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Dahme-Spreewald Die Mühlen mahlen zu langsam
Lokales Dahme-Spreewald Die Mühlen mahlen zu langsam
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19:51 26.03.2019
Bahnhof Königs Wusterhausen Quelle: G.I.
Königs Wusterhausen

Grundsätzlich ist es eine gute Nachricht, dass die Planungen für den Ausbau des Bahnhofs Königs Wusterhausen vorankommen, und dass man sich sogar gleichzeitig dem zweiten Gleis zwischen Cottbus und Lübbenau widmet. Denn die Strecke zwischen Cottbus und der Hauptstadt ist nicht nur eine der wichtigsten Pendlerstrecken für das Land Brandenburg, sie wird auch zentral für die Anbindung an den BER. Viele Arbeitskräfte dort werden aus dem Süden Brandenburgs kommen.

Die Pendler merken nur schon jetzt täglich, dass die Strecke überlastet ist. Zumindest in den Stoßzeiten müssten deutlich mehr Züge fahren, aber die Linie ist zu einem Nadelöhr geworden. Und sie wird es bleiben, so lange die Bahnen zwischen Cottbus und Berlin nicht durchgängig auf zwei Gleisen fahren können.

Deshalb stimmt die Nachricht aus Potsdam auch nachdenklich. Denn es liegt inzwischen eineinhalb Jahre zurück, dass sich die Landesregierung zu den Projekten bekannt hat. Im Juni 2018 verkündete sie dann den Abschluss der ersten Planungsphase. Jetzt hat offenbar auch die zweite Planungsphase noch einmal ein dreiviertel Jahr in Anspruch genommen.

In dieser Zeit hat sich die Zahl der Fluggäste an den Berliner Flughäfen um etwa zwei Millionen Passagiere erhöht. Es sind hunderte Arbeitsplätze im Raum Schönefeld entstanden und genauso viele. Diese Entwicklung wird aller Wahrscheinlichkeit nach anhalten – die Zahl der Arbeitsplätze wird mit Flughafeneröffnung explodieren.

Sollte der BER tatsächlich im Herbst 2020 seinen Betrieb aufnehmen, darf man aber wohl von Glück reden, wenn alle Zeichnungen für den Umbau der Bahnstrecke CottbusBerlin vorliegen und genehmigungsfähig sind. Eigentlich müssten dann freilich schon Züge in hoher Taktung in die Hauptstadt und in Richtung BER fahren. Aber das kann man bei diesen Planungszeiträumen getrost vergessen.

Von Oliver Fischer

Die Reihe „Kabinett vor Ort“ ist dazu da, dass sich die Landesregierung mit Vertretern von Landkreisen austauscht. In Wildau bekam Ministerpräsident Woidke Infos zum BER, die ihn hoffnungsfroh stimmten.

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