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Dahme-Spreewald Mit Speck fängt man Zamperer
Lokales Dahme-Spreewald Mit Speck fängt man Zamperer
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14:05 20.01.2014
Die bunte Schar hatte jede Menge Spaß beim Zampern. Quelle: Ute Voigt
Briesen

Die Briesener freuen sich das ganze Jahr aufs Zampern. Initiator des Spektakels ist der Dorfklub. „Der alte Brauch wird bei uns schon seit den 1950er Jahren gepflegt“, erzählte Susanne Fisch, die sich um das Organisatorische gekümmert hat. Das Prozedere, dem gnadenlos gefrönt wird, hat sich bis heute nicht verändert. Die illustre Schar zieht mit Tschingderassabum durchs Dorf. Sie klopft an Türen und hält Autofahrer an, bittet um eine Gabe, belohnt mit einem Ständchen und Tänzchen.

Wer mag, bekommt auch einen Schnaps, denn mit geistigen Getränken ist das bunte Völkchen bestens ausgestattet. Sherlock Holmes alias Oliver Walta und Dr. Watson alias Robert Becker hatten sogar einen Kessel Glühwein mitgebracht. Auf einem Vehikel, das mit Holz befeuert wird, hielten sie ihn warm. „Die Dampfmaschine haben Watson und ich zusammen gebaut. Das ist ein alter Puppenwagen, den Rest haben wir draufgeschweißt“, erläuterte Oliver Walta schmunzelnd.

Die Familien Feuerstein und Geröllheimer hatten sich auch tüchtig ins Zeug gelegt und eigens ein schickes Steinzeit-Mobil gebaut. „Wir sind sechs Familien und suchen uns jedes Jahr ein Motto, das wir dann auch gemeinsam gestalten“, sagte Steffen Cott. Viele Wochenenden hatten die Briesener an dem urigen Wagen aus Akazienholz gebastelt.

Mit den „Original Oberspreewälder Musikanten“ vorneweg setzte sich der Zug um 10 Uhr von der Gaststätte in Richtung Kriegerdenkmal in Bewegung. Zwei Häuser weiter landeten die ersten Eier im Korb. Wenig später steckten auch schon zwei Speckseiten auf der großen Gabel. Manfred Meinas hatte die ehrenvolle Aufgabe, diese Speckgabel zu tragen. „Zampern ist eine schöne Sache, gibt dem Dorf Halt“, sagte der als Koch verkleidete Mann. Mit seiner Frau Regina ist er schon seit 30 Jahren bei dem Spaß dabei.

Für Doreen Zock und Andy Bernau war es am Sonnabend das erste Zampern. Beide erschienen als Wildecker Herzbuben mit voluminösen Kissenbäuchen. Für sie steht, ebenso wie für den Rest der bunten Truppe, fest, dass sie beim traditionellen Speckessen in 14 Tagen dabei sein werden. Gefeiert wird dann im Saal der Gaststätte „Zur Linde“, wo die gesammelten Naturalien und das geschenkte Geld verprasst werden. Auch hausgemachte kulturelle Einlagen stehen an dem Abend auf dem Programm. Einen Vorgeschmack auf das Fest gab es schon mal am Samstag zur Mittagspause im Kulturzentrum. Bei belegten Brötchen, warmen Getränken und selbst gebackenen Kuchen wurde viel erzählt und gelacht.

Von Heidrun Voigt

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