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Mittenwalde Der Geruch von Öl und Benzin
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19:21 04.08.2019
Rund 400 Arbeitstunen hat der Besitzer dieses Chevy in seinen Oldtimer investiert. Quelle: Udo Böhlefeld
Mittenwalde

Der Salzmarkt bot am Wochenende zum 21. Mal die historische Kulisse für das Oldtimertreffen in Mittenwalde. Der Förderverein der Mittenwalder Feuerwehr hatte zum alljährlichen Termin eingeladen. Und die Freunde historischer, motorisierter Gefährte kamen aus ganz Brandenburg und Berlin.

Fahrzeuge und Technik aus neun Jahrzehnten

Bis zurück in die 1930-er Jahre reichten die Baujahre der gezeigten Fahrzeuge – vom Fahrrad mit Hilfsmotor über Zweiräder aus den Motorenwerken Zschopau oder von BMW bis hin zum Bugatti. Schnell waren die Ausstellungsstücke von Menschen umrundet. Fachsimpelnde und zumeist männliche Kenner der Materie steckten ihre Köpfe unter die Motorhauben, um die blank geputzten Maschinen zu begutachten.

„Der hat den zweitgrößten Motor, den die Amerikaner in einem Pkw jemals verbaut haben“, verkündete der stolze Besitzer eines Chevrolet aus den 1970er-Jahren. Das goldfarbene und chromglänzende Auto wirkt urgemütlich und fast eher wie eine Wohnzimmercouch denn wie ein fahrbarer Untersatz. „Und wie viel Benzin braucht der?“, fragte einer der Umstehenden. „Das ist schon die etwas kleinere Maschine mit etwas mehr als sieben Litern Hubraum.

Ursprünglich wurden da Motoren mit acht Litern Hubraum verbaut“, gab der Fahrzeugeigner zur Antwort. „Aber so zwischen 17 und 20 Liter verbraucht der auch.“ 300 bis 400 Stunden Arbeit hat der Chevy-Fan in das Gefährt gesteckt. Inklusive Kaufpreis in den Vereinigten Staaten, Kosten für Überführung und Nachrüstungsmaterial, um das Auto für Deutschland straßentauglich zu machen, musste er rund 25 000 Euro investieren. „Das geht nur, wenn die Frau und die Familie mitmachen.“

Historische Feuerwehrtechnik aus Brandenburg

Auch die Feuerwehr Mittenwalde stellte zwei historische Fahrzeuge auf dem Salzmarkt aus. Neben dem oben offenen Motorspritzenwagen der Firma Hermann Koebe aus Luckenwalde war der „Schlauchwagen 14“ aus dem Jahr 1959 zu sehen.

In seinem Stauraum haben reichlich Druckschläuche Platz. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem wassergekühlten 4-Takt-Diesel-Motor mit 4 Zylindern und 90 PS. Das Fahrzeug wurde durch Mitglieder der Feuerwehr in mehr als 600 Stunden restauriert. Seit 1993 erst ist dieser Wagen nicht mehr im Einsatz. Jetzt steht er in der Ausstellung im Traditionshaus der Freiwilligen Feuerwehr Lübben.

Trotz immer noch zahlreicher Neuankömmlinge traten die ersten Aussteller am frühen Nachmittag die Heimreise an, häufig begleitet von lautem Geknatter – und nicht selten waren auch die Fahrer in historisch passendem Outfit unterwegs.

Von Udo Böhlefeld

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