Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen 100 Jahre Frankonia Wernsdorf
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen 100 Jahre Frankonia Wernsdorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:42 30.06.2019
Jubel bei der 1. Männermannschaft von Frankonia über den 2. Platz beim Turnier, hinter Schmöckwitz und vor der Traditionsmannschaft von Union Berlin. Quelle: Gerlinde Irmscher
Wernsdorf

100 Jahre, das muss gefeiert werden, sagten sich die Mitglieder von SV Frankonia Wernsdorf und luden am Samstag zur großen Jubiläumsfeier auf den Sportplatz nach Wernsdorf ein.

Ein Fest eines Fußballvereines, ohne dass ein Ball über den Rasen rollt, ist aber kein richtiges Fest. Also trafen sich am Nachmittag acht Mannschaften zu einem Turnier – unter ihnen die Traditionsmannschaft von Union Berlin. Gespielt wurden zweimal zehn Minuten. „Der Spaß steht im Vordergrund“, begrüßte Fred Lantzke zu Beginn die Spieler.

Der Sportverein Frankonia Wernsdorf kann auf eine nunmehr 100-jährige Geschichte zurückblicken. Das stolze Jubiläum war jetzt Anlass für ein Fest, bei dem alte und junge Sportfreunde zusammenkamen.

100 Jahre Wernsdorf seien es Wert, eine ruhige Kugel zu schieben, so Lantzke weiter. Zur Abkühlung stehe genügend Wasser am Spielfeldrand bereit, denn die Sonne strahlte kräftig. Doch bevor gekickt wurde, hatten die Cheerleader vom SV Gosen ihren Auftritt – und es konnte sich sehen lassen, was die vier- bis zwölfjährigen Mädchen den Zuschauern boten. „Es hat Spaß gemacht und da merkt man die Hitze gar nicht“, sagte Maja nach dem Auftritt. Ein Höhepunkt für die Besucher war des Spiel „U 100“, bei dem sich die ganz alten Wernsorfer Herren aufs Feld begaben. Und der Nachwuchs hatte Spaß beim Bambini-Spiel und der Kinder-Olympiade.

„Wir sind durch dick und dünn gegangen“

„Ich gucke, ob ich alte Kumpels treffe“, sagte Manfred Hölz. Der 84-Jährige hatte Glück, denn er traf auf Werner Lantzke, mit dem er Erinnerungen austauschte. „Das Vereinsgebäude, wo wir jetzt sitzen, war nur eine Baracke“, erinnerte sich Werner Lantzke. Er berichtete, wie die Sportler zupackten und immer wieder etwas Neues schufen. „Wir sind im Verein durch dick und dünn gegangen“, sagte der 93-Jährige – deshalb dürfe man so ein Fest nicht versäumen. Einen großen Präsentkorb gab es für die Seele des Vereins, Fred Lantzke. Er ist nicht nur Kassenwart, er kümmert sich einfach um alles, was auf dem Platz anfällt.

Als es um die Versteigerung der zwei Unionstrikots ging, legte sich Ben Bremer als Auktionator voll ins Zeug. An seiner Seite hatte er Torsten Mattuschka und Ronny Nikol von der Traditionsmannschschaft des 1.FC Union. Unter Jubel ersteigerte Karl-Heinz Krutz das Trikot von Sebastian Polter für 1000 Euro, die dem Fest zugute kamen und Paul Röhricht gab 950 Euro für das Trikot von Felix Kroos. „Wenn es für einen guten Zweck ist, bin ich dabei“, sagte der Neuzittauer. Das Geld ist für die C-Junioren gedacht. Klaus Pickert, Vereinsvorsitzender von 1992 bis 2002, legte gleich noch 200 Euro obendrauf.

Eine Hymne für den Verein

Zum 100-jährigen Bestehen gibt es nun auch eine eigene Hymne, geschrieben von den Musikern Sven Kaselow und Alexander Goldmann. Gordon Griepsch von der ersten Männermannschaft und Sven Kaselow brachten sie zu Gehör. Am Abend sorgte die Liveband Southern Company für Stimmung und die „Frankonier“ feierten gemeinsam mit ihren Gästen bis weit in die Nacht ihr Jubiläum und tauschten Erinnerungen aus.

Bis in das Jahr 1913 lassen sich die Ursprünge des heutigen SV Frankonia Wernsdorf zurückverfolgen. Damals wurde auf Initiative von Pfadfindern der „Sportclub Freiheit Wernsdorf“ gegründet. Doch dabei blieb es erst einmal. An kontinuierliches Fußballspielen war durch den Beginn des Ersten Weltkriegs nicht zu denken.

Rätselhafter Vereinsname

Nach Kriegsende fanden sich Unentwegte und führten die begonnene Arbeit weiter. Am 27. August 1919 wurde der „Sportverein Frankonia“ aus der Taufe gehoben. Wie es zu dem Namen Frankonia kam, bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich ist, dass der Name auf einen Bäckergesellen, der sich für einige Zeit in Wernsdorf ansiedelte, zurückzuführen ist. Er war Franke. Das Vereinsleben war von einem ständigen Auf und Ab geprägt, nicht nur auf der sportlichen Seite, auch durch die jeweiligen politischen Verhältnisse. All dies ist in der Chronik „100 Jahre Fußball in Wernsdorf“, verfasst von Erhard Pietruschka, nachzulesen.

Von Gerlinde Irmscher

Eine 80-jährie Frau aus Berlin ist am Mittwochnachmittag nach dem Baden im kniehohen Wasser zusammengebrochen. Die Reanimation war ohne Erfolg. Die Polizei ermittelt nun die Todesursache

30.06.2019

Die Eisverkäuferin Manuela Kurzeja hat am Mittwoch bei Gluthitze ihr Eiscafé vorzeitig geschlossen. Im Interview erzählt sie, weshalb.

30.06.2019
Königs Wusterhausen Königs Wusterhausen/Schönefeld - S-Bahn bleibt unterbrochen

Die S-Bahn-Linien nach Königs Wusterhausen und Schönefeld bleiben auch in der Woche vom 1. bis 5. Juli unterbrochen. Es verkehren weiterhin Ersatzbusse zwischen Grünau und Baumschulenweg.

27.06.2019