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Königs Wusterhausen Zukunftstag bei der Firma Schelchen
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Zukunftstag bei der Firma Schelchen
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00:23 31.03.2019
Schüler beim Zukunftstag in der Firma Schelchen in Zeesen. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Stanzen, prägen, steppen, kleben. In Handarbeit werden bei der Firma Schelchen in Zeesen Einlegesohlen für alle möglichen Schuhe hergestellt. Die Marke Pedaq ist dafür weltweit ein Begriff. Beim Zukunftstag bekamen Schüler am Donnerstag einen Einblick in die Produktion. Sie staunten, was außerdem noch alles gemacht wird.

„Ich habe mir das ganz anders vorgestellt. Ich bin positiv überrascht“, sagte Chiara. Die Neuntklässlerin aus dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Königs Wusterhausen hatte nicht erwartet, dass es so viele Bereiche in einem Betrieb für Einlegesohlen gibt. Was vor der Produktion passiert und was danach, erfuhren die Schüler bei Gesprächen mit zwei Mitarbeitern. Christian Wilk wurde bei Schelchen zum Industriekaufmann ausgebildet. „Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen, aber ich war schnell fasziniert von dem Beruf“, berichtete er. Der 38-Jährige ist inzwischen Abteilungsleiter. Er und seine Kollegen besorgen alles, was für die Produktion der Sohlen gebraucht wird. Sie haben mit Hunderten Lieferanten auf der ganzen Welt zu tun.

Abteilungsleiter Christian Wilk berichtete über seine Arbeit im Einkauf. Quelle: Frank Pawlowski

In einem kleinen Labor zeigte Wilk den Schülern, wie Pflegeprodukte für Schuhe getestet werden. „Mir wird nie langweilig“, sagte er. Wer den Beruf erlernen will, sollte ein Abitur in der Tasche haben. Gute Englischkenntnisse sind ein Muss. Auch in Mathe sollten Bewerber fit.

Mittagessen gab’s in der hauseigenen Kantine, in der täglich gekocht wird. Nudeln mit Tomatensauce sowie Gulasch mit Rotkohl wurden aufgetischt. Beides schmeckte hervorragend. Azubis und Praktikanten essen hier kostenlos. Elftklässler Eric Bannmann war nicht nur deshalb beeindruckt. „Die kümmern sich hier gut um ihre Mitarbeiter“, sagte er beim Gang über das Betriebsgelände.

Vertriebsmitarbeiterin Teres Koller (l.) und Prokuristin Sabine Timm. Quelle: Frank Pawlowski

Wie die Sohlen an Mann und Frau gebracht werden, berichtete Vertriebsmitarbeiterin Teres Koller. Die 29-Jährige Industriekauffrau hat ebenfalls bei Schelchen gelernt. Auch sie schwärmte davon, wie abwechslungsreich ihre Arbeit ist. Sie wollte eigentlich Geschichte studieren und hat bei Schelchen ihren Traumberuf gefunden.

Das Interesse am Zukunftstag bei Schelchen war groß. Alle zehn Plätze waren ausgebucht. Prokuristin Sabine Timm und Personalleiterin Susan Bohne betreuten die jungen Besucher. Einer von ihnen konnte sich vorstellen, einmal hier zu arbeiten. „Warum nicht“, sagte Siebtklässler Philipp von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dabendorf. Weitere Schüler kamen vom Humboldt-Gymnasium Eichwalde und von der Förderschule Königs Wusterhausen.

Schüler Eric Bannmann fiel auf, dass sich die Firma gut um ihre Mitarbeiter kümmert. Quelle: Frank Pawlowski

Von Frank Pawlowski

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