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Dahme-Spreewald MAWV: Grünes Licht für gesplittete Gebühren
Lokales Dahme-Spreewald MAWV: Grünes Licht für gesplittete Gebühren
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17:40 13.12.2018
Eigentümer, die ihr Geld jetzt vom MAWV zurückerstattet bekommen, zahlen künftig mehr Gebühren.
Eigentümer, die ihr Geld jetzt vom MAWV zurückerstattet bekommen, zahlen künftig mehr Gebühren. Quelle: dpa
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Königs Wusterhausen

Die Verbandsversammlung des Märkischen Abwasser- und Wasserzweckverbands (MAWV) hat am Donnerstag mit großer Mehrheit für die Einführung unterschiedlicher Gebühren gestimmt. Das neue Gebührenmodell fürs Trink- und Schmutzwasser war umstritten.

Demnach wird es künftig eine Gruppe von Beitrags- und eine Gruppe von Nicht-Beitragszahlern geben. Laut Verband ergeben sich die neuen Gebühren aus einem Gerichtsurteil zu Anschlussbeiträgen, die der MAWV zum Teil rechtswidrig erhoben hatte. „Die Gebührenspaltung ist eine notwendige Konsequenz, wenn man das Urteil umsetzt“, erläuterte Otto Ripplinger, kaufmännischer Leiter des MAWV. Die Anschlussbeiträge müssen nun an die Eigentümer zurückgezahlt werden. Sogenannte Altanschließer, die Widerspruch eingelegt hatten und Geld zurückbekommen, zahlen künftig höhere Gebühren. Für Schmutzwasser sollen sie 4,30 Euro statt 2,94 Euro je Kubikmeter zahlen, für Trinkwasser 1,85 Euro statt 1,40 Euro. Alle anderen, sprich die sogenannten Beitragszahler, profitieren von den geringeren Gebühren.

Das neue Gebührenmodell soll bereits zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. „Mit diesem kleinen Schritt versuchen wir einigermaßen Rechtsfrieden herzustellen“, sagte der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Udo Haase. Mittenwalde, Wildau und Zeuthen stimmten gegen das neue Gebührenmodell. Bürgermeister Ralf Irmscher aus Münchehofe enthielt sich bei der Abstimmung, weil seine Gemeinde von der Altanschließerproblematik, wie er sagte, nicht betroffen sei.

Von Josefine Sack