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Mittenwalde Exeter Property Group erschließt und bebaut Gewerbegebiet Ragow
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalde Exeter Property Group erschließt und bebaut Gewerbegebiet Ragow
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11:17 28.05.2019
Endlich wird das Gewerbegebiet in Ragow entwickelt. Berliner Busse sollen hier auf elektrischen Betrieb umgestellt werden.
Endlich wird das Gewerbegebiet in Ragow entwickelt. Berliner Busse sollen hier auf elektrischen Betrieb umgestellt werden. Quelle: Andrea Müller
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Ragow

Nach Jahrzehnten des Dornröschenschlafes erwacht das Gewerbegebiet direkt an der Autobahn A 13 bei Ragow und wird neu erschlossen. Hier sollen unter anderem künftig von der Firma Tassima AG Berliner Busse der BVG von Diesel auf elektrischen Betrieb umgerüstet werden.

Die Fahnen verraten, wer sich auf dem Gewerbegebiet in Ragow engagiert. Quelle: Andrea Müller

Ragow wird sich verändern

„Das Gewerbegebiet hat einen neuen Eigentümer. Der Großteil wurde an die Exeter Property Group mit Sitz in Düsseldorf veräußert“, sagt Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU). Neben dem Busumbau-Unternehmen sollen sich hier weitere Betriebe und Firmen ansiedeln. Michael Schiballa, der auch nach der Kommunalwahl wieder im Ortsbeirat ist und ihm bisher vorstand – der neue Ortsvorsteher soll am 12. Juni gewählt werden – erhofft sich, dass auch ein Discounter nach Ragow kommen wird, denn seiner Meinung nach wird sich der Ort durch das Gewerbegebiet erneut einmal sehr verändern.

Bohrungen müssen verfüllt werden

Zunächst musste vor Ort mit der Kampfmittelbeseitigung begonnen werden. Anfang des Jahres war der Boden hier übersät mit roten und andersfarbigen Fähnchen. Anwohner meinten damals, dass es mitten im Winter fast wie auf einem Mohnfeld im Juni aussehe. Gerade sie haben derzeit besonders viel auszuhalten. Denn nach der Kampfmittelberäumung begannen die Erdarbeiten. „Das sorgt natürlich für viel Staub und Dreck“, erläutert Schiballa. Bürgermeisterin Buße weiß, dass „der Boden zerlöchert war wie ein Schweizer Käse“. Der vorherige Eigentümer soll im Gewerbegebiet Bohrungen vorgenommen haben, die jetzt zu verfüllen und zu verdichten seien.

Ferngasleitung verlegt

Zudem habe die Trassenführung der Ferngasleitung verlegt werden müssen. Sie soll in diesen Tagen an das Netz angeschlossen werden. Der stillgelegte Trassenabschnitt soll bis Ende Juni entfernt und verfüllt werden. Die parallel zur Ferngasleitung verlaufende Leerrohrtrasse wurde ebenfalls verlegt.

Bebauung bis 2020 geplant

Die Grundstücke sollen bis 2020 von Exeter Property bebaut werden. Die entstandenen Gebäude werden vermietet. Auf dem Gelände der Tassima AG haben die ersten Erdmassebewegungen bereits stattgefunden. „Wir gehen davon aus, dass der Baubeginn noch in diesem Jahr sein wird“, so Schiballa. Sobald sich der Ortsbeirat konstituiert hat, soll ein Gespräch mit dem Investor angestrebt werden, um den weiteren Fahrplan genau abzustimmen. „Das ist vor allem für die Anwohner wichtig, die in der Bauphase mit mehr Verkehr, Lärm und Dreck rechnen müssen“, erklärt er. Sie wollten einfach wissen, woran sie seien.

Positive Nebeneffekte für Ragow

Schiballa erhofft sich weitere Nebeneffekte für Ragow. So müsse man neu über den Nahverkehr und Busverbindungen nachdenken. „Die Menschen, die hier arbeiten werden, müssen auch zu ihrem Arbeitsplatz und wieder nach Hause gelangen“, so der Ragower. Arbeitsplätze werden entstehen, mehr Einwohner kommen, was überhaupt Änderungen in der Infrastruktur – Stichwort Kita, Schule – erfordere. Wichtig sei auch die sichere Querung der Landesstraße 40 zwischen Königs Wusterhausen und Brusendorf und weiter nach Rangsdorf. Möglicherweise mache hier auch ein Kreisverkehr ähnlich wie bei Brusendorf Sinn, um den wachsenden Verkehr besser in Griff zu kriegen.

Von Andrea Müller

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