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Mittenwalde Parteien mit herben Verlusten
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Parteien mit herben Verlusten
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19:33 27.05.2019
Mittenwalde bebt: Gestandene Leute werden im neuen Stadtparlament nicht mehr vertreten sein, dafür gibt es mehr AfD und „Hand in Hand“.
Mittenwalde bebt: Gestandene Leute werden im neuen Stadtparlament nicht mehr vertreten sein, dafür gibt es mehr AfD und „Hand in Hand“. Quelle: Andrea Müller
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Mittenwalde

Wie sich die neue Stadtverordnetenversammlung von Mittenwalde zusammensetzen wird, steht einen Tag nach Schließung der Wahllokale noch nicht fest. „Es gibt Unstimmigkeiten“, sagte Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) kurz vor ihrem Abflug aus dem Urlaubsort. Der Wahlleiter Marek Kleemann war selbst nicht zu erreichen.

Das sind die Verlierer

Fest steht jedoch, dass das Gremium der Stadt künftig auf gestandene Leute verzichten wird müssen. Nicht mehr dabei ist Werner Hannig (Linke), der gerade als Vorsitzender des Finanzausschusses wichtige Arbeit geleistet hat. Nicht mehr dabei ist auch Heydi Fischer (SPD), die immer wieder aufgefallen ist durch ihr rechtliches Wissen und die Kenntnis über die kommunalpolitischen Entscheidungen in der Stadt. Von der CDU werden künftig weder Carsten Clemen noch Rüdiger Strenge im Stadtparlament vertreten sein.

Kurze Draht nach Potsdam

„Bitter“, kommentierte dies Dirk Knuth (CDU), der innerhalb seiner Partei die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. „Mein Erfolg freut mich“, sagte er, erklärte aber auch, dass die „Mittenwalder zu viel AfD gewählt“ hätten. Die Alternative für Deutschland wird künftig mit zwei Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung vertreten sein.

Gestärkt wird die CDU in Mittenwalde allerdings durch Björn Lakenmacher. Er soll der „kurze Draht“ nach Potsdam werden. Freuen kann sich hingegen René Riwoldt, der mit „Hand in Hand“ ins Stadtparlament einzieht. „Meine Erwartungen haben sich erfüllt“, sagte er

Krause will weiter Vorsitzender bleiben

Auch Lutz Krause (Pro Bürger) kann sich freuen über seinen Erfolg. Da zwei Wahllokale noch nicht ausgezählt sind, könnte die Fraktion zudem noch wachsen. Krause will künftig Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung bleiben. „Wenn ich gefragt werde, sage ich nicht nein“, meinte er. Pro Bürger möchte in der kommenden Legislatur wichtige Projekte entscheidend voran treiben. Pro Bürger konnte auch in vielen Ortsbeiräten überzeugen, besonders in Schenkendorf-Krummensee, Motzen und Töpchin.

Kausch überzeugte die Wähler

Die meisten Stimmen insgesamt in der künftigen Stadtverordnetenversammlung hat Frank Kausch (für die SPD) bekommen. Mit Daniel Müller hat er einen schon erfahrenen Abgeordneten an seiner Seite. Kausch wird auch der neue Ortsvorsteher im Ortsteil Brusendorf sein. Eine kleine Sensation hier: Neuling Martin Labrenz (CDU) ist mit eingezogen. Somit ist der Gemeindeteil Boddinsfelde mit zwei von drei Sitzen im Ortsbeirat Brusendorf vertreten. Burkhard Griepentrog (SPD) konnte den dritten Sitz erobern.

CDU in einigen Ortsbeiräten stark

Keine Überraschung gibt es in Telz, wo die CDU mit Lothar Pehla zu 100 Prozent punktete. Auch in den Ortsbeiräten Mittenwalde und Ragow ist die CDU stärkste Kraft. Eine Ausnahme bildet der Ortsbeirat Gallun, wo Einzelkandidat Michael Seiffe CDU und Linke abhängte.

Von Andrea Müller