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Königs Wusterhausen Damals und heute: Diese Originale in Königs Wusterhausen gibt es nicht mehr
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13:38 25.10.2019
Der Märkische Hof im Neubaugebiet war eine beliebte Gaststätte und ein gefragter Veranstaltungsort. Das Haus wurde 2013 abgerissen. Heute steht hier die Zentrale der Wohnungsbaugesellschaft. Quelle: Rainer Kugel
Königs Wusterhausen

In der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen endet eine Tradition. Seit fast 70 Jahren werden Lebensmittel im berühmten „Schmalen Handtuch“ verkauft. Anfangs im kleinen Geschäft neben dem Kino, heute im Edeka-Markt an derselben Stelle. Zum Jahresende schließt der Markt seine Pforten. Aus diesem Anlass erinnert die MAZ an andere Königs Wusterhausener Originale, die es nicht mehr gibt. Heimatforscher Rainer Kugel öffnete dafür sein Archiv.

Märkischer Hof: Die Gaststätte wurde am 23. August 1986 eröffnet und befand sich im Neubaugebiet gegenüber der Schule in der Erich-Weinert-Straße. „Es gab ein gutes Angebot“, erinnert sich Rainer Kugel. Seine wenigen Besuche hat er in guter Erinnerung. Gäste wurden in der Gaststube Streusandbüchse und im Restaurant Schenkenländchen verwöhnt, außerdem gab es noch den Dahmeland-Saal. Bockbierfeste mit Tanz wurden hier gefeiert, die Urania veranstaltete Nationalitäten-Abende. Das Königs Wusterhausener Kabarett Märkwürdig trat hier regelmäßig auf. 2013 wurde die Gaststätte abgerissen, die Wohnungsbaugesellschaft errichtete an der Stelle ihren neuen Hauptsitz.

Hotel und Restaurant Ramin:Das Haus an der Ecke Schlossstraße/ Potsdamer Straße steht noch. Die Familie Ramin eröffnete Ende des 19. Jahrhunderts ein Kaufhaus mit Hotelbetrieb. Es gab sogar eine Feinkost- und Weinhandlung. Als „Ramins Eck“ machte sich das Eckhaus im Volksmund einen Namen. Nach dem Krieg gab es hier ein städtisches Tauschwaren-Geschäft und eine Bäckerei. In der jüngsten Vergangenheit beherbergte das Haus eine Fleischerei und eine Pizzeria. Im Moment steht das Ladengeschäft wieder leer.

Das Lebensmittelgeschäft „Schmales Handtuch“ ist ein Königs Wusterhausener Original. Der Edeka-Markt, der das Erbe fortführte, schließt zum Jahresende. Andere Urgesteine sind schon Geschichte.

Fleischerei Picht: Gegenüber der Jagdschloss-Gaststätte in der Bahnhofstraße lag die Fleischerei der Familie Picht. Sie war von den einst zwölf Fleischereien der Stadt eine der bekanntesten und traditionsreichsten. 1879 wurde sie gegründet, nach 1990 erfolgte die Schließung. In dem Haus befindet sich heute ein Nagelstudio.

Riedels Landgasthof: Neue Mühle hatte einst viele Ausflugslokale. Riedels Gasthof nahe der Schleuse zählte zu den größten und bekanntesten Lokalen. Es hat eine 200-jährige Geschichte, steht seit einigen Jahren leer. Bälle, Konzerte, Ausstellungen fanden hier statt. Im großen Biergarten am Wasser tummelten sich Ausflügler.

Seeschlösschen:Legendär war das Seeschlösschen in der Küchenmeisterallee in Neue Mühle, nur einen Steinwurf von Riedels entfernt. „Es war stets gut besucht, einen Platz bekam man nur mit Reservierung“, erzählt Kugel. Tanz und Konzerte standen auf dem Programm. Das Seeschlösschen war bekannt für gutes Essen. Viele Gäste kamen aus Berlin extra hierher. Stehgeiger Seppl Schmidt spielte regelmäßig für die Besucher, auch er ein Königs Wusterhausener Original. Heute stehen auf dem Gelände private Wohnhäuser.

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Schlosscafé: Am Schlossplatz in Königs Wusterhausen war das Schlosscafé viele Jahre eine erste Adresse für Gäste, die gut essen, trinken und sich vergnügen wollten. „Alte KWer schwärmen immer noch davon“, sagt Kugel. Das Lokal eröffnete Ende des 19. Jahrhunderts. Weil Damen dort gerne mal frivole Tänze hinlegten, wurde es im Volksmund auch „Café Röckchen hoch“ genannt. Es existierte bis Anfang der 1950er-Jahre. Heute steht an der Stelle das Ärztehaus.

Von Frank Pawlowski

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