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Mittenwalde Nach Schwelbrand: Feuerwehr will Familie helfen
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12:45 24.04.2019
Die Brüder Brian (2.v.l.) und Adrian (3.v.l.) Stobrawe aus Brusendorf und Kameraden der Feuerwehr. Quelle: Aireye
Brusendorf

Von außen ist kaum noch etwa zu sehen. Doch drinnen in der Wohnung riecht es extrem nach Verbranntem. Nichts blieb verschont, alles in tief schwarz. Der Schwelbrand hat ganze Arbeit geleistet und das bei Bewohnern, die bei der Feuerwehr sind. Adrian und Brian Stobrawe sind Brüder. Der ist eine 18 Jahre alt und Schüler, der andere 21 und Fachinformatiker. Sie wohnen mit ihren Eltern, Corinna und Alfred Stobrawe, in Brusendorf bei Mittenwalde in der nun verkohlten Wohnung – gleich um die Ecke ihrer Feuerwehr. „Beim Alarm sind wir meist die Ersten am Gerätehaus“, erzählen die jungen Männer traurig.

Schwelbrand in der Küche

Am 11. April 2019 – ein Donnerstag – kam ihr Vater am frühen Nachmittag nach Hause. Da bemerkte er den Brand in der Küche, löschte geistesgegenwärtig das Feuer. Wenige Minuten später waren Polizei, Rettungsdienst und die ortseigene Feuerwehr vor Ort. Der Rettungsdienst kümmerte sich um den Vater der beiden jungen Feuerwehrmänner – er hatte Rauchgas eingeatmet und musste ins Krankenhaus. Ein Schwelbrand hatte über eine geraume Zeit – die Stobrawes waren zu dieser Zeit nicht Zuhause – schwarzen Ruß in alle Ecken des kleinen Reihenhauses gedrückt. Auslöser war nach späteren Ermittlungen der technische Defekt eines Küchengerätes.

Vorerst in einer Ferienwohnung untergebracht

Die Feuerwehr sichtete den Schaden und sorgte sich nun darum, wo die Familie bleiben kann. Die Wohnung war unbewohnbar geworden. Die Gemeinde hält in solchen Fällen schon Wohnraum bereit, doch der ist nicht möbliert. Schnell fand man vorerst eine Ferienwohnung, damit die ersten Tage überbrückt werden können.

Schmerzliche Reste

Gutachter der Versicherung hatten bereits eine erste Sichtung vorgenommen. Man müsse noch einmal wieder kommen, um den gesamten Umfang erforderlicher Maßnahmen abzuklären. Meist bleibe man bei der Schadensabwicklung auf schmerzliche Reste sitzen, erzählen die Brüder. Für die Kameraden der Feuerwehr war schnell klar, dass geholfen werden muss. „Man kann die Menschen nicht im Stich lassen“, sagte der örtliche Wehrleiter von Brusendorf, Christian Griepentrog.

Spendenaufruf wird gestartet

Nun sammeln die Kameraden in den eigenen Reihen, doch reichen wird das kaum. Gemeinsam mit dem Feuerwehrverein in Brusendorf entschloss man sich, über das Vereinskonto einen Spendenaufruf zu starten.

Alles wird gebraucht

Familie Stobrawe braucht alles neu: Kleidung, vor allem Möbel und Küchenausstattung. Der Ruß hatte sich überall mit seiner öligen Schicht einen Weg in die Ecken gesucht; mit Reinigen ist da nicht mehr viel möglich. So warten die Stobrawes auch auf das „Okay“ der Versicherung, um erst einmal das gesamte Inventar in einen Abraumbehälter zu transportieren. Erst nach völliger Räumung kann mit der Sanierung begonnen werden, Mauerwerk und Putz müssen ausgewaschen werden. „Es ist so, als müssten wir den Rohbau wieder herstellen“, sagen die Brüder.

Niemand kam ernsthaft zu Schaden

Auch vieles, was die Geschichte der Familie begleitet, ist unwiederbringlich verloren. Das Einzige, was tröstet: Niemand kam ernsthaft zu Schaden. Zwar ist das Einatmen von Rauchgas höchst gefährlich, bei rechtzeitiger Behandlung aber auch heilbar. Der Vater der beiden Feuerwehrmänner konnte schnell wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Feuerwehr bittet um Spenden

Gemeinsam mit dem Mittenwalder Stadtbrandmeister Christian Thieke und dem Feuerwehrverein aus Brusendorf bittet die Feuerwehr Brusendorf um mögliche Sach- und Geldspenden. Wer helfen möchte, kontaktiert bitte die Freiwillige Feuerwehr in Brusendorf unter Tel. 01 60/91 32 21 82 oder schriftlich per E-Mail an ff-brusendorf@gmx.de

Von MAZonline

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