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Königs Wusterhausen Stadt beginnt Jubiläumsjahr mit Festakt
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18:48 05.01.2020
Friedrich Wilhelm I. mit Gefolge auf dem Weg vom Schloss zum Kirchplatz. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Dicke Hagelkörner schlugen Friedrich Wilhelm I. samt seiner Gemahlin Sophie Dorothea, den Langen Kerls und Bürgermeister Swen Ennullat ins Gesicht, als sie am Samstagnachmittag vom Schloss zur Bühne auf dem Kirchplatz schritten.

Doch von so einer Lappalie lies sich der Soldatenkönig kaum stören, lag es ihm doch am Herzen seine Wusterhausener höchst persönlich zu begrüßen. Und wenn schon nicht mit Pauken und Trompeten, dann eben mit Hagelkörnern.

Großes Festjahr

Schließlich gibt es in diesem Jahr in der Stadt jede Menge zu feiern: unter anderem 700 Jahre Königs Wusterhausen und 100 Jahre Rundfunk. Dazu gehört auch eine zünftige Eröffnungsfeier, ganz gleich was der Wettergott veranstaltet.

Der König – alias Mike Sprenger – zeigte sich beeindruckt, was in den vergangenen Jahrhunderten aus seinem Wusterhausen geworden ist. „Waren es anfangs rund 80 Hanseln, sind es heute stattliche 38 000 Einwohner“, freute er sich. Er bemängelte allerdings auch, dass er unter seinen Langen Kerls immer noch keinen Wusterhausener hat.

Viele Zuschauer beim Schau-Exerzieren

„Noch mal erleben wir 700 Jahre nicht, also bleiben wir hier, egal was da vom Himmel kommt“, erklärte eine Besucherin, die vor der Bühne stand. Und die vielen anderen waren wohl derselben Meinung, sie harrten aus. So konnten sich die langen Kerls bei ihrem Schauexerzieren nicht über fehlende Zuschauer beklagen.

Letztere hatten zuvor von Friedrich Wilhelm I. erfahren, dass die Kerls ursprünglich eine Jagdtruppe waren. Der König hatte seinerzeit große kräftige Bauernburschen für die Treibjagd ausbilden lassen. Erst danach kam ihm die Idee, die imposanten Männer zu seiner Leibtruppe zu machen.

Festakt hinter verschlossenen Türen

Noch bevor das Volk begrüßt wurde, gab es einen feierlichen Festakt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, zu dem nur wenige offizielle Gäste geladen waren. Veranstaltet wurde der Festakt von Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) und dem Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg (SPSG), Christoph Martin Vogtherr.

Feuershow mit Angelina Quelle: Gerlinde Irmscher

Ein buntes Programm, moderiert von Ralf Jußen erlebten die Besucher auf der Bühne am Kirchplatz. Es spielten die Dixibrothers und die Cottbuser Musikspatzen, das Publikum erfuhr etwas über die Schützengilde Königs Wusterhausen-Wildau, die Teupitzer Schützengilde und den Schützenverein Bestensee. Dann wurde geböllert. Angelina begeisterte mit ihrer Feuershow und natürlich kam das gastronomische Angebot nicht zu kurz.

Schlossmuseum feiert 20 Jahre Sanierung

Auch das Schlossmuseum feiert in diesem Jahr Jubiläum. Am 30. September 2000 wurde es nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten von der SPSG eröffnet.

Viele Besucher nutzen das Angebot, kostenlose halbstündige Führungen durch das Schloss zu machen. So auch Manfred Runow aus Brusendorf. „Da kann ich unserem Enkel einmal zeigen, wo Oma und Opa im September 1974 geheiratet haben“, freute er sich. Der sechsjährige Emil fand die Führung super.

Suchen Mitglieder: die Langen Kerls. Quelle: Gerlinde Irmscher

Am ersten Septemberwochenende werden die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt erreichen. Da können sich die Besucher nicht nur bei dem Stadtfest unter dem Motto „700 Jahre Königs Wusterhausen“ vergnügen, sie bekommen auch die Möglichkeit bei den Langen Kerls hinter die Kulissen zu schauen.

Die Riesengarde, die vor 30 Jähren in Potsdam gegründet wurde, wird ihr Biwak im Schlosspark aufschlagen.

Und vielleicht findet sich ja bis dahin doch noch ein Langer Kerl aus Königs Wusterhausen. „Wir freuen uns über jeden, der bei uns mitmachen will“, sagt Gerd Köhler, der Vorsitzende der Potsdamer Riesengarde.

Von Gerlinde Irmscher

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