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Mittenwalde Bürgermeister wollen Notte-Tourismus ankurbeln
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Bürgermeister wollen Notte-Tourismus ankurbeln
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06:45 19.07.2018
Bürgermeisterin Maja Buße und Bürgermeister Swen Ennullat unterzeichnen im Rathaus Mittenwalde den Kooperationsvertrag zur wassertouristischen Förderung des Nottekanals. Quelle: Josefine Sack
Mittenwalde

Der Nottekanal gilt als älteste Wasserstraße Brandenburgs und ist besonders bei Wassersportlern beliebt. Einziges Manko: Es gibt kaum Anlegestellen und Rastplätze für Bootsfahrer. „Außerdem gibt es viel zu wenig gastronomische Angebote“, sagt Maja Buße (CDU). Mittenwaldes Bürgermeisterin weiß um die infrastrukturellen Schwächen am Notte-Ufer. Erst am vergangenen Wochenende war sie auf dem Wasser unterwegs und musste feststellen, dass es kaum Möglichkeiten für Verschnaufpausen gibt.

Mittenwalde beschloss 2017 Konzept für die Notte

Um den Wassertourismus in der Region anzukurbeln, haben die Städte Mittenwalde und Königs Wusterhausen am Dienstag im Rathaus Mittenwalde eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen wassertouristischen Förderung und Weiterentwicklung des Nottekanals unterzeichnet. „Wassersportler machen nicht an der Gemarkungsgrenze halt, sondern paddeln weiter“, begründet Maja Buße. Die Überlegung, in Sachen Notte künftig zusammenzuarbeiten, ging von Mittenwalde aus. Hintergrund ist das wassertouristische Entwicklungskonzept, das die Stadtverordneten im Mai 2017 beschlossen hatten.

Blick von der Baruther Vorstadt auf den beschaulichen Nottekanal in Mittenwalde. Quelle: Josefine Sack

Für viele Urlauber sind der Wasserreichtum und die Erholung im, am und auf dem Wasser das Hauptargument für Ausflüge ins Dahme-Seenland. Auch Mittenwalde und Königs Wusterhausen profitieren durch ihre Gewässer von der steigenden Nachfrage. Hier schlummert ein noch kaum entwickeltes Potenzial für den Tourismus in der Region. Ausgehend vom Motzener See, dem Galluner Kanal und dem Nottekanal bis nach Königs Wusterhausen wollen beide Städte das regionale Wasserwegenetz zu einer attraktiven Verbindungsachse ans überregionale Wassertourismusrevier weiterentwickeln. Im Fokus liegt der Ausbau des muskelbetriebenen und naturverträglichen Wasserwanderns.

Mehr Anlegestellen und Rastplätze

Entstehen sollen mehr Anlegestellen, Rast- und Liegeplätze. Insbesondere für Kanuten seien Rastplätze wichtig, heißt es im Entwicklungskonzept, das das Wildauer Beratungsbüro Mediamare für Mittenwalde erstellt hat. Demnach sollten Ein-und Ausstiegsmöglichkeiten maximal fünf Kilometer voneinander entfernt liegen. Neben Anlegestellen sollen auch Wanderwege und Badestellen erschlossen werden.

„Das ist kein Projekt, das sich in drei Jahren umsetzen lässt“, sagt Swen Ennullat (Freie Wähler KW). Wassertourismus ist auch in Königs Wusterhausen ein Schwerpunktthema „in den nächsten zehn Jahren“, so der Bürgermeister. Geplant ist, die Stadtschleuse am Schloss aufzuwerten. In Zernsdorf soll die Seebrücke erweitert werden. In Senzig ist ein Steg mit Rastplatz im Gespräch. „Das passt alles gut zusammen“, sagt Ennullat mit Blick auf das Kooperationspapier.

Fördermittel von der Investitionsbank Brandenburg

Für die Umsetzung reaktivierten beide Städte die Arbeitsgruppe „Nottekanal“, die zuletzt 2005 aktiv war. Weitere Kommunen, der Wasser- und Bodenverband Dahme-Notte und der Tourismusverband Dahme-Seen engagieren sich künftig in dem Gremium. Mittenwalde wird die Sitzungen koordinieren. Ende 2017 reichte die Stadt einen Fördermittelantrag bei der Investitionsbank des Landes Brandeburg ein. Durch die Kooperation erhofft sich Bürgermeisterin Maja Buße, weitere Fördermittel zu generieren.

Zu den eingereichten Projekten gehören Rastplätze am Motzener See und an der Schleuse Mittenwalde sowie Stege und Anlegestellen.

Von Josefine Sack

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