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Königs Wusterhausen Gäste kommen beim Löten in Weihnachtsstimmung
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21:09 24.11.2019
Mit voller Hingabe dabei: Simon Schmog lötete eifrig an seinem Weihnachtsbaum. Quelle: Aaliyah Sarauer
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Königs Wusterhausen

Ein blinkender Pfeil vor dem Eingang, begleitet mit Weihnachtsmelodien wies den Besuchern am Sonntag den Weg zur Elektronikwerkstatt auf dem Funkerberg zum alljährlichen Weihnachtslöten. Schon kurz vor 11 Uhr füllten sich die Räumlichkeiten und groß und klein drängten sich in die Werkstatt. Jürgen Förster, der Leiter der Jugend-Elektronikwerkstatt, hatte alle Hände voll zu tun alles zu koordinieren und die Anmeldungen entgegenzunehmen.

Bereits zum zehnten Mal

Schon zum zehnten Mal fand das Weihnachtslöten statt und Jürgen Förster erinnert sich noch gut daran, wie alles einst begann. „Eine unserer Mitarbeiterinnen wurde 70. Da fragte sie mich, ob nicht ihre Gäste zu dem 70-jährigen Jubiläum hier was Löten können“, erzählte er. Nach einigen Ideen wurde eine blinkende Katze mit Leuchtdioden entworfen. „Und dann ist mir eingefallen, man könnte, auf Basis dieser Katze, vielleicht ein öffentliches Kinderlöten veranstalten“, so Jürgen Förster weiter. Angefangen mit 50 Weihnachtsbäumen, entwickelte sich die Veranstaltung und lockte immer mehr löteifrige Kinder an. Mittlerweile sind es 130 Anmeldungen.

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1000 PS Diesel live

Passend zum zehnjährigen Bestehen wurde, wie beim ersten Weihnachtslöten, ein blinkender Baum unter Anleitung zusammengebastelt. Jedes Kind hatte einen Helfer, der unterstützend zur Seite stand. Als alles fertig gelötet war, ging es für die Kleinen einen Raum weiter. Dort wurden die Bäume verziert und fertiggestellt. Für die Eltern wurde das Funktechnikmuseum geöffnet und sie hatten die Möglichkeit, den 1000 PS starken Dieselgenerator, Baujahr 1935, live zu erleben.

Die Ausstellung zeigte neben den Minicomputern auch kleine Projekte der Arbeitsgemeinschaft. Quelle: Aaliyah Sarauer

Für warme Getränke und Kuchen wurde gesorgt. Die Ausstellung vor der Werkstatt zog ebenfalls das Interesse der Besucher auf sich. Es wurde mitunter der Minicomputer Calliope Mini gezeigt, mit dem Kinder spielerisch mit der Programmierung in Kontakt kommen sollen. Die Elektronikwerkstatt setzt sich schon seit einiger Zeit dafür ein, dass der Minicomputer auch in den Schulen zum Einsatz kommt. Einige Beispielprojekte konnte man bei der Ausstellung ebenfalls wiederfinden. „Das soll zeigen, was man hier in der Arbeitsgemeinschaft alles machen kann. Angefangen von den einfachen Projekten bis hin zu den komplizierteren Sachen“, so Heino Kranz, Mitarbeiter der Elektronikwerkstatt.

3D Drucker zieht Blicke auf sich

Auch der 3D-Drucker zog die Blicke auf sich. Für die Besucher wurde hier ein kleiner, runder Chip mit dem Logo des Funkerbergs und einem Tannenbaum auf der anderen Seite gedruckt. Natürlich hat dieser Drucker aber noch eine andere Funktion. „Wenn man elektronisch bastelt, hat man oft das Problem, dass man nicht so einfach ein passendes Gehäuse für die Elektronik findet,“, erklärte Jeffrey Kranz von der Elektronikwerkstatt. Mit dem Drucker sei es nun möglich, genau das zu bauen, was man braucht. „Das ist die Idee dahinter, dass in der Arbeitsgemeinschaft ein bisschen gebastelt wird und man die Möglichkeit hat, alles was man sich ausdenkt, umsetzen zu können“, so Jeffrey Kranz.

Die Besucher waren von dem Sonntag begeistert. Steffen Schmog ist mit seinem Sohn Simon schon das dritte Mal hier. „Ich finde das Löten sehr schön. Es ist eine super Sache. Dass man auch ins Museum und hier ein bisschen gucken kann, das ist toll.“

Anmeldungen für das Weihnachtslöten 2020 sind jetzt schon möglich unter foerster-juergen@gmx.net

Von Aaliyah Sarauer

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