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Mittenwalde Kita Töpchin: Am Neubau scheiden sich die Geister
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14:16 28.10.2019
Hier auf diesem freien Gelände hinterm Friedhof soll die neue Kita in Töpchin errichtet werden. Sie soll nun deutlich teurer werden. Quelle: Andrea Müller
Töpchin

Es gibt Streit um die neu zu errichtende Kita im Mittenwalder Ortsteil Töpchin. Statt der ursprünglich angedachten 2,5 Millionen Euro soll sie nun zwei Millionen mehr kosten. Daran scheiden sich die Geister.

Im Zwiespalt

Die einen wünschen sich einen Neubau, der schön ist, etwas Besonderes, in dem sich die Kinder wohl fühlen werden. Die anderen glauben, Mittenwalde könne sich das nicht leisten und bestehen auf einen Bau, der funktional ist.

Auf dem Gelände tut sich noch nichts oder höchstens Unerwünschtes. Deswegen warnt das Schild vor dem Abladen von Schutt. Quelle: Andrea Müller

„Wir brauchen keinen Palast“

So hat sich Lutz Krause beim jüngsten Hauptausschuss für eine Modulbauweise ausgesprochen. „Wir brauchen keinen Palast“, sagte er wörtlich. Auch Jan Priemer (beide Pro Bürger) fragte im Anschluss: „Wer braucht eine Kita für 4,6 Millionen Euro?“ Er ist zugleich der Ortsvorsteher in Töpchin. Beide gehören auch der Zählgemeinschaft an, die sich nach den jüngsten Wahlen zusammen gefunden hat, um sich vor allem gegen die CDU als stärkste Fraktion durchzusetzen.

Bauantrag könnte gestellt werden

Doch der Zählgemeinschaft gehört auch Frank Kausch (für die SPD) an. Er möchte gern, dass die Kita so gebaut wird, wie es die Stadtverordneten selbst beschlossen haben. „Die Verwaltung könnte den Bauantrag stellen“, sagte er. Es bedürfe gar keines weiteren Votums. Doch Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) ist sich der Spaltung in dieser Frage im Gremium durchaus bewusst. „Ich will das nicht allein entscheiden“, meinte sie.

Beschluss am 4. November

Deswegen soll bei der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 4. November um 19 Uhr im Speiseraum der Grundschule in Mittenwalde erneut darüber diskutiert und im Ergebnis ein Beschluss gefasst werden. Grundsätzlich steht die Frage, ob die Kita so gebaut werden soll, wie sie der Sieger des extra einberufenen Architekturwettbewerbes entworfen hat – vielleicht versehen mit einigen wenigen Abstrichen bei den Außenanlagen. Oder will man ganz von vorn anfangen?

Lesen Sie dazu auch: Der Architekturwettbewerb

In diesem Fall allerdings würden 500 000 bereits bezahlte Euro für Planung und so weiter in den Sand gesetzt. Frank Kausch – und mit dieser Meinung steht er nicht allein da – würde genau das für unverantwortlich halten. Für ihn stehe eher die Suche nach Einsparpotenzial im Vordergrund. In der Stadt werde gegenwärtig davon ausgegangen, dass es nicht um 4,6 Mio sondern um vier Millionen Euro für den Kita-Neubau geht. „Die sind gedeckelt“, weiß der Hauptausschuss-Vorsitzende.

Kita nicht mehr zu stoppen

Kausch will sich deshalb stark machen für den Bau der Kita, wie sie geplant wurde. „Diese Kita kann man nicht mehr stoppen“, findet er und hofft, die Zählgemeinschaft von seiner Ansicht überzeugen zu können. „Da werde ich alle Hebel in Bewegung setzen“, kündigte er an. Die Zählgemeinschaft will diese Woche noch einmal zu diesem Thema intern beraten. Kausch wird allerdings aus privaten Gründen nicht dabei sein können. Deswegen werde sein Statement in der Stadtverordnetenversammlung von großer Bedeutung sein.

Entwurf großartig

Die Bürgermeisterin hofft auch auf eine Mehrheit für die geplante Kita. „Hier haben wir die Chance, wirklich etwas Besonderes für unsere Kinder zu schaffen“, argumentierte sie. Der Entwurf von AMT Architektur und Städtebau und des Landschaftsarchitektenbüro ARGE Lavaland GmbH & Treibhaus sei wirklich großartig.

Großzügiger Siegerentwurf

Der Baukörper „mit klug angelegten Spielideen und einem umlaufenden Kolonadengang“ hatte die Jury damals überzeugt. Der Sieger-Entwurf setzte auf ein großes begrüntes Dach, welches nicht nur Schutz vor der hochstehenden Sonne bot, sondern gleichzeitig einen Aufenthaltsort bei Regen. Die Pyramide in der Mitte des Gebäudes sollte vor allem eines: Licht in das Gebäude bringen.

Der Siegerentwurf des von der Stadt Mittenwalde ins Leben gerufenen Architekturwettbewerbes von ATM Architektur und Städtebau. Quelle: ATM

Kitaplätze werden dringend gebraucht

Auch aus einem anderen Grund wird es höchste Zeit, dass sich die Stadtverordneten entscheiden: Die Angelegenheit ist schon anderthalb Jahre im Verzug. Die Stadt braucht dringend neue Kita-Plätze. In Töpchin sollen nach Fertigstellung 60 Mädchen und Jungen betreut werden.

Von Andrea Müller

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