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Dahme-Spreewald Mittenwalder wollen mehr Busse
Lokales Dahme-Spreewald Mittenwalder wollen mehr Busse
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00:16 21.02.2014
Ein Wartehäuschen wollen die Ragower auf beiden Straßenseiten.
Ein Wartehäuschen wollen die Ragower auf beiden Straßenseiten. Quelle: Klaus Bischoff
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Mittenwalde

Mit vier Buslinien der Regionalen Verkehrsgesellschaft (RVS) ist Mittenwalde im Grunde gut bedient, gibt Hauptamtsleiter Matthias Vogel zu. „Doch eine Busverbindung mit Königs Wusterhausen gibt es nur bis 20 Uhr. Das reicht Leuten, die etwas unternehmen wollen, nicht aus“, sagt er. Auch Stadtverordnete und Verwaltungsmitarbeiter, die zu später Stunde Sitzungen besuchen, seien in aller Regel auf ihr Auto angewiesen, kritisiert er.

Mittenwaldes Hauptamtsleiter Matthias Vogel. Quelle: Klaus Bischoff

Um zu erfahren, welche Erwartungen die Mittenwalder an den Nahverkehr haben, wandte sich die Verwaltung an die Abgeordneten, die Ortsbeiräte, den Vertreter der Senioren sowie an Jugendsozialarbeiterin Barbara Pötsch. Sie fragte die jungen Leute in den Jugendklubs und sammelte ungewöhnliche Ideen. Ein Nightliner, der je nach Bedarf auf die Reise gehen könnte, wurde da vorgeschlagen, sowie ein kleinerer Linienbus, der seine Touren nur in Mittenwaldes Stadtverband drehe.

Waßmannsdorfer wünschen sich mehr Busverkehr

Auch die Waßmannsdorfer wünschen sich speziell am Wochenende mehr Busverkehr.

Diverse Anregungen lieferten auch die Ortsteilvertretungen. Motzen plädierte dafür, die Haltestelle an der Märchenwiese mit einem gepflasterten Einstiegsbereich zu versehen. Außerdem müssten in der Ortsmitte günstige Umsteigemöglichkeiten geschaffen werden. Nicht zuletzt könnte das im Sommer den Besuchern des Strandbades nutzen. Würden die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, entkäme der Ort der üblichen Karawane ihrer Blechkarossen. Gallun bat um einen Wetterschutz sowie um Sitzgelegenheiten. Ein Haltestellendach an der relativ hoch frequentierten Lindenstraße wünschte sich Ragow.

Die Ragower hatten schon vor zwei Jahren Initiativen entwickelt, um bessere Anschlüsse an das A-10-Center und die S-Bahn herzustellen. „Die RVS schlug uns damals eine Buslinie vor, die wir im ersten Jahr selbst bezahlen sollten. Das konnten wir nicht“, bemerkt Hauptamtsleiter Vogel. „Wir haben unsere Hinweise nun noch einmal eingereicht“, fügt er hinzu.

Insbesondere bei der Abstimmung des Schülerverkehrs sei die Zusammenarbeit mit der Busgesellschaft gut, betont Vogel. „Natürlich sind betriebswirtschaftliche Aspekte zu beachten“, sagt er. „Doch geht es auch um ein wichtiges Stück Daseinsvorsorge.“

Von Klaus Bischoff

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