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Königs Wusterhausen MAZ-Sterntaler: Ihr Mann verstarb plötzlich, nun muss Rebecca Lonk den Alltag mit fünf Kindern allein meistern
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MAZ-Sterntaler: Familie Lonk aus Königs Wusterhausen muss den plötzlichen Tod des Vaters verkraften

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18:33 17.12.2021
Rebecca und ihre fünf Kinder Conner, Cedric, Cain, Catarina und Celine (v.l.n.r.) versuchen den Alltag nach dem plötzlichen Verlust zu meistern.
Rebecca und ihre fünf Kinder Conner, Cedric, Cain, Catarina und Celine (v.l.n.r.) versuchen den Alltag nach dem plötzlichen Verlust zu meistern. Quelle: Joice Saß
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Königs Wusterhausen

Die Weihnachtszeit ist in diesem Jahr für Familie Lonk aus Königs Wusterhausen völlig anders als gewohnt. Eigentlich hat Rebecca Lonk immer gemeinsam mit ihrem Ehemann Enrico die Wohnung festlich geschmückt. Doch nun musste sie das ohne ihn machen, denn Enrico verstarb im Mai dieses Jahres ganz überraschend.

„Er hat bei einem Freund übernachtet und statt ihm stand am nächsten Tag die Polizei vor meiner Tür“, erinnert sich die 36-Jährige. Ihr Mann war einfach nicht wieder aufgewacht. „Da er bereits einen Termin bei einem Kardiologen hatte, geht man davon aus, dass sein Herz der Grund für seinen plötzlichen Tod war.“

Ein Schock für die Königs Wusterhausener Familie

Das war ein Schock für alle, war Enrico doch erst einen Monat zuvor gerade einmal 35 Jahre alt geworden. „Es ist merkwürdig, wenn man jetzt alleine auf der Couch sitzt und alles geschmückt ist“, sagt Rebecca. Dabei hatten sie und Enrico noch so viele Pläne für die Zukunft.

Gemeinsam mit den fünf Kindern Celina (12), Cedric (11), Catarina (6), Conner (3) und Cain (2) lebten sie zusammen in einer Fünf-Raumwohnung in Königs Wusterhausen. Auch wenn die beiden ältesten Kinder aus Rebeccas erster Ehe stammen, so wohnten Celina und Cedric bereits seit neun Jahren mit Enrico zusammen und hatten ein enges Verhältnis zu ihrem Stiefvater.

Keine Aussicht auf eine größere Wohnung in KW

Rebecca kümmerte sich als Hausfrau um die Betreuung der drei jüngsten Kinder und Enrico sorgte mit seiner Arbeit als Tischler für das Einkommen der Familie. Doch ohne das Gehalt ist es nun finanziell schwieriger geworden für die Familie. Um die Beerdigung bezahlen zu können, musste sie das Werkzeug ihres Mannes verkaufen.

„Wir hatten einfach nicht genügend Rücklagen dafür“, berichtet Rebecca Lonk. „Aber mit so etwas rechnet doch auch keiner.“ Auch ihre Kinder belastet der Tod ihres Mannes nach wie vor. „Cain wacht jede Nacht schreiend auf. Das macht er erst, seitdem Enrico verstorben ist.“

Vor sieben Jahren heirateten Rebecca und Enrico und starteten als Patchworkfamilie in ein gemeinsames Leben. Quelle: Joice Saß

Dennoch muss der Alltag weitergehen für die Familie, auch wenn anders als geplant. „Wir wollten im nächsten Jahr ein Haus kaufen, doch das geht jetzt nicht mehr“, sagt Rebecca. Doch für die sechsköpfige Familie wird es in der Wohnung langsam eng.

So teilen sich sowohl Celina und Catarina als auch Connor und Cain ein Zimmer. An eine größere Wohnung oder gar ein Haus ist finanziell jedoch nicht zu denken. Die Zukunft bleibt für die Familie vorerst ungewiss.

Mutter wünscht sich gemeinsames Erlebnis mit ihren Kindern

Die sonst so besinnliche Weihnachtszeit ist getrübt durch die Trauer über den Verlust. Dennoch versucht Rebecca ihren Kindern das Fest so schön wie möglich zu gestalten. MAZ möchte im Zuge der Sterntaler-Aktion die Wünsche der Familie erfüllen, um ihr eine Freude in der so schweren Zeit zu bereiten.

„Es wäre so toll, wieder einmal etwas gemeinsam erleben zu können“, sagt die Mutter und umarmt ihre Kinder. So wünscht sich die 36-Jährige einen Winterurlaub mit ihren Kindern. Tochter Celina hätte gern ein Freundschaftsarmband für sich und einen ganz besonderen Menschen.

Rebecca Lonk: Es muss irgendwie weitergehen

Ihr Bruder Cedric hingegen wünscht sich eine Drohne mit Kamera für tolle Aufnahmen aus der Luft. Und die drei kleinen sind begeisterte Fans von der Paw Patrol, von der ihnen bislang noch das passende Spielzeug fehlt.

Ihren wohl größten Wunsch, dass ihr Papa wieder nach Hause kommt, wird ihnen leider niemand erfüllen können. „Es muss irgendwie gehen“, sagt Rebecca Lonk. „Aber zum Glück ist die Familie für uns da, wenn die Luft brennt. Das ist ganz toll.“

Von Joice Saß