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Königs Wusterhausen Kita „Klein und Groß“: Stadt hofft auf Wiedereröffnung Anfang August
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Kita „Klein und Groß“: Stadt hofft auf Wiedereröffnung Anfang August
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17:15 17.06.2019
Die geschlossene Kita „Klein und Groß“ Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Die Nervosität bei den Eltern aus der Königs Wusterhausener Kita „Klein und Groß“ ist in den letzten Tagen spürbar gewachsen. Gründe dafür gibt es mehrere. Und alle hängen damit zusammen, dass die Awo-Kita in der Erich-Kästner-Straße, in der ihre Kinder normalerweise betreut werden, inzwischen seit mehr als zwei Wochen geschlossen ist.

Ursache war ein Wasserschaden. Nach einem Starkregen war Ende Mai Wasser von der Decke getropft. Das soll in der maroden Einrichtung nicht zum ersten Mal vorgekommen sein, diesmal aber ließ die Stadt in Absprache mit der Baubehörde des Landkreises die Einrichtung schließen. Was den ohnehin vorhandenen Betreuungsengpass in Königs Wusterhausen noch verschlimmerte.

Gutachter: Ergebnisse stehen noch aus

Die Eltern warten seither auf das Ergebnis eines Gutachtens. Sie wollen wissen, ob es einen Schimmelbefall gibt und wie schwierig es sein wird, die Schaden zu behaben. Dazu gibt es bislang noch keine Information. Es gebe zwar erste Erkenntnisse zum Ausmaß des Schadens, die Ergebnisse der Materialuntersuchungen stehen aber noch aus, heißt es aus dem Rathaus.

Die Stadtverwaltung hat am Freitag trotzdem in Aussicht gestellt, dass die Kinder zum Schuljahresbeginn wieder in ihre Kita können. Man habe eine Zeesener Firma gefunden, die bei der Beseitigung des Schadens hilft, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem werde der Markt weiter nach Firmen sondiert, die kurzfristig einen Havarie-Auftrag annehmen können. Ziel sei es, die Reparaturen an der Kindertagesstätte bis zum Beginn des Schuljahres abzuschließen.

Das Vorhaben ist allerdings ehrgeizig, was die Eltern noch nervöser werden lässt. Denn bislang sind die 80 Kita-Kinder in der ehemaligen Zeesener Kita in der Puschkinstraße untergekommen, die aber ab Anfang Juli umgebaut werden soll und deshalb dann nicht mehr nutzbar ist. Die 30 Krippenkinder werden derzeit in der Awo-Kita am Kirchplatz betreut. Für beide Ausweichquartiere gelten die Ausnahmegenehmigungen bis zum 28. Juni.

Eltern fürchten Flickwerk

Die Genehmigung für den Kirchplatz kann wohl verlängert werden. Als Anschlusslösung für die älteren Kinder hingegen favorisiert die Stadt derzeit die Erich-Kästner-Grundschule. Dort könnten die Kita-Kinder in den Ferien unterkommen – aber eben auch nur bis zum 5. August, weil dann das Schuljahr wieder beginnt.

Sollten die Arbeiten in der Kita „Klein und Groß“ bis dahin nicht beendet sein, hätten Stadt und vor allem wohl die Eltern ein Problem. Falls doch, wäre es eine Punktlandung. Aber selbst dann dürfte sich die Zufriedenheit der Eltern in Grenzen halten. In so kurzer Zeit lasse sich das grundsätzliche Problem am Dach der Kita kaum beheben, heißt es aus der Elternschaft. Schon im vorigen Jahr waren Teile der Deckenverkleidung in der Kita abgestürzt. Wenn jetzt nur notdürftig geflickt wird, sei der nächste Schaden nur eine Frage der Zeit.

Die Stadt versucht derweil, die Wogen zu glätten. Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) bittet die Eltern um Vertrauen: „Ich kann die Ungeduld verstehen. Sowohl die Awo als Träger der Einrichtung als auch die Stadtverwaltung wollen den Schaden so schnell wie möglich beheben.“ Und Stadtsprecher Reik Anton versichert, dass die Betreuung der Kinder gesichert ist. „Sie stehen nicht auf der Straße.“

In einer früheren Version des Textes hieß es, das Gesundheitsamt des Landkreises habe die Einrichtung schließen lassen und Schimmelbefall sei der Grund dafür gewesen. Beides ist nicht der Fall. Außerdem hieß es, Wassereinbruch sei ursächlich für einen Deckenabsturz im vorigen Jahr gewesen. Auch das stimmt nicht. Ursache war damals laut Stadtverwaltung unsachgemäße Montage. Wir bitten, die Fehler zu entschuldigen.

Von Oliver Fischer

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