Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Literatur auf dem Recyclinghof
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Literatur auf dem Recyclinghof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:23 30.04.2018
Die Bücherzelle auf dem Recyclinghof des SBAZV in Niederlehme. Quelle: Frank Pawlowski
Anzeige
Niederlehme

Wer zum Recyclinghof nach Niederlehme fährt, sollte vorher kurz ins heimische Bücherregal schauen. Vielleicht kann der eine oder andere Schmöker gleich mit entsorgt werden. Natürlich nicht im Papiercontainer.

Standort ist ein Novum

Anzeige

Direkt an der Einfahrt steht für literarische Mitbringsel eine kleine Bücherzelle bereit. Die gibt es mittlerweile mancherorts, aber dieser Standort

Die Bücherzelle steht gleich an der Einfahrt zum Recyclinghof. Quelle: Frank Pawlowski

ist ein Novum. Nur in Ludwigsfelde und Luckenwalde, den beiden anderen Recyclinghöfen des Südbrandenburgischen Abfallzweckverbandes SBAZV, gibt es das noch.

Die Niederlehmer Zelle ist gut bestückt. Es finden sich sogar Werke einiger Bestseller-Autoren wie Rosamunde Pilcher, Louis Begley, Barbara Wood, John le Carré oder Nicholas Sparks. Die meisten Bücher sind in einem guten Zustand.

Reinstellen und rausnehmen – so funktioniert das Bücherzellen-Prinzip. Besucher können sich aber auch einfach nur bedienen. „Das wird sehr gut angenommen und ist insgesamt was Schönes“, sagt SBAZV-Mitarbeiter Boris Kaczmarek. Und sein Kollege Thomas Giese staunt, dass auch junge Leute sich hier mit Lesestoff versorgen.

SBAZV-Mitarbeiter Boris Kaczmarek.. Quelle: Frank Pawlowski

Die Mitarbeiter kontrollieren regelmäßig, was in der Zelle abgestellt wird. Manches hat hier nichts zu suchen oder ist einfach unbrauchbar. Der Verband erwarb die ausrangierten Telefonzellen vor einigen Jahren.

Weitere Bücherzellen gibt es in Eichwalde, Zeuthen, Gräbendorf, Bestensee, Schulzendorf. Niederlehme hat sogar noch eine zweite. Sie steht am Dorfanger, wie eine Facebook-Nutzerin berichtet.

Thomas Giese staunt, dass auch junge Leute sich mit Lesestoff versorgen. Quelle: Frank Pawlowski

Von Frank Pawlowski