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Dahme-Spreewald Erster Coronavirus-Fall in Dahme-Spreewald
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19:11 12.03.2020
Das Landratsamt in Lübben Quelle: Frank Pawlowski
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Lübben

Im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Betroffen ist ein Mann aus der Kreisstadt Lübben, der zuvor im Urlaub in Österreich war, wie die Kreisverwaltung am Donnerstagabend mitgeteilt hat. Der 41-Jährige wird ärztlich betreut und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Der Gesundheitszustand des Infizierten ist stabil. Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald habe am Donnerstagnachmittag von dem positiven Testergebnis erfahren, heißt es in der Pressemitteilung aus der Kreisverwaltung. Die direkten Kontaktpersonen, die mit dem Mann in Verbindung standen, seien bereits ermittelt und stehen unter häuslicher Quarantäne.

Erkrankter war in Österreich im Urlaub

Der Erkrankte hatte kurz nach seiner Rückkehr aus Österreich am Mittwoch mit Grippesymptomen seinen Hausarzt aufgesucht. Das Laborergebnis der dort durchgeführten Abstrichuntersuchung bestätige heute den Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-Cov-2. Der Mann muss nun bis zur vollständigen Genesung in häuslicher Quarantäne bleiben, wird hausärztlich betreut und steht im täglichen Austausch mit dem Gesundheitsamt. „Wir bleiben mit dem Patienten im engen Kontakt, um wenn nötig entsprechend schnell weiter handeln zu können“, so Amtsärztin Astrid Schumann. Das Brandenburger Gesundheitsministerium und die Stadtverwaltung Lübben sind durch die Kreisverwaltung informiert worden.

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Saß: Es war nur eine Frage der Zeit

„Leider war es nur eine Frage der Zeit, dass das neuartige Virus auch in unseren Landkreis auftritt“, sagte Dahme-Spreewalds Gesundheitsdezernent Carsten Saß. „Wir haben mit unserem Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium schnell reagiert und alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Wir wünschen dem erkrankten Mann gute Besserung. Nun gilt es alles daran zu setzen, die Infektionskette zu unterbrechen.“ Der stellvertretende Landrat kündigte für Freitag die Einberufung des Verwaltungsstabes Dahme-Spreewald an, der die weiteren Maßnahmen der Coronavirus-Lage koordiniert. Der Stab steht im engen Austausch mit Dahme-Spreewalds Kliniken, dem Brandenburger Gesundheitsministerium und Robert-Koch-Institut. Zuvor werden im Lübbener Landratsamt auch die Bürgermeister und Amtsdirektoren der kreisangehörigen Kommunen in einer Sonderberatung über das aktuelle Lagebild informiert.

Einschränkungen von Großveranstaltungen

Die Kreisverwaltung gab außerdem bekannt, dass ab sofort Veranstaltungen massiv eingeschränkt werden. Das Landesgesundheitsministerium hatte wegen der steigenden Anzahl der Corona-Infektionen die Landkreise und kreisfreien Städte dazu angewiesen. Großveranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 1000 Menschen sind demnach bis auf weiteres untersagt. Veranstaltungen mit mindestens 100 Teilnehmenden müssen dem Landratsamt, entweder schriftlich an Reutergasse 12 in 15907 Lübben/Spreewald, oder per E-Mail an veranstaltungsmeldungen@dahme-spreewald.de gemeldet werden. Außerdem gilt ab sofort für alle Reise-Rückkehrenden: Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen beginnend ab der Rückkehr Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Hochschulen, Heime, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nicht betreten.

Landkreis informiert auf Homepage und schaltet Hotline

Aktuelle Informationen für Bürger zur neuartigen Coronavirus-Thematik gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus . Ende Februar wurde vom Landkreis Dahme-Spreewald zudem ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Für allgemeine Informationen zum Thema Coronavirus können auch folgende Angebote genutzt werden: Telefon-Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit: 030/346465-100 oder Telefon-Hotline der Unabhängigen Patientenberatung 0800/330-4615-32. Beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ist ein Bürgertelefon zum Coronavirus unter Tel. 0331/8683-777 eingerichtet.

Die Kreisverwaltung betont, nach wie vor gelte: Husten, Schnupfen oder Fieber können viele Ursachen haben. Der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus ist dann begründet, wenn die betreffende Person an Erkrankungen der Atemwege bzw. unspezifischen Symptomen leidet und zuvor in einem Risikogebiet war oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Ist das der Fall, sollte man sich telefonisch beim Hausarzt oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 melden.

Auch nach dem ersten Krankheitsfall sollte die Bevölkerung besonnen und achtsam reagieren. Wie schon mehrfach betont, ist die Einhaltung der Hygieneregeln besonders wichtig. Hier steht neben der Nies-Etikette die persönliche Händehygiene an erster Stelle. Außerdem sollte man auf Begrüßungsrituale mit Körperkontakt verzichten und Abstand zu Personen halten. Reisen in Risikogebiete sollten unterbleiben. Wer erkältet ist, sollte zum Husten oder Niesen ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge benutzen und sich ggf. krankmelden.

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Von MAZonline

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