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Dahme-Spreewald MAZ-Sterntaler: Frauenhäuser in TF und LDS wollen sich neu einrichten
Lokales Dahme-Spreewald

MAZ-Spendenaktion-Sterntaler: Frauenhäuser in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming brauchen Möbel, Laptops und Spielsachen

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17:05 10.12.2021
Elke Voigt hilft Frauen und Kinder in Königs Wusterhausen. (Archivbild)
Elke Voigt hilft Frauen und Kinder in Königs Wusterhausen. (Archivbild) Quelle: Lena Köpsell
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Teltow-Fläming/Dahme-Spreewald

Für die Bewohnerinnen der Frauenhäuser in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald ist Heiligabend in den Einrichtungen nicht wie das übliche Weihnachtsfest. „Wir versuchen, Weihnachtsgeschenke zu organisieren und es uns gemütlich zu machen“, sagt die Koordinatorin der Häuser in Luckenwalde und Ludwigsfelde, die anonym bleiben möchte.

MAZ-Sterntaler für Frauenhäuser

Dass die vor Gewalt geflohenen Frauen und ihre Kinder trotz der schweren Situation ein schönes Weihnachtsfest haben sollen, ist für sie ein wichtiges Anliegen: Auch deshalb beteiligen sich die Frauenhäuser in der Region an der MAZ-Sterntaler-Aktion.

Doch auch weit über Weihnachten hinaus fehlt es den Einrichtungen in Luckenwalde und Ludwigsfelde an vielem: So müssen etwa neue Betten und Sofas her und die Toiletten benötigen dringend eine Reparatur.

Was sich die Frauenhäuser in TF wünschen

Den Kindern würde sie außerdem gerne Ton und Malsachen zur Verfügung stellen, so die Koordinatorin. Und dann braucht es auch immer wieder Schulutensilien: Wer Hals über Kopf das Haus verlässt, denkt nicht unbedingt an Taschenrechner, Lineal und Co.

Sieben Frauen und neun Kinder leben derzeit in den Frauenhäusern Teltow-Flämings. Da viele von ihnen von weiter weg kommen oder Migrationshintergrund haben, hat das Frauenhaus auch noch einen besonderen Wunsch: Ein MAZ-Jahresabo. „Zum Ankommen in der Region“, sagt die Koordinatorin. Weitere Weihnachtswünsche sind zudem Kochbücher mit günstigen Rezepten sowie ein neuer Rasenmäher zur Pflege des Gartens.

Große Freude im Frauenhaus KW

Die Freude über das bereits gesammelte Spendengeld ist im Frauenhaus in Königs Wusterhausen groß. „Für die Frauen ist das ein tolles Zeichen, das ihnen zeigt, dass die Leute an sie denken“, sagt Mitarbeiterin Elke Voigt. Gemeinsam mit zwei Sozialarbeiterinnen unterstützt sie die Frauen, die Gewalt in der Beziehung erfahren haben.

Vor allem nach dem schrecklichen Ereignis in Senzig, bei dem ein 40-jähriger Mann seiner Frau und den drei Kindern mutmaßlich das Leben genommen haben soll, bevor er sich selbst richtete, seien die Frauen froh, dort eine Zuflucht erhalten zu haben.

Keine Corona-Infektion riskieren

Aktuell leben in dem Frauenhaus zwölf Frauen und neun Kinder. Platz für weitere Frauen in Not habe man und für die Neuzugänge, wurde eine Quarantänewohnung geschaffen, um keine Infektionen innerhalb des Hauses zu riskieren, wie Elke Voigt erklärt.

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Mit dem Geld aus der Sterntaler-Aktion wolle man demnächst Computer und eine Spielekonsole für die Kinder kaufen. Darüber hinaus sollen Laptops für die Frauen angeschafft werden, die damit auch unabhängig von den Sozialarbeiterinnen auf Wohnungssuche gehen können.

Von Johanna Apel und Joice Saß