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Königs Wusterhausen Kunstrasenplatz: SPD und Grüne bieten Kompromiss an
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17:38 18.11.2019
Hier soll ein Kunstrasenplatz entstehen Quelle: Gerlinde Irmscher
Zeesen

Im Streit um den Bau eines Kunstrasenplatzes in Zeesen gehen SPD und Grüne auf den Bürgermeister zu. In der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses haben beide Fraktionen einen Kompromissvorschlag eingebracht, um den Situation lösen und den Kunstrasenplatz eventuell doch noch zeitnah bauen zu können.

SPD und Grüne kommen Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) mit einem neuen Antrag in mehreren Punkten entgegen. Ennullat hatte im Frühjahr vorherige Beschlüsse der Stadtverordneten zum Kunstrasenplatz in Zeesen beanstandet und sich geweigert, den Bau des Platz in Auftrag zu geben. Zum einen begründete er die Beanstandung damit, dass der rund eine Million Euro teure Kunstrasenplatz die finanziellen Möglichkeiten der Stadt übersteige. Der Haushalt der Stadt sei bereits damit ausgelastet, die Pflichtaufgaben wie den Bau von Kitas und Schulen zu stemmen.

Platz soll jetzt mit Fördergeld bezahlt werden

 Dafür haben SPD und Grüne ein Kompromissangebot. Laut Beschlussvorschlag soll der Platz größtenteils mit Fördergeld vom Land bezahlt werden. Dadurch könne man den Eigenanteil der Stadt auf 300 000 Euro drücken, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzender Tobias Schröter. Und das Geld solle auch nur dann angetastet werden, wenn tatsächlich Fördergeld fließt.

Gebaut werden soll der Platz auch vom Verein Eintracht Königs Wusterhausen, der ihn später nutzen würde. Der Vereinsvorsitzende, Marcel Joachimsthaler, bestätigt diese Pläne. „Normalerweise könnten wir das nicht leisten, aber wir haben jemanden im Verein, der so etwas beruflich macht, der und der die Planung und die Bauüberwachung übernehmen kann“, sagt er. „Damit wäre die Verwaltung entlastet.“

Zwei Ausschüssen haben Kompromiss empfolen

Tobias Schröter sieht nun den Ball auf Seiten des Bürgermeisters: „Ich hoffe, dass er uns nun auch entgegenkommt. Für den Haushalt der Stadt ist das jedenfalls eine gute Veränderung.“ Im Sozialausschuss sah die Mehrheit das ebenso. Auch der Finanzausschuss wurde die Variante empfohlen. Nun muss 26. November noch die Stadtverordnetenversammlung darüber entscheiden.

Der Kunstrasenplatz in Zeesen ist ein Dauerthema in der Königs Wusterhausener Kommunalpolitik. Die Stadtverordneten hatten den Bau des Platzes schon vor mehr als zwei Jahren beschlossen und auch 800 000 Euro dafür im Haushalt bewilligt. Die Stadtverwaltung lehnte den Bau dann aber mit dem Verweis auf vorrangige Pflichtaufgaben ab. Kämmerer Axel Böhm argumentierte damals, der Bau des Platzes würde die Stadt in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Strittig beim Kunstrasenplatz waren bisher auch die Folgekosten. Die Stadtverwaltung geht von 30 000 Euro pro Jahr aus. Im Rathaus glaubt man, dass der Verein so viel nicht erwirtschaften kann.

Im Rathaus bestehen noch Zweifel

Diese Zweifel seien nach wie vor nicht ausgeräumt, teilte Stadtsprecher Reik Anton am Montag auf MAZ-Nachfrage mit. Der Verein habe noch erhebliche Außenstände bei der Stadt.

Im Rathaus zweifelt man zudem daran, dass der Bau überhaupt 2020 realisiert werden kann, weil das Förderprogramm, aus dem der Platz gefördert werden soll, zwar angekündigt, aber noch nicht aufgelegt ist. Anton: „Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre sind die Bewilligungsverfahren über den Landessportbund Brandenburg sehr aufwendig und langwierig. Wenn es im Landkreis eine Priorität für das Projekt gibt, das heißt Platz 1 der Prioritätenliste, ist wohl frühestens 2021, eher 2022, mit einer Einordnung in das neue Programm zu rechnen.“ Heißt: Aus Sicht der Verwaltung muss der Kunstrasenplatz deshalb auch noch nicht in den kommenden Haushalt aufgenommen werden.

Zusammen mit dem Kunstrasenplatz kommen auch andere strittige Projekte wieder auf die Tagesordnung der Stadtverordneten. Die SPD-Fraktion hat ihre Beschlüsse zu einem Haus der Jugend und einem Haus des Sports überarbeitet und erneut eingebracht. Auch diese Beschlüsse waren im Frühjahr vom Bürgermeister beanstandet worden. Die Begründungen waren ähnlich wie beim Kunstrasenplatz: Es handele sich um freiwillige Aufgaben, für die die Stadt angesichts der großen anstehenden Herausforderungen kein Geld hat.

Von Oliver Fischer

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