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Königs Wusterhausen Droht rund ums A10-Center Verkehrschaos?
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Droht rund ums A10-Center Verkehrschaos?
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17:11 11.07.2019
Mit zwei riesigen Fräsmaschinen wurde am Donnerstag begonnen, die 20 Jahre alte Betonfahrbahn zu entfernen. Quelle: Mattuschka/Landesbetrieb Straßenwesen
Wildau

Rund um die Anschlussstelle Königs Wusterhausen an der A 10 ist es ohnehin schon eng. Aktuell müssen sich Autofahrer dort auf weitere Staus einstellen. Seit der vergangenen Woche wird auf der nördlichen Fahrbahn in Richtung Potsdam die Straße aufgerissen. Der Grund: Betonkrebs.

Betroffen ist der rund drei Kilometer lange Autobahnabschnitt kurz vor der Anschlussstelle am A10-Center bis zur Abzweigung Schönefelder Kreuz. Wegen der Fahrbahnschäden galt auf der Strecke seit geraumer Zeit Tempo 100. Nach Abschluss der Bauarbeiten könnte dort bald wieder Tempo 120 erlaubt sein.

Neues von der A 13

Auch auf der A 13 wird derzeit gebaut. Betroffen ist der Abschnitt Richtung Berlin zwischen Groß Köris und Bestensee.

Dort wird ebenfalls die Betonschicht erneuert. Ab Montag, 15. Juli, bis 19. September 2019 ist die Anschlussstelle Bestensee in Richtung Berlin komplett gesperrt.

Autofahrer werden gebeten, die ausgeschilderten Umleitungen zu folgen, etwa über die Anschlussstelle Mittenwalde. Für den auffahrenden Verkehr wird empfohlen, bereits in Groß Köris abzufahren.

Alte Betonschicht wird durch Asphalt ersetzt

Zuletzt wurde die A 10 vor etwa 20 Jahren sechsstreifig ausgebaut. „Wenn es gut läuft, halten Beton-Autobahnen bis zu 30 Jahren“, sagte Thomas Mattuschka vom Landesbetrieb Straßenwesen. Als Leiter für die Bauüberwachung Süd ist er vor allem für den südlichen Berliner Ring und die Bundesautobahnen A 13 und A 15 zuständig.

Thomas Mattuschka vom Landesbetrieb Straßenwesen ist zuständig für die Bauüberwachung Süd der Bundesautobahnen. Quelle: Josefine Sack

Durchschnittlich 20.000 Lkw sind täglich auf dem Südring unterwegs. Wegen des hohen Lkw-Aufkommens hat die Betonschicht auf der A 10 in der Vergangenheit stark gelitten. „Beton kann man schlecht flicken“, sagte Mattuschka. Mit zwei riesigen Fräsmaschinen haben Bauarbeiter am Donnerstag damit begonnen, die alte Betonfahrbahn zu entfernen. Statt einer Beton- bekommt die Fahrbahn eine gut 30 Zentimeter dicke Asphaltdecke.

Bis Oktober nur eine Spur frei

Asphalt habe zwar nur eine Haltbarkeitsdauer von rund 15 Jahren, lasse sich aber bei Schäden schneller und einfacher erneuern als Beton, erläuterte der Experte. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Obwohl nur in Richtung Potsdam gebaut wird, ist der Verkehr auf beiden Richtungsfahrbahnen betroffen. Denn auch auf dem Mittelstreifen wird gearbeitet. Der Verkehr nach Norden wird während der Bauzeit auch über die Gegenrichtung umgeleitet.

Während der gesamten Bauzeit ist auf dem Abschnitt nur eine Spur frei. Wegen des hohen Lkw-Aufkommens müssen Autofahrer beim Einordnen an der Auffahrt besonders vorsichtig sein und das Stoppschild beachten. Mattuschka rät Autofahrern, die Anschlussstelle am besten zu umfahren und die Auffahrt Niederlehme sowie die umliegenden Bundes- und Landesstraßen zu nutzen.

Erneuerung der Fahrbahn kostet fünf Millionen Euro

Problematisch ist die Baustelle für das A10-Center. Die meisten Kunden sind auf die Anschlussstelle angewiesen. Die Auswirkungen seien bereits zu spüren, sagte Center-Manager Kai Ehlers und verwies auf niedrigere Besucherzahlen als zur selben Zeit im Vorjahr. „Die Baustelle stört den Betrieb, aber es muss ja gemacht werden“, sagte er. Um einem Verkehrschaos vorzubeugen, wurde laut Ehlers eine „Taskforce“, bestehend aus der Planungsbehörde, der Polizei und dem Centermanagement, gebildet.

Zuletzt hatte ein enormer Ansturm auf das Einkaufszentrum am 8. März für Chaos auf den Anfahrtswegen gesorgt. Zeitweise war es nicht möglich, mit dem Auto von der Autobahn Richtung A 10-Center abzufahren. Es hatte sich ein Rückstau von einem halben Kilometer gebildet

Wegen der Bauarbeiten wird die Anschlussstelle voraussichtlich Ende August für zwei Wochen komplett gesperrt. Die Erneuerung des Streckenabschnitts kostet den Bund rund fünf Millionen Euro.

Von Josefine Sack

Ab Freitagabend werden der RE 2 und der RE 7 in Berlin geteilt. Die Züge Richtung Süden beginnen und enden in Lichtenberg. Auch auf weiteren Strecken in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald wird gebaut.

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