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Dahme-Spreewald „Kontakte zum Umland müssen intensiver werden“
Lokales Dahme-Spreewald „Kontakte zum Umland müssen intensiver werden“
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14:49 12.01.2017
Ralf Kunkel . Quelle: Uta schmidt
Schönefeld

Vor einem Jahr hatte die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH ihre Umlandarbeit neu ausgerichtet. Ralf Kunkel übernahm die Funktion des Umlandbeauftragten. Für 2017 hat sich sein Team viel vorgenommen.

Herr Kunkel, ist es Ihnen im vergangenen Jahr gelungen, einen engeren Draht zu den Umlandgemeinden aufzubauen?

Mein Anliegen war es, die Kontakte ins Umland – zu den Kommunen und Bürgern – weiter zu intensivieren. Ich denke, dass das ganz gut gelungen ist. Ich bin zentraler Ansprechpartner der Flughafengesellschaft für alle Entscheidungsträger aus der Region, für Gemeinden, Landkreise und Bezirke. Meine Hauptaufgabe besteht derzeit darin, das Unternehmen im Dialog-Forum stärker als bisher zu vertreten und das Schallschutzteam von Ralf Wagner bei seiner Arbeit zu unterstützen. Mit den ersten Schallschutztagen im Dialog-Forum im Juni haben wir ein völlig neues Format entwickelt, bei dem sich die BER-Anwohner an einem Wochenende direkt bei Experten und Fachfirmen über das Schallschutzprogramm und dessen Umsetzung informieren konnten. 800 Personen nutzten dieses Angebot, das wir in diesem Jahr wieder auflegen werden. Gute Resonanz fand auch die neu

Nutzen die Bürger jetzt stärker die von der FBB angebotenen Möglichkeiten zum Einbau von Schallschutz?

Immer mehr Bauherren haben aus meiner Sicht erkannt, dass sie guten Gewissens unsere Beratungsangebote zum Schallschutz nutzen können. Wir sind viel bürgerfreundlicher geworden. Das Schallschutzteam der Flughafengesellschaft ist für die Anliegen der Anwohner gut erreichbar und steht diesen mit Rat und Tat zur Seite. Das gilt sowohl für Eigentümer, die eine Entschädigung erhalten, als auch für diejenigen, die von uns die Anspruchsermittlung mit den Baumaßnahmen bekommen. Und die individuellen Spielräume bei der Umsetzung sind mit den Modullösungen größer geworden. Diese wurden bisher 1800 Mal in Anspruch genommen. Wir wollen jetzt, dass Bauwillige im BER-Umfeld einheitlicher über das Spektrum der Schallschutzmöglichkeiten informiert werden. Dazu müssen Bauämter in Berlin und Brandenburg eine gemeinsame Sprachreglung finden. Im Dialog-Forum bieten zudem die Landkreise eine engagierte und lösungsorientierte Beratung an.

Nun stehen ja die Chancen nicht so gut, dass der BER 2017 ans Netz geht. Was heißt das für die Umlandarbeit?

Wir ermuntern die Anwohner, ihre Bemühungen beim Einbau von Schallschutzmaßnahmen fortzusetzen, damit sie bei der BER-Inbetriebnahme in den Häusern und Wohnungen den vollen Schallschutz genießen können. Für 20 445 Wohneinheiten liegen uns jetzt Schallschutzanträge vor. An die Eigentümer von 18 111 Wohneinheiten haben wir die Anspruchsermittlungen verschickt. Das sind knapp 90 Prozent. Die Anwohner können bauen, und das sollten sie auch tun, bevor der BER ans Netz geht.

Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung genau?

Bauliche Maßnahmen – auch bauliche Teilumsetzung wie beispielsweise der Einbau von Schallschutzfenstern ohne Lüfter – fanden bei etwa 2600 Anspruchsberechtigten statt. Das ist nach wie vor sehr wenig. Daher ist uns die gemeinsame Anstrengung aller Akteure in der Region wichtig, den Einbau von Schallschutz zu befördern. Entschädigungszahlungen wurden für 4700 Wohneinheiten ausgereicht. Für 47 sogenannte besondere Einrichtungen wie Kitas oder Schulen liegen uns Anträge auf Schallschutz vor. In 32 dieser Objekte wurde der Schallschutzeinbau bereits abgeschlossen, bei 15 ist er derzeit in Arbeit.

Wird mit der Eröffnung des BER die Umlandarbeit beendet sein?

Die Kontakte der Flughafengesellschaft zum Umland müssen dann sogar intensiver werden. Denn wir rechnen mit einer Initialzündung für den Strukturwandel in der Region. Die Flughafenregion hat mit dem BER eine ganz besondere Chance, Zuzug, Firmenansiedlungen, Arbeitsplätze und Wohlstand zu generieren. Aber wegen des BER haben wir auch besondere Herausforderungen in der Region. Wie das Dialog-Forum angemahnt hat, muss vor allem die Verkehrsin-frastruktur rund um den Flughafen dringend ausgebaut werden. Verstehen Sie mich nicht falsch: Der BER ist verkehrstechnisch gut angebunden. Aber durch die weiter ansteigenden Fluggastzahlen muss die Infrastruktur immer wieder aufs Neue hinterfragt und, sofern erforderlich, auch angepasst werden. Das betrifft primär die Straße. Die Region muss das Wachstum managen. Reibungspunkte sind da ganz natürlich. Und die können am besten im offenen Dialog miteinander minimiert werden.

Welche Reibungspunkte sehen Sie in den nächsten Monaten?

Im Sommer 2017 soll der Flugverkehr in Schönefeld für die Dauer von etwa drei Monaten wieder über die Südbahn erfolgen – wie bereits 2015 anlässlich der Sanierung der Nordbahn. Im Sommer 2017 stehen Bauarbeiten an Vorfeldern und Zuwegungen zur nördlichen Start- und Landebahn an, die im Zuge der Ertüchtigung des Bestandsflughafens nötig werden. Wir werden die Anwohner regelmäßig über Neuigkeiten zu diesem Thema auf dem Laufenden halten und wieder ein InfoTelefon schalten.

Zum Aufgabengebiet des Umlandteams gehört auch die Koordination des Flughafensponsorings, wer kann von der Unterstützung der FBB profitieren?

Wir unterstützen Jahr für Jahr an die 200 Projekte von Vereinen, Bildungs- oder Kultureinrichtungen. Viel Zuspruch findet seit dem vergangenen Jahr beispielsweise unser Corporate-Volunteering-Programm. Unterm Motto „Für die Region“ greifen Mitarbeiter der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH einen Tag lang Partnern unter die Arme. Im Dezember war das in der Erich-Kästner-Schule in Königs Wusterhausen der Fall, wo zwölf Flughafenmitarbeiter Räume gestrichen und Möbel aufgebaut haben. Einer der Räume soll in Zukunft als Leseprojektraum genutzt wer


Von Uta Schmidt

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