Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Rainer Suckow: „Hass ist ein schlechter Lebensbegleiter“
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen

Vor der Bundestagswahl 2021: Was bewegt Sie Rainer Suckow aus KW?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:39 31.08.2021
Rainer Suckow 
Rainer Suckow  Quelle: privat
Anzeige
Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: Rainer Suckow (54) aus Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald).

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Aus meinem kleinen Arbeitszimmer gucke ich auf unseren Garten, erfreue mich an den großen Sonnenblumen und beobachte das Tierleben. Die vielen Würmer und Käfer sind zu klein, um diese zu erkennen. Aber die Vögel, die diese suchen sind zahlreich und vielfältig.

Seit Corona viele Videokonferenzen – statt Dienstreisen

Beschreiben Sie uns einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Seit Corona gibt es keinen typischen Tagesablauf mehr. Früher war ich viel auf Dienstreisen nach Hamburg, Leipzig, Hannover, Bonn… Heute bin ich oft für viele Stunden in Videokonferenzen und reise seltener. Was gleich geblieben ist: abends widme ich mich etwa ein bis zwei Stunden ehrenamtlich den Belangen des Funktechnikmuseums. Und wenn ich zu Hause bin, genieße ich das gemeinsame Abendbrot mit der Familie.

Sie wohnen in Königs Wusterhausen – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Königs Wusterhausen ist eine sehr vielfältige Stadt, die eine bemerkenswerte Infrastruktur hat. Wenn man möchte, kann man hier jeden Tag etwas Tolles erleben oder einfach mal Ruhe haben. Ich hoffe sehr, dass die Ortsteile in Zukunft mehr zusammenwachsen.

Lesen Sie auch „Was bewegt Sie?“ – Alle Teile der MAZ-Serie auf einen Blick

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Ich finde es sehr schade, dass sich so viel über etwas aufgeregt wird. Diese Aufregung, dieses Meckern über andere, lenkt vom eigenen Handeln und von der eigenen Verantwortung ab. Hass ist ein schlechter Lebensbegleiter.

Etwas Demut täte uns allen gut

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Respekt voreinander, wertschätzender Umgang, gegenseitige Anerkennung und gleichzeitig Verantwortung für das eigene Handeln als gelebte Werte könnten helfen. Veränderungen sind immer auch Chancen. Kinder sollen gleiche Chancen zur Entwicklung bekommen, Eltern sich keine Sorgen um Arbeit und Wohnung und Sicherheit machen müssen. Und insgesamt täte uns allen wohl etwas Demut ganz gut.

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Das Bergfunk Openair und die vielen jungen Menschen, die ehrenamtlich eine Woche Kultur auf dem Funkerberg organisiert haben. Der Baubeginn am Funktechnikmuseum, um es in Zukunft barrierefrei zugänglich zu machen. Meine erste Teilnahme an einem Poetry Slam. Und dass unsere Katze eine schwere Verletzung überlebt hat.

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Ich bin ehrenamtlich im Förderverein „Sender Königs Wusterhausen“ engagiert. Das ist indirekt auch Politik und trägt zum Gemeinwohl bei. Insofern lautet die Antwort ja.

Das Schulsystem müsste sich grundlegend ändern

Wenn Sie Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Ich würde eine sofortige und grundlegende Veränderung des Schulwesens organisieren. Die Schule muss im 21. Jahrhundert ankommen. Schüler sollen lebensnah unterrichtet werden, mit modernen Methoden und zum eigenen Denken animiert. Lehrerinnen und Lehrer sollen die Chance bekommen, Ideen umzusetzen und individuell auf die Schüler einzugehen. Und eine schlechte Bewertung darf kein Grund zur Beschwerde durch die Eltern sein.

Der Newsletter direkt aus dem Newsroom

Die Top-Themen, die Brandenburg bewegen - und alle Infos zur Corona-Pandemie. Täglich von der Chefredaktion in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Und was bewegt Sie, liebe Leserinnen und Leser? Wenn Sie mitmachen wollen, schicken Sie uns eine Mail an wasbewegtsie@maz-online.de

Von MAZonline