Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Wildschwein-Horde verwüstet teuren Rasen – Gartenbesitzer fassungslos
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Wildschwein-Horde verwüstet teuren Rasen – Gartenbesitzer fassungslos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 05.11.2018
Jens Niefeldt vor seinem aufgerollten Rollrasen. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Wie ein Trümmerfeld sieht die Fläche aus, die eben noch ein hübscher Rasen war. Jens Niefeldt steht fassungslos davor und flucht: „Diese blöden Wildschweine!“ Auf dem Grundstück des 52-Jährigen in der Straße Am Nottefließ in Deutsch Wusterhausen haben die Tiere eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

In der Straße Am Nottefließ in Deutsch Wusterhausen haben Wildschweine schon so manchen Garten umgepflügt. Sie machen auch eine beliebte Gassi-Strecke unsicher. Die Bewohner können wenig dagegen tun.

Die Wildschweine machten in der Nacht zum Dienstag kurzen Prozess mit dem 2000 Euro teuren Rollrasen. Jens Niefeldt und Gattin Angela hatten ihn erst vor einigen Wochen mühevoll verlegt. Damit fangen Niefeldts jetzt wieder von vorne an. Wie es aussieht, können sie viele Teile noch nutzen. Sie liegen wie umgestülpte Matten auf dem durchwühlten Boden.

Wildschweine kommen seit einem Jahr

Erst seit diesem Jahr treiben sich die Wildschweine vermehrt in der Wohnsiedlung herum, berichtet Jens Niefeldt. Auf mehreren Nachbargrundstücken sind die Spuren zu sehen, ebenso auf den kleinen Grünflächen inmitten der Straße. Überall ist der Boden aufgewühlt. An einem Gehweg, der hinunter zum Nottekanal führt, ist er von den Tieren regelrecht umgepflügt worden.

Abends traut sich kaum jemand raus

Das ist eine beliebte Gassi-Strecke, die Hundebesitzer inzwischen aber meiden, wenn es dunkel ist. „Abends traut sich hier aus Angst vor den Wildschweinen kaum noch jemand raus“, sagt Jens Niefeldt. Besonders für Kinder könne es gefährlich werden.

Der umgepflügte Rollrasen auf dem Grundstück von Jens Niefeldt. Quelle: Frank Pawlowski

Nur ein Zaun schützt

Doch gegen die aufdringlichen Schwarzkittel können die Bewohner wenig ausrichten. „Die einzige Möglichkeit ist, das Grundstück mit einem Zaun dicht zu machen“, rät der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Königs Wusterhausen, Horst-Dieter Hennings. Abschüsse in Wohngebieten, die immer wieder gefordert werden, hält er für wenig aussichtsreich. „Die Sondergenehmigung zu beantragen, ist ein Riesenaufwand. In Ortslagen zu schießen, ist sehr gefährlich.“

Wildschweine lassen sich leicht verscheuchen

Fürchten müssten sich Menschen vor den Tieren in dieser Jahreszeit eigentlich nicht mehr. Die Tiere suchen in der Regel das Weite, auch bei Hunden. „Es reicht, in die Hände zu klatschen oder laut zu rufen, dann verschwinden sie.“ Angriffslustig sind die Wildschweine im Frühjahr, wenn ihr Nachwuchs noch klein ist.

Beim ersten Frost sind die Tiere weg

Derzeit suchen sie im Boden nach Würmern und Käfern, um die Eisweißspeicher für den Winter aufzufüllen. Dabei dringen sie bis in die Wohngebiete vor. „Diese Phase dauert nicht mehr all zu lange. Beim ersten Frost ziehen sich die Wildschweine zurück“, so Horst-Dieter Hennings.

Von Frank Pawlowski

Die Königs Wusterhausener Tafel zieht um. Das neue Domizil befindet sich in der Erich-Kästner-Straße 12. Diesmal ist es kein Provisorium. Und es gibt noch eine gute Nachricht für Bedürftige.

05.11.2018

In den kommenden Tagen wird bei der Bahn weiterhin gebaut. Betroffen sind S2, S9, RE5, RE7, RB14 und RB24.

01.11.2018

Der Wiesenhof-Betrieb in Niederlehme darf seine Schlachtkapazitäten erweitern. Eine entsprechende Genehmigung liegt nun vor. Damit dürfen dort künftig 160 000 Tiere geschlachtet werden.

01.11.2018