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Mittenwalde Halloween: Gespenster und Vampire hoch zu Ross
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Halloween: Gespenster und Vampire hoch zu Ross
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16:52 27.10.2019
Gruselig verkleidet und geschminkt ging es am Sonnabend hoch zu Ross durch Boddinsfelde. Wie zu Halloween hieß es: Süßes oder Saures! Quelle: Andrea Müller
Boddinsfelde

Lange Nasen, spitze Hüte, gruselige Totenköpfe, Spinnen, Blut und Handschellen: In Boddinsfelde wurde am Samstag Reiter-Halloween gefeiert. Hoch zu Ross ging es geschminkt und geschmückt durch den Ort. Mehr als 25 Reiter und Begleiter waren dabei.

Mit Feuereifer dabei

Es war bereits der fünfte Halloween-Ritt, der vom Reitgut Boddinsfelde veranstaltet wurde. Der Abend gehörte zweifelsohne zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender. Vor allem die ganz jungen Reiter, aber auch ihre Eltern sind jedes Jahr mit Feuereifer dabei. Da wird keine Mühe gescheut, um aus sich und dem Pferd einen würdigen Halloween-Ritt-Teilnehmer zu machen. In diesem Jahr war das auch nicht anders. Im Gegenteil.

Vor dem Haus der Familie Kausch in Boddinsfelde: Für die Halloween-Reiter gab es jede Menge Süßigkeiten. Quelle: Andrea Müller

Spinnen auf dem Hinterteil

Die einen legten sich lange Nasen an, andere verpassten dem Vierbeiner Ketchup-“Blut“. Anja Quandt hatte sogar jede Menge Spinnen auf dem Hinterteil ihres Pferdes platziert. Feline und Angelina sahen mehr als gruselig aus mit ihren totbleichen Gesichtern. Ein Vater hatte sich gar einen Buckel angeschafft und lief fast wie der Glöckner von Notre-Dame durch Boddinsfelde.

Stopp bei den Kauschs

Zunächst sammelte man sich auf dem Sandplatz des Reitguts, dann ging es hintereinander in den Ort. Zuerst wurde bei Familie Kausch gestoppt. Reitgut-Chefin Katrin Labrenz, selbst in einer Art Harry Potter-Kostüm, begrüßte die Herren des Hauses persönlich mit Handschlag. Dann legte die ganze Meute lauthals los: „Die Spinne spinnt, der Raabe kreist... Süßes oder Saures!“ Frank Kausch ließ sich nicht lange bitten. Ein großer Korb mit Süßigkeiten stand bereit. Damit ging er von Reiter zu Reiter und von Gespenst zu Vampir. Die Kinder langten gerne zu.

Beim Halloween-Ritt durch Boddinsfelde waren wieder mehr als 25 Reiter vom Reitgut dabei. Als Vampir oder Gespenst verkleidet baten sie bei den Anwohnern um Süßes.

Süßes wurde gerecht verteilt

Mit voll geschlagenem Bauch ging es weiter. Wer nicht hoch zu Ross war, durfte mitlaufen oder den Kremser nutzen, der vom Traktor gezogen wurde. Nächste Station war bei Familie Hübner in der alten Schule. Die Halloween-Reiterabteilung stellte sich in Reihe auf. „Die Spinne spinnt...“, riefen die gruseligen Reiter durch den Garten hinüber zum Haus. Anke Hübner kam gleich mit dem Korb voller Süßigkeiten heraus, die natürlich gerecht verteilt wurden. Das Mitnehmen in Hosentaschen oder sonstigen „Hamsterbacken“ war schon zu Beginn freundlich untersagt worden.

Hinterlassenschaften bereinigt

Ganz im Hintergrund arbeitete Herwig Labrenz mit Schaufel und Schubkarre. Denn die großen Vierbeiner fragten nicht nach wann und wo. Wenn es sie überkam, wurde losgeäppelt. Diese Hinterlassenschaften wurden natürlich sofort beseitigt. In Boddinsfelde ist man sehr auf Ordnung aus.

Ein Küsschen für Pferd Rudi. Elle war eine der jüngsten Teilnehmerinnen beim Halloween-Ritt in Boddinsfelde. Quelle: Andrea Müller

Schlucht der bösen Überraschungen

Mit einem Umweg durch den kleinen Park hinter dem Reitgut ging es zurück auf den Hof. „Wir bringen jetzt die Pferde rein, dann beginnt für die Mutigen die Nachtwanderung“, rief Katrin Labrenz. „Ich hab’ keine Angst“, verkündete der kleine Vampir. Seine blutverschmierten Freunde nickten. Schließlich machte sich doch eine ganze Bande auf zur Schlucht der bösen Überraschungen – natürlich alles im Spaß. Die Tiere konnten sich derweil von den außergewöhnlichen Strapazen des Halloween-Ritts erholen.

Es wurde gezündelt – im Feuertopf

Inzwischen wurde auf dem Hof im Feuertopf gezündelt. Bald war das gesammelte Holz gut durchgeglüht. Eine große Schüssel mit Teig und zahlreiche Stöcke standen ebenfalls bereit. Nach der Rückkehr der Nachtwanderer wurde am Feuer fleißig Stockbrot gebacken. Noch einmal tönte der Spruch des Tages durch die Dunkelheit. Susan Wolkow und andere Hexen und Geister erzählten Gruselgeschichten vom Silberbein und anderen Abenteurern. Die Kinder untereinander tauschten sich aus über das Erlebte – und freuten sich schon auf die Reiter-Weihnacht.

Von Andrea Müller

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