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Mittenwalde Haus des Gastes wird Kita
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17:18 05.10.2018
Im Haus des Gastes wird in einem Flügel eine vorübergehende Kita eingerichtet. Der Heimatverein hat bereis Platz für den Umbau geschaffen. Quelle: Andrea Müller
Motzen

Ein Flügel des Hauses des Gastes in Motzen soll Kita werden. Nun haben die Vorbereitungen für den Umbau begonnen. Ziel der Stadt Mittenwalde ist es, dort ab Januar des kommenden Jahres 30 Mädchen und Jungen zu betreuen.

Hier sollen dann insgesamt drei Gruppenräume entstehen durch das Einziehen von Wänden im Trockenbau. Quelle: Andrea Müller

Zwei Interimslösungen

Die Stadt sucht seit Langem Möglichkeiten, Eltern den gesetzlich garantierten Kita-Platz für ihre Kinder zur Verfügung zu stellen. Zwar wird im Mittenwalder Ortsteil Töpchin eine neue Kindertagesstätte gebaut. Doch eh die fertig wird in voraussichtlich zwei Jahren, besteht weiterhin ein hoher Kitaplatzbedarf. Den will die Stadt mit Notlösungen überbrücken. Neben dem Umbau des Hauses des Gastes entsteht im ehemaligen Jugendklub in Mittenwalde eine weitere zusätzliche Kita.

Das Haus des Gastes wird bald nicht mehr nur Touristeninfo und Heimatmuseum beherbergen, sondern auch eine Kita. Quelle: Heidrun Voigt

Drei neue Räume entstehen

Im Haus des Gastes in Motzen wird ein Flügel komplett für die künftige Kita zur Verfügung gestellt. „Hier werden Trockenbauwände eingebaut, damit zwei Krippenräume sowie ein weiterer Raum für Kinder verschiedenen Alters entstehen können“, sagt Bürgermeisterin Maja Buße (CDU). Außerdem müsse die Elektrik die anderen Bedingungen angepasst werden. Die bereits vorhandenen Toiletten sollen mit kindgerechten Becken ausgestattet werden.

Grünes Licht aus dem Ministerium

Eine Betriebserlaubnis für die Umbau-Kita liegt vom Brandenburger Ministerium noch nicht vor. Könne auch gar nicht, so die Bürgermeisterin, denn diese werde erst erteilt, wenn der Umbau in Nutzung gehen soll. „Wir haben aber grünes Licht erhalten, so wie geplant vorgehen zu dürfen“, erläutert Buße.

Personelle Besetzung ist ernstes Problem

Größere Sorgen bereitete ihr die Personalausstattung, denn auch für die Übergangslösungen werden Pädagogen gebraucht, die die Kleinen tagsüber betreuen. „Die sind wirklich schwer zu bekommen“, sagt die Stadt-Chefin weiter. Zwar gingen Bewerbungen ein, doch in den meisten Fällen komme es nicht zu Einstellungen wegen fehlender Eignung.

Zickzack-Trennung zwischen Kita und Museum

Der Motzener Heimatverein hat nun begonnen, seine Ausstellung im Haus des Gastes zu verdichten, denn der Platz wird deutlich geringer. So musste auch die große Maschine aus dem Kunststoffwerk um einige Meter verschoben werden. Im Verbindungsteil zwischen den beiden Flügeln muss alles bis zu den mittig liegenden Türen raus. Dort komme eine Art Zickzack-Eingang zum Tragen, damit Kinder, Eltern und Mitarbeiter einerseits in die neue Kita kommen, andererseits Mitarbeiter der Tourist-Info, Mitglieder des Heimatvereins und Besucher den Rest des Hauses nutzen und hier auch auf den Hof gelangen können. „So kommen sie sich nicht in die Quere“, sagt Buße. Die Trennung sei auch eine der Voraussetzungen für die Betriebserlaubnis.

Alles sei bis Januar zu schaffen

Über die zu erwartenden Kosten mag die Bürgermeisterin noch keine Auskunft geben. Bisher habe man nur grob kalkuliert. „Wir holen ja gerade erst Angebote ein“, sagt sie. Dass alles in den verbleibenden Wochen bis zum neuen Jahr zu schaffen sei, daran hege Buße keine Zweifel. Es soll definitiv im Januar mit der Kinderbetreuung hier los gehen.

Von Andrea Müller

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