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Königs Wusterhausen Weltbienentag im Kiez am Hölzernen See
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00:29 25.05.2018
Imker Wolfgang Baum aus Berlin-Pankow hat einen gläsernen Bienenstock mitgebracht. Quelle: Jonas Nayda
Gräbendorf

Die Honigbiene ist unersetzlich. Sie ist das einzige Insekt der Welt, das Honig herstellt. Am ersten Weltbienentag, der für den Pfingstsonntag von der Unesco ausgerufen worden war, konnten viele Besucher im Kinder und Jugenderholungszentrum (Kiez) am Hölzernen See bei Gräbendorf erfahren, was sie für den Schutz der Bienen tun können und wie genau Honig gemacht wird.

So hilft man Bienen

„Am meisten hilft man Bienen, wenn man über das ganze Jahr verteilt möglichst viele heimische Pflanzen ausbringt“, erklärt der Imker Wolfgang Baum aus Berlin-Pankow. Er hat im Garten des Kiez einen großen Infostand aufgebaut und zeigt den interessierten Besuchern, wie ein Bienenstock von innen aussieht. Durch die gläserne Rückwand eines Bienenkastens sieht man tausende fleißige Insekten herumkrabbeln und Waben bauen.

„Wichtig ist vor allem, dass kein künstlicher Dünger, keine Chemie auf die Blumen gesprüht wird, das schadet den Bienen enorm, weil es sie krank machen kann“, sagt Wolfgang Baum. Er ist Imker aus Leidenschaft. Bienenstiche stören ihn nicht, sie helfen sogar: Ein bisschen Bienengift sei gut gegen Rheuma, verrät er.

Motto: Bienenstich und Zuckerguss

Das Kiez am Hölzernen See stand am Pfingstsonntag ganz im Zeichen der Biene. Motto: „Bienenstich und Zuckerguss“, es gab viel selbst gebackenen Kuchen und Kaffee. Neben dem Infostand von Imker Wolfgang Baum konnten die Besucher Insektenhotels aus Holz, Lehm und hohlen Stöckern basteln. Die Kiez-Mitarbeiter unterstützen sie dabei professionell.

Insektenhotels dienen vor allem Wildbienen als Unterschlupf. Neben den gezüchteten Honigbienenarten existieren alleine in der Region um Berlin herum rund 300 Wildbienenarten. Sie geben zwar keinen Honig und leben zumeist als Einzelgänger, aber sie erfüllen dennoch eine verantwortungsvolle Aufgabe: Sie bestäuben viele Blüten und sorgen so dafür, dass Früchte wachsen können.

Veranstalter vom Besucherandrang überrascht

„Die Bienen haben uns immer schon beschäftigt und jetzt wollten wir mal ein Zeichen setzen“, sagt Christine Schilling, Geschäftsführerin des Kiez am Hölzernen See. Der Weltbienentag war dafür die ideale Gelegenheit. Dass der Besucherandrang am Pfingstsonntag so groß sein würde, überraschte die Veranstalter allerdings, sie kamen kaum mit dem Kaffeekochen für den Verkauf hinterher. Christine Schilling und ihr Team hatten sich ganz bewusst nur für eine Kaffee- und Kuchentheke entschieden und den Grill in der Garage gelassen. „Heute soll mal nicht die Bratwurst im Mittelpunkt stehen, sondern die Biene“, sagt Schilling.

Stellvertretend für alle Insekten solle die Biene den Menschen die Augen öffnen, selbst mehr für die Insekten zu tun und mit der Umwelt achtsamer umzugehen. „Es geht auch um die Artenvielfalt“, sagt Schilling. Angesichts des Erfolges zum ersten Weltbienentag kann sich Schilling gut vorstellen, auch nächstes Jahr wieder das Kiez für Insektenfreunde zu öffnen. Als Schullandheim sei es ihre Aufgabe, für Bildung zu Nachhaltigkeit zu sorgen, so Schilling.

Der 9-jährige Andreas schleudert frischen Honig. Imkerin Michaela Walluks aus Zeesen hilft ihm dabei. Quelle: Jonas Nayda

Für die Kinder war das Honigschleudern im Haus des Wassers die Hauptattraktion. Hier wurde eine Wabe nach der anderen in die Schleudermaschine gehoben und kräftig gedreht, bis der frische Honig unten aus der Schleudermaschine herausfloss. Imkerin Michaela Walluks aus Zeesen hatte ihre Arbeitsgeräte mitgebracht und jeder durfte mithelfen.

Von Jonas Nayda

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