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09:11 26.10.2018
Manfred Neuhaus leitet seit mehr als 44 Jahren den Hundesportverein in Zeesen
Manfred Neuhaus leitet seit mehr als 44 Jahren den Hundesportverein in Zeesen Quelle: Andrea Müller
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Zeesen

Flott geht Manfred Neuhaus über den Hundesportplatz in Zeesen. Sein Schäferhund Edy folgt ihm auf den Fuß. „Sitz“, befiehlt Neuhaus. Seit zwölf Jahren sind Hund und Herrchen ein Team. Für Neuhaus ist es der sechste Hund in all den Jahren der Hundeausbildung. Manfred Neuhaus leitet seit mehr als 44 Jahren den Sportverein Schutz- und Gebrauchshunde in Zeesen. Gemeinsam mit den Mitgliedern hat er Verein und Gelände in Körbiskrug zu dem gemacht, was sie heute sind.

Dieser Hundeausbildungsplatz ist in Körbiskrug über viele Jahre hinweg entstanden. Quelle: Andrea Müller

Ausbildung sei wichtig

1966 hatte die Gemeinde Zeesen das Gelände zur Verfügung gestellt. Ein alter Kiosk diente als erste Unterkunft. Drei Jahre später begann der Bau des Sportlerheims, das 1972 noch einmal erweitert wurde. Darüber hinaus wurden 40 Zwinger für die Tiere errichtet. 1977 kamen Wasser und Strom auf das Gelände. Derzeit hat der Verein 26 Mitglieder – das jüngste ist 20 Jahre alt, das älteste hat die 90 überschritten. In all den Jahren seit der Vereinsgründung sind unzählige Hunde ausgebildet und Prüfungen abgelegt worden. „Eigentlich sollte jeder Hundebesitzer seinen Hund im Verein ausbilden lassen“, meint Manfred Neuhaus. Es sei so wichtig, dass das Tier – vom Dackel bis zum Schäferhund – zu hundert Prozent auf seinen Besitzer hört. So mancher unschöne Zwischenfall könnte so verhindert werden. „Die Unterordnung ist das A und O“, meint der Vereinsvorsitzende, der an den Trainingstagen – dienstags ab 14.30 Uhr und samstags ab 14 Uhr – immer vorzeitig auf dem Platz in Körbiskrug direkt an der B179 kurz vor der Schranke ist, um alles vorzubereiten.

Trotz seiner 80 Lenze und zweier Herzinfarkte schont sich Neuhaus nicht. Der Verein sei wie ein zweites Zuhause für ihn: Er koste nicht nur Kraft, sondern gebe auch welche. Natürlich hätte er gern, wenn der ein oder andere mal mehr mit zufassen würde. Unaufgefordert. Zugleich weiß Neuhaus, dass sich die Zeiten geändert haben.

Bei der Ausbildung zum Gebrauchs- und Schutzhund. Quelle: Verein

Sorge über Nachfolge

Früher sei vieles aus eigener Kraft entstanden. „Alle haben mit zugefasst, dann war die Arbeit schnell erledigt“, erinnert er sich. Heute hätten die meisten mit sich selbst zu tun. Da bliebe nicht so viel Zeit für den Verein. „Deswegen mache ich mir auch große Sorgen über meine Nachfolge“, sagt er. Ende des Jahres sollen noch Vorstandswahlen stattfinden. „Ich würde schon gern sehen, dass jemand diese Aufgabe in die Hand nimmt, der jünger ist“, so Neuhaus. Überhaupt sei das Alter im Verein ein Problem. „Manchmal sind mit fünf Leuten 300 Jahre auf dem Platz“, scherzt sein Stellvertreter Peter Neumann.

Zum Probetraining willkommen

Wer gern mal vorbei schauen möchte, kann das an den Trainingstagen tun. Man kann sich auch vorher beim Vorsitzenden unter der Telefonnummer 0 33 75/50 19 18 anmelden.

Von Andrea Müller