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Dahme-Spreewald Wolf reißt schon wieder Schafe in Löpten
Lokales Dahme-Spreewald Wolf reißt schon wieder Schafe in Löpten
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15:45 16.08.2019
Wieder holte sich der Wolf Schafe in Löpten. Dieses Mal starben aus dieser Herde drei Tiere, acht wurden schwer verletzt. Quelle: Andrea Müller
Löpten

Schon wieder hat der Wolf in Löpten Schafe gerissen. Dieses Mal wurden insgesamt elf Schafe sein Opfer; drei starben, acht sind schwer verletzt. Das bestätigte das Brandenburger Umweltministerium.

„Es ist wahrscheinlich, dass ein Wolf oder mehrere Wölfe Verursacher des Schadens sind“, so Thomas Frey.

In Löpten werden viele Schafe gehalten. Allein die Agrargenossenschaft hält knapp 1.000 Tiere. Quelle: Andrea Müller

Ungenügende Einzäunung

Dass es schon wieder die Agrargenossenschaft Löpten getroffen hat, mag Frey aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht sagen. Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte das Umweltministerium einen Wolfsschaden bei diesem Unternehmen bestätigt. Damals hatte es die Moorschnuckenherde erwischt. Damals wie jetzt war der Grund dafür, dass der Wolf eindringen konnte – eine ungenügende Einzäunung der Schafe.

Schwierige Moorflächen

In der Regel werden die Tiere gut eingezäunt. Der Zaun steht unter Strom mit mindestens 2.000 Volt. In Löpten allerdings bestehe das Problem, dass sich das Gelände hin zu schwierigen Moorflächen erstreckt. „Der Tierhalter bewirtschaftet unter schwierigen Bedingungen wertvolle Moorflächen von hohem Landesinteresse“, teilt Frey mit.

Dieses Schaf in Löpten steht offen, die Einzäunung ist nach vorn unterbrochen. Quelle: Andrea Müller

Schwierig umzusetzen

Dennoch habe es nach dem letzten Übergriff Ende Juli Gespräche mit dem Halter gegeben. „Der zeigte sich dabei sehr aufgeschlossen und kooperativ“, erklärt der Mann aus dem Umweltministerium. Im Ergebnis dessen sei die betroffene Schafherde nach dem Übergriff auf eine „wolfsabweisend“ gezäunte Koppel umgetrieben worden. Die anderen Flächen jedoch, die mittels Beweidung offen gehalten werden sollen, seien so eingezäunt, dass sie der Hütesicherheit entsprechen. „Eine wolfsabweisende Zäunung ist hier teilweise schwierig umzusetzen“, heißt es aus dem Ministerium.

Damals kein Schadenersatz

Das selbe Ministerium hatte bei dem Wolfsriss im Juli eine ungenügende Zäunung dokumentiert und öffentlich erklärt, dass aus diesem Grund kein Schadenersatz geleistet werden könne. „In Löpten greift das Programm bei Wolfsriss nicht wegen des mangelnden Schutzes der Herde“, sagte Frey damals.

Mindeststandards sind einzuhalten

Grundlage für diese Entscheidung seien die „Mindeststandards zur Gewährung von Schadenausgleich bei Wolfsübergriffen“. Darin beschrieben sind unter anderem vierlitzige Elektroweidenzäune mit einer Mindesthöhe von 90 Zentimetern. Das Halten von Hütehunden gehört nicht zwingend dazu.

Ohne Hunde problematisch

Schäfer in der selben Gegend, aber auch in Mittenwalde bewerten das Halten von Schafen ohne Hunde für problematisch. Sie kritisieren die Nichteinhaltung des Tierschutzes durch den Tierhalter in Löpten.

Neues Rudel bestätigt

Für den aktuellen Wolfsriss ist wahrscheinlich das sogenannte Köriser Wolfsrudel verantwortlich. „Die genommenen Gewebeproben wurden noch nicht analysiert“, so Frey. Es sei aber aufgrund der räumlichen Nähe wahrscheinlich, dass es sich um einen oder mehrere Wölfe aus dem neu bestätigten Rudel handele.

Wölfe werden vor allem in Brandenburg heimisch. Jetzt auch in Groß Köris. Dieser hier stammt allerdings aus einem Gehege des Wolfcenter Dörverden in Niedersachsen. Quelle: Ingo Wagner/dpa

Nach Aussagen des Umweltministeriums bestehe dieses Rudel aus mindestens vier Tieren. Vor Ort heißt es, es handele sich um ein Rudel mit Welpen. Hier sagt man, es seien fünf Wölfe.

Von Andrea Müller

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