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Dahme-Spreewald Konzept für Einzelhandel wird überarbeitet
Lokales Dahme-Spreewald Konzept für Einzelhandel wird überarbeitet
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16:58 16.02.2018
Vorübergehender Leerstand in der Luckenwalder Straße. Wo einst der Nettomarkt war, soll ein Getränkemarkt einziehen. Auch ein Textilladen soll in dem Gebäudekomplex neben Kaufland eröffnen. Termine sind noch nicht bekannt. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Das sieben Jahre alte Einzelhandelskonzept für Königs Wusterhausen soll aktualisiert werden. Die Ausschreibung für die Überarbeitung wurde gestartet, der Auftrag soll noch in diesem Jahr vergeben werden, sagte der für Wirtschaftsförderung zuständige Rathausmitarbeiter Moritz Thiele im Stadtentwicklungsausschuss des Stadtrates.

Diskussion um Auswirkungen der Kaufland-Ansiedlung

Eine Auswertung des alten Konzeptes gibt es noch nicht. Ausschussvorsitzender Reinhard Wenzel (SPD) nannte aber schon einen Punkt, der dabei eine Rolle spielen wird. Und zwar die Auswirkungen des Kaufland-Marktes in der Wiesenstraße auf die Innenstadt. „Gab es Verbesserungen oder war das alles für die Katz?“, fragte er in die Runde. Ein Ausschussbesucher meinte, die Bedenken hätten sich bestätigt. Ein Wohnungsbau an dem Standort wäre besser gewesen und hätte für mehr Kaufkraft in der Innenstadt gesorgt. Besucher Danny Albrecht berichtete von Händleraussagen, dass Kaufland kaum zur Belebung der Innenstadt beigetragen hätte. „Das passiert durch den Markt“, sagte er.

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Taxis in der Bahnhofstraße sind fehl am Platz

Benno Breitmeier vom Wasserhaus sprach die Situation in der Bahnhofstraße an. „Was sie nicht braucht, ist der Taxistand“, meinte er. Die Taxen sollten einen anderen Platz bekommen, weil sie die Ausbreitung des Marktes bis zum Bahnhofsvorplatz verhinderten. Apotheker Knut Sabelus vom Verein Citypartner sieht die Kaufland-Ansiedlung ebenfalls als Fehler an, betonte aber, durch den Markt sei Kaufkraft in der Stadt geblieben. Er regte an, in den Ortsteilen nach Standorten für neue Handelszentren zu suchen, um die Innenstadt-Händler nicht zu schwächen. Größere Ansiedlungen, zum Beispiel in Zeesen, seien aber eher südlich der Umgehungsstraße sinnvoll.

Getränkemarkt und Textilladen neben Kaufland

Stadtplanerin Kerstin Koffke informierte im Ausschuss darüber, dass Nutzungsanträge für den Gebäudekomplex an der Luckenwalder Straße neben Kaufland vorliegen, in dem sich unter anderem ein Nettomarkt befand. Dort sollen ein gut 500 Quadratmeter großer Getränkemark sowie ein knapp 200 Quadratmeter großer Textilladen einziehen. Außerdem sind zwei kleinere Gewerbeflächen geplant. Zu den Betreibern machte sie keine Angaben. Es war gemunkelt worden, dass Kaufland die großen Flächen nutzt. Das Unternehmen äußerte sich bisher nicht dazu.

Von Frank Pawlowski