKW-Fraktion im Königs Wusterhausener Stadtrat erreichen. „Der Kreuzungsbereich stellt in alle drei Richtungen für Passanten jeden Alters beim Überqueren ein Problem und Sicherheitsrisiko dar“, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Fraktion schlägt zwei Varianten für die Inbetriebnahme der Ampel vor. Sie soll entweder nach Bedarf durch Knopfdruck oder an den Arbeitstagen von sechs bis neun Uhr und von 14 bis 17 Uhr aktiviert werden.

In diesen Hauptzeiten müssten Kinder, Erwachsene und Senioren die Straße zum Bus, zur Kita oder zum Einkaufen überqueren. Das hohe Verkehrsaufkommen und die Fahrweise der Verkehrsteilnehmer führe zu einem erhöhten Unsicherheitsfaktor der Passanten.

Zuspruch im Stadtrat

Im Königs Wusterhausener Stadtrat gab es bisher großen Zuspruch. Zwei Ausschüsse empfahlen einstimmig, die Ampel wieder einzuschalten. Einen Beschluss der SVV gibt es allerdings noch nicht. FWKW-Fraktionschef Thomas Stiller hatte kurz vor der Sitzung am Montag angekündigt, dass der Antrag noch einmal zurückgezogen wird. So geschah es dann auch. Der Wernsdorfer Ortsbeirat solle erst noch darüber befinden. Er tagt am 5. November.

Im Dorf gehen die Meinungen in der Ampel-Frage auseinander. Eine Frau auf der Dorfstraße hält gar nichts von dem Vorschlag. „Ich bin dagegen“, sagt sie. „Es gibt nur Stau durch die Ampel“, sagt sie. Nach ihrer Ansicht kommen die Fußgänger auch so sicher über die Straße. „Bisher regelt sich das gut alles selbst“, berichtet sie.

Ortsvorsteher ist skeptisch

Skeptisch ist Ortsvorsteher Volker Born (FDP). Er glaubt, dass die meisten Wernsdorfer gut ohne die Ampel leben können. „Es läuft doch jetzt gut. Wenn Gefahr im Verzug wäre, müsste das machen. Aber die sehe ich eigentlich nicht.“ Der Ortsvorsteher erinnert sich noch, als die Ampel nach dem Ausbau der Dorfstraße in Betrieb genommen wurde. „Da herrschte Chaos. Es gab kilometerlange Staus in Richtung Berlin und Neu Zittau.“ Deshalb sei sie damals wieder abgeschaltet worden.

Volker Born betont, dass seit der Eröffnung der Kita im Jahr 1970 kein Kind an der Kreuzung zu Schaden gekommen sei. Überhaupt habe es nur wenige Unfälle gegeben. „Die kann man an einer Hand abzählen.“ Er plädiere für eine weitere Tempo-30-Zone im Ortskern, wie zwischen der Kreuzung und der Kita. Das habe sich bewährt. Dieses Tempolimit könne auf der Niederlehmer Chaussee bis zum Seniorenheim ebenfalls sinnvoll sein. Einen Fußgängerüberweg auf der Dorfstraße oder auf der Niederlehmer Chaussee sei ebenfalls eine denkbare Variante.

Von Frank Pawlowski

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