Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Werden Schmiede- und Kurbelwellenwerke wieder ein Besuchermagnet?
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Werden Schmiede- und Kurbelwellenwerke wieder ein Besuchermagnet?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 18.05.2019
Neben den Schmiedewerken hat sich die WSK auch auf die Kurbelwellentechnik spezialisiert. Quelle: Oliver Pracht
Wildau/Niederlehme

Karsten Schulte, Geschäftsführer der Wildauer Schmiede- und Kurbelwellentechnik GmbH (WSK), kann sich noch gut daran erinnern, was beim letzten Mal bei der Langen Nacht der Wirtschaft los gewesen ist: „Das hat uns wirklich überrascht, dass so viele Menschen uns besucht haben und teilweise schon eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn an unseren Werkstoren standen“, sagt der WSK-Geschäftsführer.

Etwas Vergleichbares erwarte er auch in diesem Jahr, wenn sich sein Unternehmen schon zum dritten Mal am Aktionstag des Landkreises Dahme-Spreewald beteiligt. Die insgesamt rund 280 Mitarbeiter des Unternehmens wissen also schon, was auf sie zukommt, wenn ihnen für sechs Stunden Besucher bei der Arbeit zuschauen.

Neben den Schmiedewerken hat sich die WSK auch auf die Kurbelwellentechnik spezialisiert. Quelle: Oliver Pracht

Gegenschlaghammer als tonnenschwere Attraktion in Wildau

„Aufgrund der Tradition der Schmiedewerke in Wildau kommen nicht nur interessierte Nachbarn, sondern auch jede Menge ehemalige Mitarbeiter vorbei, um die Technologie zu bestaunen, mit der wir arbeiten.“

Auch am Freitag dürfte dabei vor allem ein Gerät die Augen der Gäste auf sich ziehen: der rund 300 Tonnen schwere Gegenschlaghammer.

Mehr zum Thema:

Überblick: Das erwartet Besucher auf der Langen Nacht der Wirtschaft 2019

Lange Nacht der Wirtschaft 2019: Druckerei aus Königs Wusterhausen öffnet erstmals ihre Türen

Besondere Auszeichnung: Diese Wildauer Firma bildet exzellent aus

Er sei der Größte seiner Art in ganz Deutschland und einer der größten in ganz Europa, der Schmiedeteile bis zu vier Tonnen fertigen könne – und schon einige Male einen bleibenden Eindruck bei Besuchern der Langen Nacht der Wirtschaft hinterlassen hat. „Bei der Arbeit des Hammers brennt es, qualmt es. Und wenn er auf tonnenschweres Metall schlägt, zieht der Knall durch Mark und Bein“, sagt Karsten Schulte.

Phoenix-Berlin aus Niederlehme feiert Premiere

Dieser ist nur eine Station beim beschilderten Rundgang über das Firmengelände. Damit sich die Besucher nicht verlaufen, halten die WSK-Mitarbeiter die Augen offen. Vor allem auch aus dem Personalbereich.

„Wir hoffen, dass unter den Besuchern interessierte junge Menschen sind, die sich als Azubi bei uns bewerben wollen und mit uns vor Ort ins Gespräch kommen“, sagt der WSK-Geschäftsführer.

Das ist auch ein Anliegen von Gunnar Lesch, Geschäftsführer der Firma Phoenix-Berlin, die in diesem Jahr zum ersten Mal an der Langen Nacht der Wirtschaft teilnimmt.

„Wir haben gerade zwei Azubis im Unternehmen und suchen noch Bewerber, die wir zum Veranstaltungskaufmann oder zur Veranstaltungskauffrau ausbilden wollen, vielleicht auch bei der Langen Nacht der Wirtschaft kennenlernen.“

Bus-Shuttle große Hilfe für Niederlehmer Unternehmen

Sein Unternehmen ist seit 2017 in Niederlehme und gestaltet nicht nur Raumkonzepte für Hotels, Kongresse und Veranstaltungen, sondern baut die Tische, Regale und Bartresen selbst: „Teile der Lager und Werkstätten können genauso besichtigt werden wie unsere Büroräume. Dort möchten wir beispielhaft die Arbeitsschritte vorstellen, die ablaufen, wenn wir den Auftrag bekommen, eine Veranstaltung zu möblieren“, sagt der Phoenix-Geschäftsführer.

Als in 2018 die Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald auf ihn zuging und fragte, ob er einmal bei dem Aktionstag mitmachen wolle, musste Gunnar Lesch nicht lange überlegen und sagte zu.

Die dritte Lange Nacht der Wirtschaft

Die Lange Nacht der Wirtschaft findet am 17. Mai bereits zum dritten Mal nach 2015 und 2017 statt.

Dieses Mal sind insgesamt 19 Unternehmen aus dem Landkreis Dahme-Spreewald dabei und damit vier Firmen mehr als im Jahr 2017.

Neben Phoenix-Berlin aus Niederlehme sind die Druckerei Pawellek sowie die Dekra in Wildau, FSG Fernsteuergeräte Mess- und Regeltechnik in Zernsdorf, Müller-Zeiner in Schenkendorf, die Technische Hochschule Wildau mit zwei Laboren sowie das Forschungszentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) in Zeuthen zum ersten Mal dabei.

Die weiteren zwölf Firmen, zu denen auch die Schmiede- und Kurbelwellentechnik GmbH aus Wildau zählt, nehmen zum wiederholten Male am Aktionstag teil.

Ebenfalls wieder dabei: Airkom Druckluft, Anecom Aerotest und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung aus Wildau, die Bäckerei Konditorei Wahl aus Bestensee, die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH aus Schönefeld, Gemtec aus Niederlehme, Kanschur aus Senzig, die Kunststoff- und Gummiverarbeitung aus Motzen, die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald, die Se.Services GmbH aus Schulzendorf und Seramun Diagnostica aus Heidesee.

Besucher können von 17 bis 23 Uhr mit Shuttle-Bussen zwischen den Unternehmen pendeln. Diese fahren halbstündlich auf drei unterschiedlichen Routen und sind für Gäste des Aktionstags kostenfrei.

Das hängt auch mit dem Bus-Shuttle zusammen, das die Besucher auf drei verschiedenen Routen kostenfrei zu den insgesamt 19 Unternehmen fährt, die an der Langen Nacht der Wirtschaft teilnehmen.

„Da es weder ausgebaute Radwege noch eine fußläufige Bushaltestelle in der Umgebung gibt, sind wir froh über die Bus-Shuttles auf der Langen Nacht der Wirtschaft“, legt Gunnar Lesch dar, nicht ohne zu betonen: „Wir freuen uns auf jeden, der am Freitag einmal bei uns vorbeischaut.“

Von Fabian Lamster

Der Königs Wusterhausener Stadtrat geht im Streit auseinander. Es wurden drei Beschlüsse gefasst, die der Bürgermeister beanstanden will. Dabei wurde ein rauer Ton angeschlagen.

14.05.2019

Wandern wird immer beliebter. Für das Dahme-Seenland hat sich deshalb sogar ein Verein gegründet. Er will den Wandersport populärer machen und für mehr Angebote sorgen.

14.05.2019

Fünf Bands treten am Samstag beim Bergfunk-Bandcontest gegeneinander an. Und auch das Programm für das Bergfunk-Festival im August geht voran. Unter anderem kommen Gisbert zu Knyphausen, Sokee und Juse Ju.

17.05.2019