Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Veganes Bistro in Königs Wusterhausen schließt
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Veganes Bistro in Königs Wusterhausen schließt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:48 09.09.2019
René Rehme vor der Alge in Königs Wusterhausen Quelle: Udo Böhlefeld
Königs Wusterhausen

„Zeit, neue Wege zu gehen.“ Das ist der aus dem Englischen übersetzte Titel einer Botschaft, mit der sich Ivonne Rill (37) und René Rehme (52) von ihren Gästen verabschieden. Am 20. September schließt das Alge Bistro Gaia in der Passage an der Bahnhofstraße in Königs Wusterhausen seine Pforten.

Bistro hat hervorragend funktioniert

Drei Jahre wären es Ende September. So lange hat das vegane Alge Bistro Gaia hervorragend funktioniert. Die Gäste sind sich da völlig einig. „Bei euch war immer soviel mehr als „nur Mittagessen“! Von Herzen danke für die Bereicherung durch euch und das unglaublich leckere Essen!“ etwa schreibt Petra Ludewig in den sozialen Netzwerken. Und sie ist nicht die einzige. Viele, die einmal dort waren kam immer wieder, wenn es nur irgendwie ging. Doch bald ist das nicht mehr möglich.

Inhaber: Die Töchter sind zu kurz gekommen

„Der Mietvertrag läuft Ende des Monats aus. Da mussten wir uns entscheiden, ob wir weitere drei Jahre oder gar fünf machen, oder ob wir uns für die Familie entscheiden“, sagt René Rehme, der zurück in seinen erlernten Beruf im IT-Bereich geht. „Unsere beiden Töchter sind hier leider immer etwas zu kurz gekommen. Ivonne und ich hatten ja in der Regel immer zu zweit hier zu tun. Einkaufen, das Essen vorbeiten, an Samstagen mal zum Großmarkt fahren, und tagsüber mussten wir im Service arbeiten“, so Rehme.

Zwar ist das Bistro auch in den letzten Tagen nur von Montag bis Freitag und auch da nur bis 16 Uhr geöffnet. Aber Caterings für verschiedene Feste oder ein Brunch am Sonntag hat beiden immer alles abverlangt. Kein Wunder, wurden doch bis ins Detail alle Zutaten selbst vorbereitet.

Aufwendige Küche

Fertigprodukte gab es in der Passage nicht. Ob Salat, Suppen, Hauptgericht oder Torte: In allem steckte neben den Kochkünsten der beiden auch immer jede Menge Herz mit drin.

René Rehme freut sich nun auf die Planbarkeit im neuen Job. Um 16 Uhr die beiden Töchter im Alter von acht und zehn Jahren von Schule oder Hort abholen können und anschließend gemeinsam etwas unternehmen. Oder das Wochenende und nicht zuletzt Urlaube langfristig angehen zu können, das ist etwas, was sie in den letzten drei Jahren vermisst haben.

Er sieht das Ende der Alge mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Es ist schon auch schade, dass wir schließen. Aber all das ging in den drei Jahren nicht. Wir haben zuletzt noch versucht, jemanden zu finden, der zusammen mit Ivonne die Alge weiter führt.“ Aber auch das war vergeblich.

Der letzte Tag ist der 20. September

Nun ist der 20. September der unwiderruflich letzte Tag in der Geschichte des Alge Bistro Gaia in der Bahnhofstraße. Ivonne Rill will sich noch Zeit lassen mit der Entscheidung, was danach kommt. Aber eines steht fest: Die Schließung wird wohl eine Lücke hinterlassen, die in Königs Wusterhausen. Denn die Gästeliste zog auch Veganer, Vegetarier und an gutem Essen Interessierte aus den umliegenden Orten und bis hin nach Berlin an.

Von Udo Böhlefeld

Bei einer Kntrolle haben Polizisten in Königs Wusterhausen einen Mann im Stadtpark angehalten. Bei ihm wurden Drogen gefunden.

08.09.2019

Mit Beginn der Heizperiode geht am Schenkendorfer Flur ein neues Bioenergie-Blockheizkraftwerk ans Netz. Die benötitgte Energie dafür stammt von Feldern aus Brandenburg.

08.09.2019

In Königs Wusterhausen sind am Donnerstag vier aufgebrochene Garagen entdeckt worden. Die Polizei ermittelt.

07.09.2019