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Königs Wusterhausen Dahmebrücke wird doppelt so teuer wie geplant
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00:19 05.10.2018
Die defekte Brücke liegt seit fast zwei Jahren im Königs Wusterhausener Hafen. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Neue Hiobsbotschaft von der kaputten Dahmebrücke für Radfahrer und Fußgänger, die seit fast zwei Jahren im Hafen herumliegt. Die Reparaturkosten haben sich inzwischen auf 1,2 Millionen Euro verdoppelt. Für die Gesamtkosten der Baumaßnahme rechnet die Stadt Königs Wusterhausen mit 1,4 Millionen Euro.

Damit wäre die Reparatur so teuer wie die neue Brücke, die von 1998 bis 1999 errichtet wurde. Bauherr war damals das Brandenburgische Straßenamt. Die Städte Wildau und Königs Wusterhausen übernahmen später die Brücke vom Land. Im September 2016 wurde sie zunächst wegen Einsturzgefahr gesperrt und kurz darauf abgebaut. Die Holzkonstruktion war an entscheidenden Stellen verfault.

„Die verkehrliche Situation ist chaotisch“

Zunächst sollte die Brücke Ende 2017 wieder aufgebaut werden, dann war Ende 2018 als Termin genannt worden. Inzwischen wird auch schon über das Frühjahr 2019 spekuliert. Besonders in Wildau wächst der Unmut. „Warum die Brücke nicht längst wieder steht, ist mir unerklärlich“, sagt Fraktionschef Mark Scheiner (CDU) aus der SVV.

Als erster Kommunalpolitiker stellt Scheiner Wildaus finanziellen Anteil an der Reparatur in Frage. Die Städte teilen sich die Kosten. „Natürlich stehen wir zu unseren Verpflichtungen, aber erst müssen jetzt einige Dinge geklärt werden.“ Für Fußgänger und Radfahrer, die sich am Rand der vielbefahrenen L30 entlang schlängeln, sei die Lage unzumutbar. „Die verkehrliche Situation ist chaotisch“, so Scheiner.

Keine Begründet für Kostensteigerung

Wildau hat der Nachbarstadt einen Fragenkatalog geschickt, unter anderem zu den ausufernden Kosten. Königs Wusterhausen ist federführend bei dem Projekt. „Befriedigende Antworten bekamen wir bisher nicht“, sagt der amtierende Bürgermeister Marc Anders (parteilos) auf MAZ-Anfrage. Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat habe eine Einladung in den Wildauer Stadtrat kommende Woche ausgeschlagen.

Von der Stadt Königs Wusterhausen gab am Dienstag keine Stellungnahme. Diese müsse erst mit Wildau abgestimmt werden, weil es sich um ein gemeinsames Projekt handele, teilte eine Sprecherin mit. In einer Informationsvorlage für die Königs Wusterhausener Stadtverordneten hat das Rathaus im September erstmals die neuen Kosten dargestellt. Begründet werden die Steigerungen nicht.

Zeitplan soll eingehalten werden

Laut der Übersicht sind 500.000 Euro Fördermittel vom Land bewilligt worden. Die Summe, die sich Königs Wusterhausen und Wildau am Ende teilen müssen, wird mit knapp 900.000 beziffert. Ursprünglich sollten Planung und Reparatur der Brücke 600.000 Euro kosten. Eine Förderung gab es zunächst nicht. Königs Wusterhausen hatte in seinem diesjährigen Haushalt 800.000 Euro für die Brückenreparatur geplant.

Noch im Sommer war man in Königs Wusterhausen zuversichtlich, dass die Brücke bis zum Jahresende wieder aufgebaut werden kann. Trotz der Verzögerungen bei der Auftragsvergabe werde der geplante Termin zu halten sein. Die Brücke soll einen neuen Unterbau bekommen. Das Holzdach bleibt erhalten, so hatten es jedenfalls die beiden Stadträte beschlossen.

Von Frank Pawlowski

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