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Königs Wusterhausen Königs Wusterhausener Sterntaler-Familie Lonk: Freude im Sechser-Pack
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MAZ-Sterntaler: So sah die Bescherung bei der Königs Wusterhausener Familie Lonk aus

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14:27 26.12.2021
Rebecca Lonk mit ihren Kindern Cain, Catarina, Conner, Cedric und Celina (v.r.) beim Auspacken.
Rebecca Lonk mit ihren Kindern Cain, Catarina, Conner, Cedric und Celina (v.r.) beim Auspacken. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Rebecca Lonk hat ihr menschenmöglichstes getan, um die Fünf-Zimmerwohnung in besinnliche Stimmung zu tauchen. Der gute Baumschmuck hängt an den Ästen, ein weihnachtliches „Hallelujah“ klingt aus dem Radio, die Wohnung ist blitzblank geputzt und so stimmungsvoll hergerichtet, wie es nur geht. Selbst der kleinen Würgeschlange Einstein wird in ihrem Terrarium im Wohnzimmerschrank ganz festlich ums Herz. Für die sechsjährige Catarina ist das Ambiente in diesem Augenblick aber nicht so wichtig. Für sie zählt gerade nur eines: ihre neue Paw-Patrol-Tasse zum Selbstbemalen. „Ich möchte jetzt malen“, sagt sie. Aber Mama Rebecca bleibt hart. Jetzt wird noch nicht gemalt. Jetzt werden erst einmal alle Geschenke ausgepackt, die die MAZ-Spendenaktion Sterntaler der Familie beschert hat.

Das erste Weihnachten ohne den Ehemann und Vater

Für Rebecca Lonk und ihre fünf Kinder Celina, Cedric, Catarina, Conner und Cain ist dieses Weihnachten ein hartes, darüber können auch keine Kuscheltiere, keine Spiele und Autos hinwegtäuschen. Es ist das erste Weihnachtsfest ohne Rebeccas Mann Enrico. Der starb im Mai plötzlich im Alter von nur 35 Jahren. Die junge Mutter blieb mit ihren Kindern allein zurück, sie musste selbst den großen Verlust verarbeiten, ihren Kindern dabei helfen und nebenbei den Alltag organisieren.

Cain spielt mit seinem Paw-Patrol-Auto. Bei seinem großen Bruder Cedric darf es technisch schon etwas anspruchsvoller sein. Quelle: Gerlinde Irmscher

Inzwischen ist wieder eine gewisse Normalität eingekehrt und übers Fest wird es auch genügend Ablenkung geben, sagt Rebecca Lonk. Die Großeltern der Kinder kommen vorbei, ihr Bruder wird auch da sein, die Hütte ist so voll, dass Heiligabend neben der obligatorischen Gans noch eine Ente in den Ofen muss, damit wirklich alle satt werden. Ihr Bruder habe auch noch am 25. Dezember Geburtstag, erzählt Rebecca Lonk. Da bleibt kaum Zeit zum Innehalten, zum Trauern und vermissen. Aber anders als in den letzten Jahren wird es natürlich schon, sagt auch die älteste, Celina.

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Celina und Cedric müssen ihrer Mutter nun ein bisschen mit den Kleinen helfen. Das gilt im normalen Alltag mit Einkaufen, Haushalt, Besorgungen, es gilt aber natürlich auch beim Geschenke-Auspacken. Geduldig holen sie ihren kleinen Brüdern Cain und Conner die Paw-Patrol-Fahrzeuge aus dem Geschenkpapier, während die Kuscheltiere bereits vom Sofa aus zuschauen. Gegen die Spielzeughunde aus der Kinder-Serie haben die Kuscheltiere aber erst einmal wenig zu melden.

Catarina und Conner müssen sich noch einigen, wer mit Paw-Patrol-Auto spielen darf. Quelle: Gerlinde Irmscher

Celina, die schon aufs Gymnasium geht, hat sich selbst ein Freundschaftsarmband gewünscht und es auch bekommen. Jetzt packt sie ein Kinderbuch aus, das sie später ihrer Schwester Catarina vorlesen wird. Cedric zieht sich derweil mit der Drohne zurück, die er so gerne haben wollte. Die Drohne hat drei Propeller und eine Kamera. Ob und wie sie funktioniert, lässt sich in der Wohnung allerdings schlecht testen. Er müsse ohnehin erst die passende App auf sein Telefon laden, sagt Cedric. Der Erstflug muss daher vertagt werden. „Bei Oma ist genügend Platz. Wir hoffen, dass wir sie dort fliegen lassen können“, sagt Rebecca Lonk.

Die Familie fährt in den Winterurlaub

Die Kinder sind glücklich über die Geschenke, das ist schon mal gut. Am Wichtigsten ist für Rebecca Lonk aber der Winterurlaub, der den Sechsen auch ein bisschen Luftveränderung und gemeinsame Zeit ermöglichen soll. Ein paar Tage raus, mit den Kindern in die Berge. Das hatte sie sich gewünscht. „Ich würde gerne ein bisschen Ski laufen“, sagt sie.

Vor allem aber hätten ihre Kinder noch nie wirklich Schnee erlebt. „Im vorigen Winter habe ich gemerkt, dass sie nicht wissen, wie man einen Schlitten lenkt. Deshalb würde ich gerne mit ihnen irgendwo hin, wo das möglich ist.“ Dank der Sterntalerspenden kann der Wunsch nun wahr werden. Das Geld für einen winterlichen Trip ist zusammengekommen. Wohin die Reise genau gehen soll, muss Rebecca Lonk nun aber noch selbst aussuchen.

Von Oliver Fischer