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Dahme-Spreewald Drohne kontrolliert den Abstand der Lkws auf der A 13
Lokales Dahme-Spreewald Drohne kontrolliert den Abstand der Lkws auf der A 13
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19:03 24.06.2019
Bei Polizeiobermeister Michael Zielke kommen die Bilder an, die von der Drohne aufgezeichnet wurden Quelle: Gerlinde Irmscher (2)
Krausnick

Mindestens 50 Meter Abstand muss ein LKW auf der Autobahn bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h zum vorausfahrenden Fahrzeug haben. Dass dies in vielen Fällen nicht eingehalten wird, ist ständig zu beobachten. Verkehrsunfälle mit der Unfallursache „ungenügender Sicherheitsabstand“ sind in den letzten Jahren stetig angestiegen. „Ist ein Fahrzeug mit 80 Km/h unterwegs und hält nur einen Abstand von zehn Metern, kann man es bei einem plötzlichen Bremsvorgang nicht mehr unter Kontrolle halten“, erklärt Ines Filohn, Pressesprecherin der Polizeidirektion Süd. Ein Abstandsassistent wäre ideal, da könne eine Menge Elend und Leid erspart werden.

Kontrolle am Rastplatz Krausnicker Heide

Am Montag führte die Verkehrspolizei der Polizeidirektion Süd deswegen auf der A 13 eine Abstandsmessung mittels einer Drohne durch. Drei Kilometer vor dem Rastplatz Krausnicker Berge hatte sich die Bereitschaftspolizei mit der Drohne positioniert, um den fließenden Verkehr zu überwachen. Konnten solche Kontrollen bis vor einiger Zeit nur mit einem Hubschrauber durchgeführt werden, ist inzwischen der Einsatz von Drohnen deutlich effektiver. Bei einem festgestellten Verstoßes wurde das Fahrzeug am Montag mit der Drohne bis zum Rastplatz beobachtet und dort heraus gewunken. Die von dem Fluggerät aufgezeichnete Filmsequenz hat Bestand als Beweismittel vor Gericht. Das bestätigten Richter, die kürzlich bei einer Kontrolle dabei waren und sich über die technischen Details informiert hatten. „Mit guten Worten allein ist es nicht getan, da folgt dann schon ein Bußgeldbescheid“, sagt Polizeioberkommisar Alexander Kroll, der den Einsatz geleitet hat. Allerdings hat er die Erfahrung gemacht, dass sich der größte Teil der Fahrzeugführer einsichtig zeigt und angesichts der Beweislage nicht diskutiert.

So sieht das Bild aus der Drohne aus. Quelle: Gerlinde Irmscher

Mit vor Ort war zudem Maik Töpfer, Kfz-Fachkundiger. Seine Aufgabe war es, den technischen Zustand der Fahrzeuge, unter anderem Reifen und Bremsen, zu überprüfen. „Es kann auch schon mal passieren, dass ein Fahrzeug wegen technischer Mängel stehen bleiben muss“, sagt er. Das war am Montag nicht der Fall. Lediglich bei einem polnischen Fahrzeug funktionierte die Feststellbremse am Hänger nicht richtig. Der Fahrer bekam ein Protokoll ausgehändigt, mit der Option den Fehler schleunigst beheben zu lassen.

Auch Sozialvorschriften überprüft

Darüber hinaus wurde die Einhaltung Sozialvorschriften eingehalten kontrolliert – der Fahrer muss für die vergangenen 28 Tage nachweisen, was er gemacht hat, ob die Pausen während der Fahrten und die Wochenendpausen eingehalten wurden.

Erwischt wurden 16 Fahrzeuge mit zu geringem Abstand, zwei davon im Bereich von zehn Metern. Sie erhielten die entsprechenden Strafen. Und noch etwas registrierte die Polizei: „Vier Fahrzeugführer haben wir ohne Schuhwerk, sprich Barfuß angetroffen, was auch eine Gefährdung des Verkehrs darstellt“, so Alexander Kroll.

Von Gerlinde Irmscher

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